Seit dem Start des „ocean tribute“ Awards 2017 ziehen die Deutsche Meeresstiftung und die boot Düsseldorf an einem Strang: Sie wollen Menschen, Projekte und Initiativen unterstützen, die sich mit Herzblut für den Schutz unserer Meere einsetzen. Jury und Öffentlichkeit (im Public Voting) haben sich im Dezember 2025 gemeinsam für einen Gewinner entschieden.
Aus den nominierten fünf Projekten ist die One Ocean Planet Foundation als Sieger der diesjährigen Ausschreibung hervorgegangen. Vor allem die bildungsorientierte internationale Ausrichtung der spanischen Meeresschützer begeisterte im Abstimmungsverfahren.
Am Dienstag, 20. Januar, erhielt Dominique Lesser stellvertretend für alle Mitarbeiter der One Ocean Planet Foundation den diesjährigen „ocean tribute“ Award aus den Händen des Düsseldorfer Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller in Anwesenheit von Frank Schweikert, Vorstand der Deutschen Meeresstiftung. Die Laudatio auf die Gewinner hielt die deutsche Freiwasserschwimmerin und Jurymitglied Leonie Beck. Marius Berlemann, Chief Operating Office der Messe Düsseldorf, überreichte Dominique Lesser einen Scheck, ausgestellt über die Siegerprämie von 20.000 €. Den festlichen Rahmen der Awardverleihung bildete der historische Plenarsaal des Düsseldorfer Rathauses.
Das Bildungsprojekt von One Ocean Planet aus Spanien ist ein weltweites Programm, bei dem Kindern und Jugendlichen im Meeres- und Klimaschutz eine zentrale Rolle zukommt. Die internationale Kampagne „The Power is in Us“ inspiriert Schüler und Studierende, sich selbst als Teil der Lösung zu betrachten. Dafür stehen drei miteinander vernetzte Initiativen: Die „University Challenge“ bindet Master-Studierende in echte Problemlösungen mit ein. Das Projekt „Generation Blue“ kombiniert projektbasiertes Lernen mit Carlos Duartes „Ocean Wedges“ sowie den „Planetary Boundaries“. Hinzu kommen die „Hero Kids“, eine Jugendbewegung für frühes Handeln. Gemeinsam mit dem Partner „10 Percent for the Ocean“ wird der eindringliche Dokumentarfilm „Ozean mit David Attenborough“ gezeigt und damit an Schulen und Gemeinden das Bewusstsein dafür gestärkt, warum die Abwendung des Klimawandels in den Meeren beginnen muss. Denn die Zukunft ist blau — und sie beginnt in unseren Klassenzimmern.
Über Dominique Lesser: Die begeisterte Pädagogin setzt sich seit über zehn Jahren leidenschaftlich für transformative Schulprogramme ein, in denen Bildung zu einem Instrument für sozialen und ökologischen Wandel wird. Als Gründerin von Initiativen, die Schulgemeinschaften mit dem Schutz der Ozeane verbinden, befähigt sie Schüler, Lehrer und Familien, ihre Rolle in der Klimakrise zu verstehen und sinnvolle Maßnahmen zu ergreifen.
Ihr Ansatz basiert auf drei Säulen: bewusste Bildung, Schutz der Ozeane und Aufbau von Gemeinschaften, die echte Lösungen von der lokalen bis zur globalen Ebene bieten. Lesser ist davon überzeugt, dass das Klassenzimmer keine Wände hat – und dass Veränderung mit einem tiefen Zugehörigkeitsgefühl zur Natur beginnt.
Lesser äußerte sich bei der Übergabe des Awards überglücklich über den Bekanntheitsgrad und die Akzeptanz, die sie durch ihre Bewerbung und nun den Gewinn der Ausschreibung erreicht haben. Die gewonnene Preissumme wird One Ocean Planet in die Beschaffung weiterer Materialien und Medien zur Information und Einbindung junger Menschen investieren.
Während der Veranstaltung wurden auch die anderen Nominierten dem Publikum vorgestellt. Auch diese entwickeln mit ihrem Engagement für den Meeresschutz vorbildliche Konzepte.
Folgende Projekte waren ebenfalls für das Public Voting nominiert:
Iberian Orca Guardians / Spanien
Die Iberian Orca Guardians setzen sich mit der Kampagne „Save The Iberian Orca“ für den Schutz einer der seltensten Orca-Populationen Europas ein. Die Pop-Ikone Sarah Connor und der Tierschützer Janek Andre sind Gründer des Projekts. Nur noch rund 35 Individuen leben in den Gewässern der Straße von Gibraltar und vor der Iberischen Halbinsel. Bedroht sind sie durch Schiffsverkehr, illegale Fischerei, menschlichen Aggressionen und invasive Forschung. Die Idee: Aufklärung, Patrouillen auf See und nicht-invasive Forschung. Dabei fördert die Kampagne aktiv die Koexistenz von Orcas und Menschen und baut Brücken zur Segler-Community, die im selben Lebensraum unterwegs ist. Mit Dokumentation, internationaler Medienarbeit und Bildungsprojekten schaffen die Iberian Orca Guardians Bewusstsein für die kritische Lage der Tiere. Das Ziel ist es, den Schutz der Iberischen Orcas langfristig zu sichern und sie als Teil des Natur- und Kulturerbes Europas zu bewahren.
