Das gab es bereits vor einem Jahr, dass plötzlich in Ägypten ein mehrtägiges Verbot für das Auslaufen von Tagesbooten, Safaribooten und anderen touristischen Booten ausgesprochen wurde. Entlang der ägyptischen Küste am Roten Meer geht nichts mehr. Für viele Gäste fällt der Tauchurlaub aus, die Verluste der Tauchbasen und Betreiber von Safariyachten sind enorm.
Das pauschale Verbot ist regional nicht differenziert und wird mit stürmischen Wetterbedingungen begründet.
Allerdings sind bis jetzt anhand der vielen online zur Verfügung stehenden Wetterdaten keine Bestätigungen zu finden, die die Stilllegung der gesamten touristischen Wasser- und Tauchsportaktivitäten begründen würden.
Bereits im vergangenen Jahr war eine identische Entscheidung der zuständigen Behörde in Ägypten als nicht nachvollziehbar eingestuft worden, es hatten sich keine die Maßnahme bestätigenden Wetterbedingungen ergeben.
Es bestand die Hoffnung, dass sich nach Gesprächen mit der CWDS und den behördlichen Entscheidungsträgern so ein Vorgang nicht erneut zu erwarten wäre. Nun lehrt uns die aktuelle Situation, dass man bedauerlicherweise vor solchen „Überraschungen“ in Ägypten tatsächlich nicht sicher ist.
Nachdem die für Ägypten wichtigste Einnahmequelle Tourismus bereits im zweiten Jahr schwächelt, kann erwartet werden, dass sich zukünftig noch weniger für einen Tauch- und Wassersporturlaub hier entscheiden werden.
Michael Goldschmidt
UWW – Marina in Hurghada
