Apnoe: Deutsche Nationalmannschaft setzt bei der Hallen-Weltmeisterschaft in Novi Sad ein starkes Zeichen

Hannelore Becker (Master) – 3 × Gold, Masters-Europarekord mit 81 Jahren - herzliche Gratulation der Redaktion

Apnoe WM in Novi Sad
Mit Hannelore Becker (81) - zweite von links

Der Freitauchsport in Deutschland erlebt einen bemerkenswerten Aufschwung. Bei den CMAS Freediving Indoor World Championships 2026 im serbischen Novi Sad gewann die deutsche Apnoe-Nationalmannschaft des Verbandes Deutscher Sporttaucher (VDST) insgesamt 17 Medaillen – siebenmal Gold, viermal Silber und sechsmal Bronze. Hinzu kamen ein Weltrekord, ein Europarekord sowie mehrere deutsche Rekorde. Die Ergebnisse unterstreichen die erfolgreiche Entwicklung des deutschen Freitauchsports.

Apnoe WM in Novi Sad Besonders bemerkenswert: Das deutsche Team überzeugte über alle Altersklassen hinweg. Nachwuchs-, Senior- und Masters-Athletinnen und -Athleten trugen gleichermaßen zum Medaillenerfolg bei und demonstrierten die Breite des Leistungssports im VDST.

Weltrekord als Höhepunkt der Titelkämpfe

Für den sportlichen Höhepunkt sorgte Heike Schwerdtner. In der Disziplin Statik stellte sie mit einer Zeit von 9:39 Minuten einen neuen Weltrekord auf und sicherte sich die Goldmedaille.

Auch Josefine Fischer aus Leipzig zeigte sich sehr zufrieden mit ihren Ergebnissen:

„Nach einem schwierigen Start freue ich mich besonders, mit zwei deutschen Rekorden und Top-Ten-Platzierungen zu zeigen, wie stark sich der Freitauchsport in Deutschland entwickelt hat. Diese Weltmeisterschaft war für mich persönlich und für unser Team ein großer Erfolg“, sagt Josefine Fischer.

Erfolgreiche Mischung aus Erfahrung und Nachwuchs

Zu den erfolgreichsten Athletinnen der Weltmeisterschaft gehörte auch Hannelore Becker. Sie gewann dreimal Gold – in der Statik sowie in den Streckendisziplinen mit Mono- und Duo-Flossen. Dabei stellte sie im Streckentauchen mit Duo-Flossen zusätzlich einen Masters-Europarekord auf.

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass Freitauchen in Deutschland längst kein Nischensport mehr ist. Immer mehr Vereine investieren in Ausbildung und Wettkampfsport, und wir profitieren von einem starken Miteinander zwischen Nachwuchs, Seniors und Masters. Diese Entwicklung macht die Zukunft unseres Sports sehr spannend“, sagt Becker.

Auch die jüngeren Athletinnen und Athleten sorgten für starke Leistungen. Elisa Hölzer gewann Silber und Bronze und stellte einen deutschen Jugendrekord auf. Alwin Müller sicherte sich Silber und Bronze in den anspruchsvollen Speed-Disziplinen.

„Für meine Generation gibt es heute deutlich mehr Möglichkeiten, sich im Freitauchsport zu entwickeln als noch vor einigen Jahren. Die Unterstützung im Team und die professionelle Vorbereitung helfen enorm. Die WM-Medaillen sind für mich Motivation, diesen Weg weiterzugehen“, sagt Alwin Müller.

Erfolg basiert auf langfristiger Entwicklung

Die Ergebnisse von Novi Sad sind Ausdruck einer kontinuierlichen Entwicklung im deutschen Freitauchsport. Der VDST investiert seit Jahren in Ausbildung, Wettkampfstrukturen und Nachwuchsförderung. Das zeigt sich nicht nur in den internationalen Erfolgen, sondern auch in steigenden Teilnehmerzahlen bei nationalen Wettkämpfen und einer wachsenden Präsenz des Freitauchens innerhalb des Verbandes.

„Die Weltmeisterschaft hat eindrucksvoll gezeigt, wie breit der Freitauchsport in Deutschland inzwischen aufgestellt ist. Unsere Athletinnen und Athleten gewinnen Medaillen in allen Altersklassen und Disziplinen. Dieser Erfolg ist das Ergebnis jahrelanger Aufbauarbeit in den Vereinen, Landesverbänden und im Nationalteam“, sagt Werner Giove als Bundestrainer.

Medaillenbilanz Deutschland

  • 7 Goldmedaillen
  • 4 Silbermedaillen
  • 6 Bronzemedaillen
  • 1 Weltrekord
  • 1 Masters-Europarekord
  • mehrere deutsche Rekorde

Deutsche Medaillengewinnerinnen und Medaillengewinner

  • Heike Schwerdtner – Gold (Statik), Weltrekord
  • Elisa Hölzer (Junior)  – Silber, Bronze, deutscher Jugendrekord
  • Alwin Müller (Junior) – Silber, Bronze
  • Hannelore Becker (Master) – 3 × Gold, Masters-Europarekord
  • Cathrin Schröder (Master) – 2 × Gold, 1 × Silber
  • Axel Haase (Master) – Gold, deutscher Masters-Rekord
  • Edmund Uwe (Master) – Silber, 2 × Bronze, deutscher Masters-Rekord
  • Uwe Kiehl (Master) – 2 × Bronze, deutscher Masters-Rekord

 

 

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