Marinecultures.org / Schweiz/Sansibar
Die Ozeane stehen unter massivem Druck: Klimawandel, Überfischung und Verschmutzung bedrohen Korallenriffe – Hotspots der Biodiversität. Intakte Riffe sichern Nahrung, Küstenschutz und Lebensräume. Ihr Erhalt ist entscheidend für Mensch und Meer. Seit 2008 betreibt marinecultures.org Korallenfarmen in Sansibar und am tansanischen Festland. Pro Farm pflegen die Mitarbeiter 40 Korallentische und pflanzen jährlich bis zu 10.000 Korallen pro Farm an degradierte Riffe. Diese Wiederbelebung schafft Artenvielfalt und neue Lebensräume für Fische, langfristig steigt dadurch die Fischpopulation. Ergänzend entwickeln Marinecultures.org mit Partnern das innovative Projekt der Larval Propagation – die sexuelle Vermehrung von Korallen – um genetisch vielfältigere und widerstandsfähigere Riffe zu fördern. Parallel wurde zudem die nachhaltige Schwammzucht als ökologisch schonende Aquakultur etabliert. Schwämme reinigen das Meerwasser, verbessern so die Riffgesundheit und sichern Frauenkooperativen ein stabiles Einkommen. Damit verbinden die Schwammfarmen ökologische Wirkung mit sozialer Stärkung und bieten eine nachhaltige Alternative zur Fischerei.
One Ocean Planet Foundation / Spanien
Das Bildungsprojekt von One Ocean Planet ist ein weltweites Programm, bei dem Kindern und Jugendlichen im Meeres- und Klimaschutz eine zentrale Rolle zukommt. Die weltweite Kampagne „The Power is in Us“ inspiriert Schüler und Studierende, sich selbst als Teil der Lösung zu betrachten. Dafür stehen drei miteinander vernetzte Initiativen: Die „University Challenge“ bindet Master-Studierende in echte Problemlösungen mit ein. Das Projekt „Generation Blue“ kombiniert projektbasiertes Lernen mit Carlos Duartes „Ocean Wedges“ und „Planetary Boundaries“ sowie Impulsen für mehr Hilfsbereitschaft. Hinzu kommen die „Hero Kids“, eine Jugendbewegung für frühes Handeln. Gemeinsam mit dem Partner „10 Percent for the Ocean“ wird der eindringliche Dokumentarfilm „Ozean mit David Attenborough“ gezeigt und damit an Schulen und Gemeinden das Bewusstsein dafür gestärkt, warum die Abwendung des Klimawandels in den Meeren beginnen muss. Denn die Zukunft ist blau — und sie beginnt in unseren Klassenzimmern.
Sailing Insieme / F2 Eco / Österreich
F2 Eco ist die konsequent umweltverträgliche Antifouling-Alternative: eine extrem harte, glatte Beschichtung, die Bewuchsbildung hemmt und sich bei Bedarf einfach mechanisch reinigen lässt – ohne Gift in die Umwelt zu geben. F2 Eco enthält keine Biozide, kein Silikon, keine PFAS/PTFE, keine VOC und keine sonstigen Toxine. Keine Auswaschungen, kein jährliches Nachstreichen: Ein Auftrag schützt mindestens fünf Jahre und reduziert Material- und Arbeitsaufwand deutlich. FS Eco ist optisch hochwertig und zusätzlich als Osmose- und Propellerschutz einsetzbar und eignet sich für GFK, Aluminium, Stahl und Holz; Mit dem Einsatz sinken Schadstoffeinträge und Mikroplastik in Häfen, Revieren und Binnengewässern.
Turtle Foundation / Kap Verde
Auf der kapverdischen Insel Boa Vista schützt die Foundation die vom Aussterben bedrohte Unechte Karettschildkröte, deren Niststrände zu den wichtigsten weltweit gehören. Lokale Ranger und internationale Freiwillige schützen die Muttertiere während der Eiablage vor Wilderei. Parallel reinigen die Teammitglieder die Strände von Plastikmüll, der in der Upcycling-Initiative LixoLimpo zu nachhaltigen Produkten verarbeitet wird. Bildungsprogramme, Workshops und insbesondere Schwimmkurse für Kinder fördern Umweltbewusstsein: Indem Kinder Vertrauen ins Meer gewinnen, entwickeln sie eine persönliche Verbindung und ein Verantwortungsgefühl für die Ozeane. Durch die Einbindung von Schulen, Freiwilligen und Partnerorganisationen entsteht ein Netzwerk, das Wissen weiterträgt, Engagement anregt und langfristig eine spürbare Wirkung auf die Küstenökosysteme entfaltet. So verbindet das Projekt Artenschutz, Bildung und Gemeinschaft und macht die Bedeutung gesunder Ozeane für Menschen und Natur unmittelbar erfahrbar.
Tania Vellen / Messe boot
Christos Sakellaropoulos
