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Brandneu in Europa: Der Film AVATAR 2 und der US Freitauch – Ausbildungsverband PFI mit Kirk Krack an dessen Spitze

Kirk Krack PFI Avatar

Director James Cameron on set of 20th Century Studios' AVATAR 2. Photo by Mark Fellman. © 2021 20th Century Studios. All Rights Reserved

Aktuell kommt AVATAR 2, „Der Weg des Wassers“, weltweit in die Kinos. Regisseur und Drehbuchautor James Cameron hat viele Szenen unter Wasser angelegt, was für die Schauspieler eine besondere Herausforderung darstellt. Sie müssen dafür trainiert und ausgebildet werden, freitauchend zu agieren. Dafür holte sich der Kanadier Cameron den Kanadier Kirk Krack ins Team, den Gründer des US Freitauch – Ausbildungsverband PFI – Performance Freediving International.

Seit neuestem hat SDI / TDI auch das Angebot für Freitauchausbildung im Angebot und deckt damit alle Bereiche taucherischer Aktivitäten, vom Sporttauchen, technischem Tauchen, Berufstauchen und Freitauchen ab. Kirk Krack, Jahrgang 1968, gründete im Jahr 2000 den US Freitauchverband PFI und steht dem Verband seit dieser Zeit als Präsident vor.

Kirk Krack – Foto privat

Parallel betreibt Kirk Krack die Performance Freediving Academy, die eine Vielzahl von Apnoekursen anbietet, für die er aber auch als UW-Kameramann tätig ist. Und immer wieder ist das Training von Schauspielern für ihre UW-Szenen angesagt. Tom Cruise und Rebecca Ferguson mussten 2015 für „Mission Impossible“ fit gemacht werden, später Margot Robbie und ihr Stuntdouble, zuletzt die Darsteller für AVATAR 2.

Irgendwie typisch ist der Weg des PFI Präsident Kirk Krack vom Gerätetaucher, der mit Mischgas Tiefen von bis zu 168 Metern aufsuchte, über viele Jahre auch in diesem Bereich ausbildete, mehr als 10.000 Logbucheinträge vorweisen kann und dann schließlich beim Freitauchen ankommt. Das ist international kein Einzelfall. Anna von Boetticher ist hier für uns das beste Beispiel.

Freitauchend stehen -115 Meter als größte Tiefenmarke in den Unterlagen des PFI Präsident, der ab dem Jahr 2000 als Coach 7 Freitaucher zu 23 Weltrekorden führte. Das alles nur als ganz kleiner  Einblick in den Hintergrund von Kirk Krack, was ihn ins Team von AVATAR 2 brachte und SDI / TDI als Partner begeistert.

Dass lange Apnoe – Unterwasserszenen bei AVATAR 2 den bleibenden Eindruck bei Filmkritikern hinterlassen, zeigt z.B. das Feedback der SZ  – Süddeutsche Zeitung – sie titelt im Feuilleton: „Bitte tief Luft holen“. Im Untertitel: „Fürs Drehbuch blieb wohl keine Zeit mehr. (SZ Nr. 288, 14.12.22)

So gesehen hat Kirk Krack mit PFI wohl alles richtig gemacht. Allein aus diesem Grund wäre es für leidenschaftliche Freitaucher und jene, die es werden wollen, ein Kinotipp. Auch wenn unglaublich viele Szenen intensivste digitale Unterstützung erforderten, die Leistungen der Darsteller und schließlich auch ihres Coach werden dadurch nicht geschmälert.

AVATAR 2 ist also aktuell am Start, wann PFI mit ersten Ausbildungen in Europa, im deutschsprachigen Raum starten kann, ist verständlicherweise noch offen. Es setzt natürlich voraus, dass entsprechende Ausbildungsunterlagen aus dem Englischen übersetzt zur Verfügung stehen, in Europa geltende und grundlegende Ausbildungsdetails mit den Vorgaben des PFI harmonisiert und schließlich auch Ausbilder und deren Trainer zertifiziert werden. Unterm Strich ist es für die Entwicklung der Freitauchszene weltweit ein positives Zeichen, dass sich SDI / TDI dafür entschied, sich auch für das Apnoetauchen zu öffnen.

SDI / TDI / PFI

Michael Goldschmidt
Siehe Bildbeschriftung

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