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© UWW  Im  Lupenkreis der Park des Sultanspalast

UWW 10.07

© UWW  Male Luftaufnahme

© UWW Annäherung mit dem Dhoni

© UWW  Präsidentenpalast

© UWW  Die Haupteinkaufsstraße

© UWW  Handelshafen

© UWW  Fischmarkt

Nun hat es auch das abgelegene Urlaubsparadies im Indischen Ozean erwischt, eine ferngezündete Bombe kündete in der Hauptstadt Male vom Ende einer bis dahin von politisch / religiösen Extremhandlungen verschonten Inselwelt.

Während es geographisch unweit auf Sri Lanka seit Jahrzehnten Kämpfe zwischen verschiedenen Interessengruppen gibt, hatten sich die Malediven unter dem „sanften“ Druck eines diktatorisch herrschenden Präsidenten als friedlich ins Gedächtnis von Reiseveranstaltern und Gästen eingeschlichen. Lediglich der Tsunami streifte vor ein paar Jahren die Atolle, legte für einen Tag den Flugplatz lahm und machte etwa ein Dutzend Inseln vorübergehend unbewohnbar.
Nun aber die Bombe, die am Samstag den 29. September 07 einen Traum vorläufig beendete.
Gerätselt wird über den Hintergrund des Anschlags, der im Park des Sultanspalastes, unweit der großen Moschee mit ihrer weithin strahlenden goldenen Kuppel ausschließlich Touristen aus England, Japan und China traf. Alle 12 überlebten mehr oder weniger stark verletzt.
Vermuten kann man vieles, solange sich keine hinter dem Anschlag stehende Gruppe öffentlich selbst bezichtigt und ihr Ziel zu erkennen gibt.
Es gäbe genügend Ansatzpunkte für Spekulationen. Eher unwahrscheinlich erscheint auf den ersten Blick ein islamistischer Hintergrund. Die Malediven zählen mit 99% zum Islam zählender Bewohner zu einem der wenigen Länder weltweit, in denen die Staatsreligion so absolut vertreten ist. Deutliche fundamentalistische Machtansprüche sind nicht erkennbar.
Politische Ziele gewisser Gruppierungen könnte man eher vermuten. Wobei man das Wort Politik nach unserem Verständnis nicht unbedingt so deuten sollte. Sagen wir es einmal so, Internationale Kenner der Region wissen um die Jahrzehnte alte, nahezu traditionelle Nähe der absoluten politischen Führung zu gewissen, weltweit agierenden Organisationen, deren Strukturen nicht zwingend im öffentlichen Leben verwurzelt sind, eher im Schatten operieren und für Aktionen und finanzielle Transaktionen abgelegene, mittels finanzieller Anreize steuerbare Staatsgebilde im Focus haben.
Vielleicht war es „nur“ ein Warnschuss, weil Veränderungen im Hintergrund den externen Gruppen missfielen. Ob es ein Zufall war, dass ausschließlich Touristen getroffen wurden, oder erklärte Absicht, lässt sich noch nicht mit Sicherheit sagen. Es gäbe auf Male für einen Anschlag durchaus kritischere Ziele, die aber mit Sicherheit auch die einheimische Bevölkerung mit ins Unglück gerissen hätte.
Es ist unserer Einschätzung nach nicht damit zu rechnen, dass sich in absehbarer Zeit auf den Malediven ein ähnlicher Vorfall wiederholen könnte, doch solange die wirklich wahren Hintergründe der Öffentlich präsentiert werden, bleibt dies eine Vermutung.
Da der Tourismus die absolut staatstragende Einnahmequelle des Landes darstellt, ist zu erwarten, dass man im Präsidentenpalast hektisch darum bemüht ist, die Sicherheit aller Gäste zu garantieren. Betrachtet man die unglaubliche soziale Entwicklung des Landes, das innerhalb weniger Jahre aus einem tief verwurzelten, von streng gläubigen Traditionen umrankten Dämmerschlaf in die Moderne aufbrach, so mag es nicht verwundern, dass in den Köpfen einiger vielleicht die Idee geboren sein mag, dass Bomben zu den gängigen Methoden zu zählen seien, um individuelle Interessen durchzusetzen. Wie ein Hohn erscheint es da, dass ausgerechnet ein Mobiltelefon den Sprengsatz zur Zündung brachte. Noch vor ein paar Jahren wäre das nicht möglich gewesen, denn für Handys gab es kein Funknetz.
Klassische Touristen aus Deutschland haben kaum Berührung mit Male, denn die Flughafeninsel Hulule liegt ein paar Kilometer westlich von der Hauptstadt. Von dort geht es per Dhoni. Schnellboot, Safaiyacht oder Airtaxi weiter. Male kann man nur im Vorbeifahren, beim Überflug sehen. Das ist auch die beste Gelegenheit die goldene Kuppel der Moschee zu fotografieren, die man von der Insel selbst nur als gläubiger Moslem zu sehen bekommt, denn den Bereich der religiösen Anlage zu betreten ist ihnen vorbehalten.
Vielleicht wäre ein kurzer Spaziergang zum Fischmarkt eine kleine Abwechslung, doch die dort in emsiger Hektik arbeitenden Malediver akzeptieren die Anwesenheit von Touristen dort eher nur mit Misstrauen. Schlägt man dagegen den Weg entlang der „Hauptstraße“ ein, die von unzähligen Souvenirshops gesäumt ist, verliert man schon nach ein paar Metern die Lust, denn ständig versuchen die Verkäufer, teils unter Anwendung sanften Drucks, die Touristen in ihre Verkaufsräume zu ziehen.
Wenn Sie Male als Ort eines persönlichen Besuchs vorläufig ausklammern – ehrlich gestanden, viel verpassen Sie dann nicht – können Maledivenaufenthalte entspannt absolviert werden. Eher die auf den Inseln und Safaribooten tätigen ausländischen Mitarbeiter, die nach vielen Tagen der Einförmigkeit auf Inseln und Schiffen ein paar Stunden Stadtflair genießen möchten, sollten ihre Unternehmungen überlegt planen.      

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