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Mares Flossen Wave im Test von UnterWasserWelt

Mares Flossen Wave im Test

Die Mares Flossen Wave im Test. Tauchen Magazin Unterwasserwelt.

Ins Produktjahr 2010 brachte Mares zwei neuen Geräteflossen heraus. Den Hightech – Antrieb X-Stream haben wir schon vorgestellt, fehlt noch das nicht minder futuristische Einstiegsmodell, die Mares Flossen WAVE. Während die X-Stream im Vergleich für einen 8 – Zylinder Dieselantrieb mit großem Hubraum steht, kann man die WAVE mit einem 4 – Zylinder Turbotriebwerk vergleichen. UnterWasserWelt kam ins Staunen.

Beim Begriff „Einstiegsmodell“ bin ich genauso ratlos in der klaren Bedeutungsfindung, wie etwa bei einer „Übergangsjacke“. Soll nun das Einstiegsmodell das langsame Hocharbeiten eines Kunden in der jeweiligen Produktgruppe seines Lieblingsherstellers meinen (bis man sich irgendwann einmal die Highendversion im Programm leisten kann) oder ist der Tauchanfänger als Zielgruppe gemeint, der zu Beginn billig und mit minderer Leistung abgespeist wird?
Egal, wer auf den Geldbeutel schaut und hohe Ansprüche, die man ja auch als Taucheleve haben darf, mit erstaunlicher Leistung in Deckung bringen möchte, kommt an der WAVE nicht ohne weiteres vorbei. Mares hat selbst in der unteren Preisgruppe an den Hightech – Hebeln gezogen und präsentiert zu einem unverbindlichen Verkaufspreis von 69,00 Euro einen Taucherantrieb, den ich blind verkostet deutlich höher ausgepreist erwartet hätte.
In der Wave werden drei verschiedene Kunststoffe eingesetzt, gekennzeichnet durch unterschiedliche Härtegrade und Elastizität. Das Fußteil ist dort angenehm weich ausgestaltet, wo besonderer Tragekomfort zum Ausdruck kommen soll, das Flossenblatt wird von formstabilen Stegen geführt, das Blatt selber ist so flexibel, dass ein hoch effektiver Kanaleffekt erzeugt wird. Dieses Superchannel – Prinzip erzeugt großen Schub mit verhältnismäßig geringem Aufwand.
Auch die Wave ist mit den bekannten ABS – Schnallen am Fersenband bestückt, die ähnlich funktionieren wie Schnallen an modernen Skistiefeln. An der Wave muss das Fersenband nur einmal auf die individuelle Größe angepasst werden, sind die Schnallen beidseitig geschlossen, sitzt alles perfekt.
Und wer sich eine so günstige Flosse leistet, dem bleibt auch noch Geld für einen Flug in wärmere Gefilde übrig, mit nur 1000 Gramm macht sich die Wave im Gepäck besonders leicht.
Erfreulich ist die Farbauswahl, in der die Flosse im modernen Design angeboten wird, auch in einer she-dives Version.

Praxis

Die Leichtigkeit der Wave ist der eine erste Eindruck, das angenehme Gefühl am Fuß der andere. Das komfortabel gestaltete Fußteil schmiegt sich an den Füßling, ohne Druck spürbar werden zu lassen.
Normaler Flossenschlag und Frogkick beantwortet die Wave mit spontanem Vortrieb ohne Power geben zu müssen. Darfs ein wenig schneller sein, dann fühlt man einen kleinen Kick vom Flossenblatt, wenn es sich weiter abwinkelt und von den seitlichen Führungen wieder in die Ausgangslage zurückgezogen wird. Die Waden werden keiner kritischen Belastung ausgesetzt, die Krämpfe auslösen. Die Wave hinterlässt einen guten Eindruck, der die Frage offen lässt, wo man bei Mares gespart haben mag, um diesen Taucherantrieb so günstig anbieten zu können.

Fazit

Es muss nicht immer hochpreisiges Equipment sein, das beeindruckt. Mit der Wave bedient Mares Kunden, die genau rechnen und dennoch nicht „billig“ kaufen wollen. Die Zielgruppe kann man quer durch die Tauchsportszene angesiedelt sehen, Damen und Kids freuen sich über das geringe Gewicht, wie auch Vielflieger. Und selbst untrainierte Gelegenheitstaucher kommen mit der Wave bestens zurecht, dank fehlendem „Krampfpotential“.

Fakten

Hersteller: Mares
Typ: Wave, Geräteflosse
Funktionsprinzip: Starker Kanaleffekt durch breiten „Superchannel“
Material: Thermoplastgummi, Technopolymere
Flossenblatt (Gr. R): Länge: 42 cm, Schubfläche: 800 cm2
Schnallen: ABS Plus System (patentiert)
Größen: S, R, XL
Farben: gelb, blau, rot, blau-grau „she dives“, schwarz
Empf. VK-Preis: € 69,00

www.mares.com

Beitrag erstellt 8.2010

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