Liebe Leserinnen und Leser,
gerade zurück aus Ägypten blieb diesmal der „Temperaturschock“ beim Verlassen des Flugzeugs in München aus, es erwarteten mich ähnliche Temperaturen wie von Sharm el Sheikh bereits gewohnt.
Einziger Unterschied: Hier jammert man, wann es denn wieder einmal richtig Sommer wird. Kommt er dann zufällig mal für ein paar Tage vorbei, ist das auch nicht in Ordnung, denn die Medien haben nichts anderes zu tun, als unerbittliche „Vorstöhner“ ihre Hörer, Zuschauer oder Leser ins typisch absurde deutsche Jammertal zu schicken.
Absurd möchte ich als Wort des Monats feiern und wem es fremd ist, hier eine Aufklärung KI generiert: Als absurd bezeichnet man etwas, das dem gesunden Menschenverstand widerspricht, völlig unsinnig, abwegig oder unlogisch ist. Der Begriff wird verwendet, um Situationen, Handlungen oder Aussagen zu beschreiben, die so realitätsfern oder lächerlich sind, dass sie jeglicher Vernunft entbehren.
Wie absurd sich Menschen verhalten, konnte ich im Juni in Sharm diesmal auffällig häufig beobachten. Vorausgeschickt sei, dass der Juni noch nicht der wärmste Monat dort im Jahresverlauf ist. Mit 35° C ist das gut aushaltbar, das Meer hat 27° C, die großen Pools im Resort sind ähnlich temperiert.
Warum um alles in der Welt wählt man ein Reiseziel, das offensichtlich sämtlichen Wohlfühlparametern widerspricht? Ich habe noch nie so viele mit Regen/Sonnenschirmen bewährte Gäste im Resort gesehen oder mit weißer Ganzkörper – Sonnenschutzkleidung inklusive vermummtem Kopf apokalyptische Szenarien präsentierende Menschen kurz vor der Gehirnschmelze.
Was hätten diese im vergangenen August gemacht? Da überlebte ich am selben Ort 48° C ohne Schaden zu nehmen, man muss sich eben nur den Gegebenheiten angepasst verhalten und dem Körper zusätzlich Elektrolyte zukommen lassen.
Absurd ist auch das Verhalten der überwiegend russischsprachigen Gäste des Hotels, die die Lifeguards umfassend beschäftigen. Hauptsache eine billige China – Vollgesichtsmaske im Gesicht (was vom Resort deutlich missbilligt wird) aber nicht schwimmen können. Doggystyle, um sich über Wasser zu halten, ist fast schon ein formvollendeter Versuch im Hausriff zu überleben, das bereits ab dem Einstieg 8 – 10 Meter Wassertiefe aufweist.
Absurd ist das Verhalten der Schiffsführer von Tagesbooten der Tauchbasen und von Speedbooten des resorteigenen Entertainments, die nur wenige Meter von der deutlich gekennzeichneten Abtrennung der Bade- und Schnorchelzone des Resorts mit voller Geschwindigkeit vorbeiziehen, entsprechende starke Wellen produzierend. Denen ist es auch egal, dass Freitauchbojen mit sich vorbereitenden Apnoetauchern getroffen werden.
Absurd war meine fast in die Tat umgesetzte Idee, vom gebuchten Aufenthalt im Resort zurückzutreten, da der Apnoecoach, den ich bereits 2 Mal gebucht hatte, nicht mehr für die Freitauchbasis arbeitete. Insgesamt war alles nicht so einfach, ich kam erst Tage später in Sharm an, meine Buddy hatte schon einige Sessions mit der neuen Coach und Lehrerin erleben dürfen und heute bin ich sehr froh, dass ich keine Tür verschloss, sondern eine neue weit öffnen durfte.
Und absurd war die ignorante Idee eines russischen Pärchens, sich abends im Restaurant unseren Tisch zu klauen, um den Blick übers Meer und Sharm für sich zu haben. Unsere Getränke hatten sie beiseitegestellt, können weg, die Tasche meiner Buddy völlig ignoriert, während wir am Buffett unser Abendessen holten. Die beiden mussten deutlich beschleunigt werden. Suchten sich einen der vielen anderen freien Tische etwas entfernt von der Aussicht, luden ihn voll, aßen kaum was und hinterließen das leider gewohnte Bild, das russische Gäste vielfach hinterlassen……
Ich hoffe, Sie finden dieses Editorial nicht absurd…..
Ihr
Michael Goldschmidt
UWW / KI
