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by Arnd Winkler / Fotos:  Arnd Winkler, Ludwig Migl, Antje Müller

Vom 27. August 2002 bis 1. September 2002 richtete der französische Tauchsportverband FFESSM die 9. Weltmeisterschaft in der UW - Fotografie aus. Als Austragungsort wurde die Mittelmeerstadt Marseille gewählt. Sie gilt bei den Franzosen als die französische Hauptstadt des Tauchsports. Doch andererseits ist Marseille eine dreckige, laute Stadt mit wenig Flair, mit vielen Umweltproblemen und sozialen Brennpunkten behaftet. Nicht ohne berechtigte Kritik verlief die Veranstaltung hinsichtlich ihres Höhepunkts, hier sahen sich die Offiziellen im absoluten Mittelpunkt und ließen die engagierten internationalen Spitzenfotografen buchstäblich im Dreck sitzen.

26 Nationen hatten 46 Fotografen gemeldet. Pro Nation durften zwei Fotografen mit ihren Assistenten unter der Leitung eines Teamkapitäns an der Weltmeisterschaft teilnehmen. Die Mannschaft der Bundesrepublik Deutschland wurde vom Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) gestellt. Das Team um Arnd Winkler, Sachabteilungsleiter Visuelle Medien im VDST, trat mit den Fotografen Dieter Disch und Ludwig Migl an. Sie wurden unterstützt von ihren Assistenten Hilde Disch und Martina Bauder.

Das Deutsche Team hatte sich aus einem harten aber fairen Ausscheidungswettkampf gebildet. Die fotografischen Themen der Weltmeisterschaft waren bereits lange vor Wettkampfbeginn bekannt gegeben worden. Jedes Team hafte somit im Vorfeld der Weltmeisterschaft die Möglichkeit, sich themengerecht vorzubereiten.

Das Deutsche Team reiste bereits mehrere Tage vorher an, um die Tauchplätze zu erkunden. Fotografisch waren die Teilnehmer in Bestform. Wer sich hätte noch fotografisch erproben wollen, der gehört nicht auf eine Weltmeisterschaft. Die Vorbereitungszeit wurde dem Deutschen Team durch die Unterstützung vom UW - Gehäusehersteller Sealux, dem UW - Blitzgerätekonstrukteur Subtronic, dem Reiseveranstalter Travel Service Lahr und dem Landestauchverband Württemberg ermöglicht.

Die Nationalteams waren angetreten und es galt die drei besten UW﷓Fotografen der Welt zu finden und zu küren. Fünf Themen mussten an zwei Tagen, mit je zwei Tauchgängen von je 90 Minuten bearbeitet werden. Es musste eine Weitwinkelaufnahme mit Modell und eine Weitwinkelaufnahme ohne Modell fotografiert werden. Im Nahbereich sollten die Themen Seegras und ein freies Makrothema bearbeitet werden. Das fünfte Thema war Fisch, egal ob im Nahbereich oder mit einem Weitwinkelobjektiv fotografiert. Pro Thema musste ein Kleinbilddia abgegeben werden, das dann von einer internationalen Jury bewertet wurde.

Auch wenn Wind, Wellen und Schwebeteilchen allen Fotografen zu schaffen machte, die Tauchplätze waren sehr gut für die Verhältnisse im Mittelmeer. Die Inseln um das Chateau l'df gelegen, zeigten sich unter Wasser interessant, farbenprächtig und voller Leben. Ob im Makrobereich oder Landschaften, es gab Motive in Hülle und Fülle. Zumindest unter Wasser erwies sich Marseille als ein Metropole des Tauchsports.

Der Wettbewerb war abgeschlossen und das Warten auf die entwickelten Filme begann. Der französische Veranstalter versprach den Teilnehmern eine Show der Superlative unter freiem Himmel in historischen Hafenanlagen von Marseille. Als Gäste waren Albert Falco, Andre Laban und Claude Wesly geladen. Sie haben mit der Calpyso unter Cousteau Tauchgeschichte geschrieben. Die Vorfreude war groß, diese Männer berichten zu hören. Doch welche Überraschung, die französische Sprache sollte im Mittelpunkt stehen. Der vorhandene Übersetzer für die internationalen Hauptdarsteller wurde ins Abseits gestellt. Es lebe die große französische Nation.

Alle Teilnehmer wurden genötigt auf einem Schotterparkplatz auf dem Boden hockend diesem Spektakel zu folgen. Ein österreichischer Spitzenfotograf formulierte es sehr treffend. " Die lassen uns im Dreck sitzen!" Da half es auch nicht, das der CMASFotopräsident Lionel Pozzoli fantastische UW - Diashows mit gestaltete und vorführte.

Doch es sollte noch schlimmer für die Teilnehmer kommen. Eine großartige Idee wurde kläglich durch mangelhafte Organisation zum größten Fiasko der ganzen Weltmeisterschaft. Die Jury sollte die TopTen der einzeln Kategorien öffentlich bewerten, um den Weltmeister zu ermitteln. Eine schwierige Aufgabe für die Jury. Aber jeder Teilnehmer und Besucher hätte die Möglichkeit gehabt, sich von der Qualität der Jury und der Leistungsdichte der Teilnehmer zu überzeugen.

Doch das Chaos war perfekt, falsche Bilder zu falschen Namen mit falschen Platzierungen aus der Vorbewertung vom Vormittag waren das Ergebnis. Fünf Stunden mit Vertröstungen und französischen Versprechungen im Palais au Pharo ließen manche Nation aus Protest die Veranstaltung verlassen. Es tat weh, zu sehen das die Siegerehrung zur Nebensache geriet. Es blieben traurige Teilnehmer, welche das Herzstück eines Wettbewerbes sein sollten. Doch den Leistungen der Gewinner gilt es Respekt und Anerkennung auszusprechen. Herzlichen Glückwunsch dem Weltmeister aus Spanien Jose Louis Gonzales, dem Zweiten Jean Pierre Nicolini aus Frankreich und dem Drittplatzierten Espen Rekdal aus Norwegen.

Es ist schön zu wissen, es wird wieder eine Weltmeisterschaft geben. Die Hoffnung ist gegeben, das der Welttauchsportverband CMAS dann einen Ausrichter findet, der die Teilnehmer und nicht die Ausrichter in der Mittelpunkt stellt. Infos zur nächsten Weltmeisterschaft und Ausscheidungswettkämpfen zur Nominierung in die Deutsche Nationalmannschaft findet sich demnächst unter www.vdst.de   / visuelle medien.

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