Website-Icon Das Tauchen Magazin

Editorial Januar 2020…. atemlos

Liebe Leserinnen und Leser,

das ist der dritte Ansatz für mein Editorial zum Januar 2020.

Das heißt, es gab doch so viele neue erlebte Themen, dass nichts aus der 2019 Schublade mit dem Label „kindischer Inhalte“ herausgekramt werden musste. Wie es ohnehin aussieht, regelt sich das ganz von selbst, vermutlich aber eher nicht im Sinn der Teilnehmer in einer aktuell gerade leicht gespaltenen Tauchgemeinschaft mit unnötig getrennter Präsentation im Januar.

Sie können mit diesem Absatz nichts anfangen? Das ist kryptisch? Da hat vielleicht das Marketing eines Messeveranstalters kläglich versagt. Und hier werden wir auch nicht kostenlos tätig, das nachzubessern.

Viel wichtiger sind zwei echte Herzensthemen. Mein Fabel fürs Freitauchen hat mich bereits 2011 zur ersten Ausbildung geführt, 2013 kam die nächste Stufe dazu. Wie das Leben so spielt, gehen Buddys verloren, besonders schwierig ist es aber, wenn es die seltenen Freitauchbuddys sind. Und so ruhte die Liebe, auch ohne Doppelgerät, mit Mischgas oder Nitrox abzutauchen, in der Schublade „wartete auf Aktivität“. Und das Thema Freitauchen, neue Erfahrungen zu machen, zu vergleichen, was sich seit 2013 alles im Ausbildungsbereich veränderte, brannte unter den Fingernägeln.

Neu im Redaktionsteam für Apnoethemen ist Petra Ney. Sie ist engagierte Frei- und Gerätetaucherin. Die Workshops, die sie bei Umberto Pelizzari, Mike Maric, Tom Sietas, Andrea Zuccari und Werner Giove absolvierte, haben ihre Freitaucherlebnisse in allen Details optimiert. Und dann – ganz aktuell – die Ausbildung zum Freedive – Instructor beim Verband IAC. Die Gelegenheit, das, als für das Thema sensibilisierter Journalist, zu begleiten, habe ich sofort aufgegriffen. Die Idee von Werner Giove, den Lehrgang aktiv zu begleiten mit Abschluss – Option als Freedive – Instructor nach dem Bestehen aller Ausbildungspunkte berührte mich sehr, aber meine Druckausgleichsprobleme hätte ich vorher erst in den Griff bekommen müssen, so dass ich nur bei den Statik- und Streckentauchproben im Wasser war.

Ich lernte großartige Lehrgangsteilnehmer kennen, jede/r inspirierte mich, weiterzumachen, für mich, und der Funke sprang über. Werner Giove war daran auch nicht ganz unschuldig.

Auf jeden Fall hat mich die Begleitung dieses Lehrgangs wieder mit dem aktiven Freitauchen stärker verbunden und redaktionsintern gibt es jetzt da auch eine ausbildende Buddy, die mir nun das vermittelt, was 2013 noch kein Thema war. Die Story dazu gibt es bald im Magazin zu lesen.

Neu im Redaktionsteam ist auch Sabine Kerkau. Technischen Tauchern ist Sabine mit ihren Wracktauchreportagen jenseits sporttauchlicher Tiefen schon lange ein Begriff. Ich freue mich sehr, dass Sabine nun zu unserem Redaktionsteam gehört. UnterWasserWelt hat von Anbeginn ein weites Spektrum an Themen publiziert, die alle erreichen sollen, dürfen, die mit einer Tauchmaske vor den Augen und egal, ob was auf dem Rücken ist, an den Seiten des Body, einfach nur unter die Wasseroberfläche schauen wollen.

Willkommen Petra und Sabine. Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit und alle eure Reportagen, die in UnterWasserWelt veröffentlicht werden.

Und da war brandaktuell noch etwas. In Ägypten brach ein Vulkan aus, der Dollarzeichen im Rauch ausspuckte. Gleichsam von heute auf morgen wollte der ägyptische Staat eine Geldmelkmaschine an Schnorchler, Taucher und Tauchboote anschließen, um täglich im Minimum $ 12,00 pro Schnorchler und Taucher abzudrücken, die von einem Boot aus im Roten Meer tauchen. In einer beispiellosen gemeinsamen Aktion traten die davon betroffenen Tauchbasen und Tauchcenter in einen zweitägigen Streik. Es gab keine Bootsausfahren mehr. Davon war selbst die dafür verantwortliche ägyptische Entscheidungsebene beeindruckt, so dass die drastische Sondergebühr zurückgenommen wurde. Hier muss ich noch hinzufügen, dass das Thema auch im deutschsprachigen Raum so glühend heiß diskutiert wurde, dass die redaktionelle Veröffentlichung in unserem Magazin sämtliche high scores in 20 Jahren des Bestehens um ein Dreifaches übertraf. Dieser Rückhalt, diese Aufmerksamkeit hat sicher dazu beigetragen, dass das nun vorliegende Ergebnis ausgehandelt werden konnte.

Jetzt wünsche ich Ihnen ein ganz wunderbares, erlebnisreiches und gesundes Jahr 2020,

Ihr

Michael Goldschmidt

Die mobile Version verlassen