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by Michael Goldschmidt 7.2003 / 5.2010

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Tauchen im Roten Meer bedeutet zumeist mit einem Boot an einen der Tauchplätze gebracht zu werden, eine Safari zu unternehmen oder mit dem Jeep einen Einstieg von Land aus anzusteuern. Wer aber die Vorzüge eines guten Hausriffs zu schätzen weiß, der ist im Utopia Beach Club, 22 km südlich von El Quseir, gut aufgehoben. UnterWasserWelt hat die Destination 2003 und 2010 besucht und verzichtete auf Tauchausfahrten zu entfernteren Zielen, denn das Hausriff bietet sehr viel Abwechslung. Als besonderes Highlight im Verlauf der Reise wurde noch ein Trip zum „Dolphin House“ unternommen um sich schnorchelnd Delfinen zu nähern.

Es ist später Nachmittag, als der Kleinbus, mit dem wir vom Flughafen in Hurghada die Weiterreise nach Quseir antraten, nach zwei Stunden Fahrt von der Teerpiste links abbiegt und sich dem Utopia Beach Ressort nähert. Halb dösend und gut gekühlt begann die Umstellung auf das Leben der kommenden Woche. Die Wüstenlandschaft zog in der Hitze jenseits der Busfenster vorbei, links mit Blick aufs Meer, rechts auf entfernt sich schroff auftürmende Gebirgszüge, hinter deren Ausläufern der Nil das Land grün aufleuchten lässt. Doch der Fluss liegt gut 150 km westlich unserer Position. Zwischendurch gab es Abwechslung für das Auge beim Durchfahren der Orte Safaga und Quseir... 
Das war 2003. Um dem Trubel des Flughafens in Hurghada zu entkommen, buchen wir mittlerweile bevorzugt Direktflüge nach Marsa Alam, einem kleineren und geruhsameren Airport, etwa 45 Minuten Busfahrt vom Utopia Beach Club entfernt. Die Fahrzeit ist allerdings ein dehnbarer Zeitbegriff, denn mittlerweile liegen auf dem Weg einige andere Resorts, deren neu angekommene Gäste mit im Bus sitzen und abgeliefert werden müssen. Ihr Gepäck muss auf dem Dach des Busses gefunden und umständlich herabgehievt werden, ein schweißtreibender Job für den Busfahrer. 

Unscheinbar gab sich die Anlage 2003, hatte man den bewachten Schlagbaum passiert. Erst innerhalb der Anlage erkannte man die abwechslungsreiche Weitläufigkeit des Areals, das in halbrunden Terrassen dem Meer zugewandt ist. Bungalows und niedrige Gebäude im orientalischen Stil mit rohem Mauerwerk, Bögen und Kuppeln zauberten ein Märchen aus 1000 und einer Nacht.
In der Zwischenzeit war die Anlage in bezug auf Gästebetten und Ausdehnung um das Doppelte gewachsen. Westlich schließt ein im Halbrund gebautes, dreistöckiges Gebäude mit zwei weiteren Seitenflügeln die Anlage ab. Dort ist nun die Rezeption und das Hauptrestaurant untergebracht. Eine Terrasse verlängert den Restaurantbereich nach außen, ihr schließt sich die neue Poollandschaft an. Blühende Büsche und Blumen, Rasen, Schatten spendende Palmen, eine recht gepflegte Gartenlandschaft begleitet die Wege und Flächen zwischen den Gebäuden. Für Kids sind beschattete Spielplätze eingebettet, zum Strand hin gibt es ein Fußball-, Tennis- und Beach- Volleyballfeld. Die Wasserversorgung dieser und der meisten anderen Resorts der Gegend hat mittlerweile ein gigantisches Projekt übernommen. Das Wasser kommt per Rohrleitung quer durch die Wüste vom Niltal. Das spürt man beim Duschen, weil der Schaum nicht mehr hartnäckig auf der Haut bleibt, wie bei weichem Wasser aus Meerwasser – Entsalzungsanlagen und man riecht es, weil die Bewässerung der Grünanlagen nicht mehr über das Sammelbecken des Hotelabwassers erfolgt.

