Lieber Leserinnen und Leser,
die letzten Wochen hatten nicht das Potential, gute Nachrichten zu generieren, mit einer Ausnahme, doch dazu später.
Dass der in der Ostsee gestrandete Wal letztlich nicht gerettet werden konnte, ist für mich und viele andere kein überraschendes Ergebnis. In meinem Editorial vom April 2026 bin ich bereits zum damals aktuellen Zeitpunkt auf das Thema eingegangen und nun Timmy oder Hope. Nicht einmal auf einen Namen, wenn der Buckelwal überhaupt einen vermenschlichenden Namen braucht, konnte man sich einigen.
Hätte das Tier gerettet werden können? Ich könnte nach japanischer Art mit einem entschiedenen „Vielleicht“ antworten. Belegbar gute Chancen hatte er keine, typisch zögerliche Reaktionen der zuständigen Landespolitik zu einem Rettungsplan ebneten den Weg ins letztlich Unvermeidliche.
Die anschließenden Aktionen, Veröffentlichungen und Demonstrationen von Experten und Aktivisten entfachten daraufhin eine mittlerweile für Deutschland so typische Schlammschlacht, die lediglich die jeweiligen Interessen der daran beteiligten Gruppen und Einzelpersonen fern jeder Diskussionskultur auf der einen Seite wohlwollend überhöhten und auf der anderen Seite in den Dreck zogen. Bravo für alle medienwirksam peinlichen Auftritte der verschiedenen Einzelpersonen und Gruppierungen.
Da bleibt die Frage offen: Ging es letztlich wirklich um den Wal oder nur noch um das Ego der plötzlich im Rampenlicht Agierenden? Welchen Anteil haben die Medien schließlich an der völlig aus dem Ruder gelaufenen Gesamtsituation? Wer noch nicht zu den medienkontrolliert betreut Denkenden zählt, kann sich die Antwort sicher selbst geben. Unerträglich: In den sozialen Medien kursieren immer noch Meldungen, dass der Wal lebt und wo er gesichtet bzw. geortet worden sei. *
Szenenwechsel, Ortswechsel, schauen wir auf die Malediven. Fantastische Inseln, die leider immer mehr für Normalverdiener zu unerschwinglichen Luxusresorts umgebaut werden, traumhafte Strände, wunderbare Tauchgebiete. Zwei Ereignisse werfen gerade schwere Schatten auf den vom Tourismus zu nahezu 100% abhängigen Staat.
Das erste Ereignis ist vielleicht nicht so aufwühlend und spektakulär, macht aber mehr als nachdenklich, geht es darum, einen weltweit operierenden Betreiber von Tauchsafaribooten auf die Finger zu schauen. Parallelen zu nun zwei Vorfällen, wirklich nur Zufall oder Refinanzierung über die Versicherung?
Im Hafen von Port Ghalib / Ägypten brennt am 13. März 2026 die legendäre Tauchyacht seven7seas lichterloh und findet ihr schauriges Ende auf dem Grund des Hafens. Es befanden sich keine Gäste an Bord. Erst 9 Monate zuvor hatte Emperor das höchstwertig ausgestattete Schiff gekauft. Man kann nur annehmen, dass der Besitzwechsel die bis dahin 100% Buchungsquote dramatisch einbrechen ließ. Da schleicht sich das Gefühl ein, dass ein Feuerchen die Kosten des Kaufs refinanzieren könnte. Beispiele dafür gibt es in Ägypten einige.
Am 9. Mai 2026 brennt die Emperor Etexplorer am Ankerplatz im Hafen von Male beeindruckend umfassen vom Heck bis zum Bug. Zuvor waren die Gäste bei den ersten Anzeichen eines Brandes evakuiert worden, auf ein daneben ankerndes Safariboot.
Jeder Seemann weiß, der Brand auf einem Schiff ist eine außerordentlich große Gefahr. Und weil das jeder weiß, ist es auch nicht sonderlich schwer, diesen Umstand auszunutzen, durch ein Feuer eindrucksvoll zu beweisen, wie fatal ein Brand schließlich ist. Tja, nun sollte die Emperor Explorer ohnehin Ende Mai aus dem Verkehr gezogen werden, denn die Nachfolgeyacht Explorer 2 war fertig und ab Juni 2026 aktiv. Wohin nun mit der „alten“ Explorer? Entsorgung in die Ersatzpflichttonne der Versicherung? Natürlich alles nur Spekulation.
Die schlimmste Meldung von den Malediven ist der Tod von 5 Taucherinnen und Tauchern aus Italien in den bis dahin medial völlig unbekannten Unterwasserhöhlen im Vaavu – Atoll (Alimathaa-Höhle). Ein weiterer Taucher, Mohamed Mahudhee von der Maledivischen Nationalen Verteidigungsstreitkraft, starb nach einem Bergungstauchgang im Hospital auf Male vermutlich an den Symptomen eines schweren Dekompressionsunfalls. Er war nach Meldungen der New York Post nicht im Höhlentauchen ausgebildet.
Diese drei Unterwasserhöhlen, mit engen Kanälen miteinander verbunden, liegen beim Einstieg auf 50 Meter Wassertiefe und führen bis 60 Meter hinab. Um hier überhaupt den allgemein gültigen Sicherheitsstandards entsprechend zu tauchen, muss eine umfassende Ausbildung für das Höhlentauchen vorausgesetzt werden sowie der Einsatz von Kreislaufgeräten zuzüglich je Taucher Flaschen mit Bailout- und Dekompressionsgasen.
Es gibt bis jetzt weder die Bestätigung über eine Höhlentauchausbildung der zu Tode gekommenen Taucherinnen und Taucher, noch einen Hinweis auf ihr Equipment. Augenblicklich muss sogar davon ausgegangen werden, dass sie mit ganz normaler Pressluft ihre Unternehmung durchzuführen planten. Wir schreiben das Jahr 2026 und ich frage mich, wie kann das passieren, da muss schon im Ansatz so vieles unprofessionell angegangen worden sein und warum ignoriert man zum Zeitpunkt des Abtauchens, die schwierige Wetterlage und entsprechende Wasserverhältnisse?
Ein Lichtblick ist wenigstens, dass die seit einigen Jahren entfachte Klimahysterie, die es eigentlich nie hätte geben dürfen, von den Verursachern zurückgerufen wurde. Es waren von der UNO beauftrage „Experten“, die Modelle entwickelten, die heute nicht mehr haltbar sind, weil schlicht falsch.
Wer die – wie Dr. Ferdinand Wegscheider sie immer nennt – Klimaverkochung mit Hilfe eigener noch freier Gedanken als Riesenschwindel ansah und dafür gemobbt wurde, ist rehabilitiert, auch wenn die Macher der Massenmedien gehirngewaschen alles daransetzen, alles zu relativieren, nur um nicht wieder Schaden zu nehmen, wie beim Thema Corona.
Mit nachdenklichen Grüßen, Ihr
Michael Goldschmidt
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Beim toten Buckelwal vor Dänemark handelt es sich laut der dänischen Umweltschutzbehörde um Timmy. Wie die dänische Nachrichtenagentur Ritzau berichtet, hat die Behörde das Tier identifiziert.
„Es kann nun bestätigt werden, dass es sich bei dem gestrandeten Buckelwal bei Anholt um denselben Wal handelt, der zuvor in Deutschland gestrandet war und gerettet werden sollte“, zitiert der TV-Sender TV2 Østjylland eine schriftlichen Antwort von Jane Hansen, der Abteilungsleiterin der Behörde.
