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VDST: Gewässerretter rufen zum gemeinsamen Müll sammeln auf

Copyright: NABU/ Felix Paulin

Gemeinsam mit dem NABU (Naturschutzbund Deutschland) und drei großen deutschen Wassersportverbänden startet der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) in die neue Gewässerretter-Saison und ruft alle zum Mitmachen auf. In diesem Jahr werden erstmalig Preise für besonderes Engagement und Kreativität verliehen.

Neben dem Deutschen Kanu-Verband (DKV), dem Deutschen Segler-Verband (DSV) und dem NABU freut sich der VDST in diesem Jahr auch den Deutschen Ruderverband (DRV) als Partner für die Allianz Gewässerretter zu gewinnen. Gemeinsam setzen sich die Organisationen für saubere Meere, Flüsse und Seen ein. Durch die Corona-Pandemie beginnt diesen Sommer eine besondere ‚Aufräum-Saison‘. Dazu die Gewässerretter-Verbände: „Die globale Corona-Pandemie hat unsere Welt auf den Kopf gestellt und die mediale und politische Aufmerksamkeit verschoben. Doch nach wie vor stecken wir mitten in einer großen Umweltkrise. Die zunehmende Vermüllung unserer Meere, Flüsse und Seen stellt eine Bedrohung für Mensch, Tier und Umwelt dar. Diese Saison stellt Covid-19 auch die Gewässerretter vor besondere Herausforderungen. Mit der richtigen Prävention spricht aber nichts gegen unsere jährliche Aufräumaktion. Die Natur braucht unseren Einsatz und deshalb rufen wir auch in diesem Jahr alle Naturschützer*innen und Wassersportler*innen zum Müll sammeln auf. Jeder Beitrag hilft dabei, unsere Gewässer ein Stückchen gesünder und sauberer zu machen. “

Zwar sind Freizeit- und Wassersportaktivitäten wieder erlaubt, doch gelten auch hier die länderspezifischen Verhaltensregeln nach dem Covid-19-Lockdown. Neben den bekannten Tipps zum Müllsammeln informieren die Gewässerretter daher auf ihrer Website auch, welche Regeln jetzt beim Müllsammeln im Einsatz für die Natur erforderlich sind – von Maskenpflicht bis Abstand halten.

Und noch etwas ist neu. Gemeinsam suchen NABU, DKV, DRV, DSV und VDST die Gewässerretter des Jahres: „Natur- und Gewässerschutz in der Gruppe soll Spaß machen und auch belohnt werden. Wir suchen in diesem Jahr erstmals die Gewässerretter des Jahres in unterschiedlichen Kategorien. Neben dem Anreiz möglichst viel Müll zu sammeln spielen auch Kreativität und Zufall eine Rolle. Wer mitmacht, kann dreimal 333 Euro gewinnen, in den Rubriken Masse, Wow-Effekt und Kreativität.“

Höhepunkt der diesjährigen Saison ist der „Coastal Cleanup-Day“ am 19. September. Viele der Aufräumaktionen beteiligen sich am Citizen-Science-Ansatz der Gewässerretter. Die freiwilligen Helfer*innen protokollieren, zählen und wiegen den gesammelten Müll und liefern die Zahlen an eine vom NABU geführte Datenbank. Die Ergebnisse helfen, die Herkunft der Abfälle zu verstehen und Maßnahmen zur Müllvermeidung zu entwickeln. Interessant dabei, erst im Juni kündigte die Bunderegierung die Einführung des sogenannten Einwegplastik-Verbots an. Jetzt wird sich zeigen, ob mittelfristig die Zahlen von Einweggeschirr, Fast-Food-Verpackungen oder Strohhalmen zurückgehen. Denn einig sind sich die Gewässerretter und ihre 1,1 Millionen Mitglieder auch darin: Müll aufsammeln ist nur die zweitbeste Lösung. Wichtiger ist es, Abfälle zu vermeiden, wertvolle Ressourcen zu schonen und intelligente Mehrwegsysteme zu etablieren.

 

Hintergrund

NABU, DSV, DKV, DRV und VDST engagieren sich seit Jahren für den Schutz der Gewässer. Die gemeinsame Webseite der Verbände www.gewaesserretter.de ergänzt das bestehende Informationsangebot. Hier können Müllfunde gemeldet und Reinigungsaktionen geteilt und beworben werden. Ab sofort finden sich hier auch zusätzliche Verhaltensregeln und die Informationen zum Wettbewerb ‚Gewässerretter des Jahres‘.

 

 Natascha Heinemann

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