Diesmal beziehen wir Räume im neuen Trakt. Um den versprochenen Meerblick zu bekommen, müssen wir hoch hinaus, in die dritte Etage. Sportlich, ein Lift ist nicht vorgesehen. Uns kann das nur marginal stören, aber die Bediensteten, die das Gepäck wuchten müssen, sehen das ganz anders. Man merkt, dass diese Zimmer eher selten vermietet werden, wegen der beschwerlichen Erreichbarkeit. Das nutzen auch Armeen kleiner Ameisen, die sich im Badezimmer ungestört und recht wohl zu fühlen scheinen.  Ein empirisches Experiment klappt aber, den bewährten Mückenschutz „Autan“ auf den Versammlungsplatz der Ameisen gesprüht, vertreibt die Kleinkrabbler nachhaltig. Die Räume sind zweckmäßig eingerichtet und sauber, haben eine moderne Klimaanlage, einen Kühlschrank und ein TV – Gerät mit Sat-Anschluss, auch deutsche Programme gibt es zur Genüge. Wertsachen verschließt man im Zimmertresor, der Gang zu Schließfächern an der Rezeption entfällt. Das Badezimmer ist mit einer Wanne ausgestattet, wie üblich ist der Duschkopf an der Wand fest montiert. Der Hotelföhn verleiht einen Hauch von Luxus. Vom Balkon aus sieht man tatsächlich einen Streifen des Roten Meers, über die Dächer der vorgebauten Häuser. Die Roomboys sind auch pragmatischer geworden, Handtücher werden nicht mehr zum Ibis oder Krokodil gefaltet, was den Anreiz zur Trinkgeldgabe anstacheln sollte. Jetzt findet man die Tücher dort, wo sie hingehören, im Bad. Wahrscheinlich wurde bei der Vergrößerung der Anlage auf die Aufstockung des Personals in diesem Bereich verzichtet, so dass mehr Arbeit in deutlich kürzerer Zeit erledigt werden muss
All inclusive heißt das Motto, alle Mahlzeiten und Getränke (vom Wasser über Säfte, Bier und Wein, diverses Hochprozentiges an der Bar) sind im Preis inbegriffen, dafür bedient man sich selbst an den Büfetts und erhält die Getränke im Glas. Wasser steht in 0,75 –Liter Flaschen für die Versorgung im Zimmer bereit. Frühstück und Abendessen wird im Restaurant eingenommen. Das neue Restaurant ist architektonisch eher schlicht gehalten und wer das alte, im Stil eines byzantinischen Klosters gemauert noch kennt, vermisst diese Räumlichkeit sehr.  Bei den Tischen im Restaurant ließ man sich wohl von der beabsichtigten Unbequemlichkeit von Fastfoodketten leiten. Man soll wohl nicht zu lange sitzen bleiben, da der Platz innen wie außen längst nicht für alle Gäste gleichzeitig reicht. Gerne weicht man, auch wegen der Geräuschkulisse, auf die Terrasse aus, doch die Tische werden dort rasch von „Profigästen“ mit irgendwelchen Hinterlassenschaften reserviert, wie Liegestühle am Pool. Verglichen mit den Erfahrungen der Jahre 2003 bis 2005, in denen wir das Utopia besucht hatten, wurde das Niveau des Speisenangebots keinem Upgrade unterzogen und die Auswahl reduziert. Wer fade Kost mit Menge kompensieren möchte, ist zumindest zufrieden. Nur wenn viele italienische Gäste im Utopia Urlaub machen, soll die Küche zeitlich begrenzt zu besseren Leistungen fähig sein.  
Das Mittagessen kann man am alten Pool (Pizza) oder im neuen Strandrestaurant (Büfett) unmittelbar vor der Sub Aqua Tauchbasis einnehmen.  Der neue Standort, der mit Palmblättern gedeckten Anlage, ist jetzt besser erreichbar und wirksamer gegen Wind geschützt. Ein Steinbackofen ist als Demomuster örtlicher Speisenbereitung hinzugekommen. In diesem Ofen werden von der einzigen weiblichen Bediensteten der Anlage Fladenbrote gebacken, die ohne sarkastisch wirken zu wollen, als echte Highlights der Verpflegungsszene einzustufen sind. Richtig gemütlich machen kann man es sich an den Tischen im Mittagszelt auch nicht, auch hier die Frage: Wohin mit den Beinen?
Wie gewohnt gibt es auf der Terrasse des alten Rezeptionsbaus allabendlich Animationen für Kids und Programm für die Familie. Das kann man, muss man aber mittlerweile nicht mehr auf sich wirken lassen, da räumlich der Neubaubereich etwas Abstand und Rückzugsgebiete schafft. Wer dem entgehen möchte, der kann am nördlichen Rand des Clubgeländes in einem so genannten „Beduinenzelt“ sich mit anderen Gästen treffen, einen Drink nehmen (dort kostenpflichtig) oder eine Wasserpfeife rauchen und in Ruhe plaudern. Allerdings entwickelt dieser Ort erst nach Einbruch der Dunkelheit seinen Charme. Es gäbe auch noch die Taucherbar unmittelbar vor der Basis. Zum Zeitpunkt unseres Besuchs 2010 diente sie aber nur als Rückzugsgebiet ägyptischer Basis – Bediensteter in der Mittagspause. Für ein Nickerchen auf den Polstern ist der kleine Bau gut zu gebrauchen. Da die Getränke dort nicht zum „all inclusive“ zählen, nehmen die Tauchgäste geschlossen Abstand, dort einzukehren und treffen sich nach dem Tauchen wie eh und je auf der eine Treppe höher gelegenen alten Terrasse bei kostenlosen Drinks.
 

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