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Thailand Projekt künstliche Riffe © UWW - Daniel Brinckmann

by Ulrike Goldschmidt 5.15

Thailand Projekt künstliche Riffe © UWW

Thailand Projekt künstliche Riffe © UWW

Thailand Projekt künstliche Riffe © UWW

Thailand Projekt künstliche Riffe © UWW

Thailand Projekt künstliche Riffe © UWW

Thailand Projekt künstliche Riffe © UWW

Thailand Projekt künstliche Riffe © UWW

Chad Scott - Thailand Projekt künstliche Riffe © UWW

Thailand Projekt künstliche Riffe © UWW

Thailand Projekt künstliche Riffe © UWW

Thailand Projekt künstliche Riffe © UWW

Thailand Projekt künstliche Riffe © UWW - Daniel Brinckmann

Thailand Projekt künstliche Riffe © UWW - Daniel Brinckmann

Thailand Projekt künstliche Riffe © UWW - Daniel Brinckmann

Thailand Projekt künstliche Riffe © UWW - Daniel Brinckmann

Thailand Projekt künstliche Riffe © UWW - Daniel Brinckmann

Thailand Projekt künstliche Riffe © UWW - Daniel Brinckmann

Thailand ist voll im Trend aber mit der Naturschutz-Thailand Academy.
In nicht ganz 11 Flug stunden erreicht man von Frankfurt aus Bangkok (Die Stadt der Engel)
Da der Megaliner Airbus A380 am Nachmittag in Frankfurt startet, fliegt man durch die Nacht und erreicht um 6:30 Uhr Ortszeit den Airport in Bangkok.Den Namen des internationalen Flughafens in Bangkok kann man sich kaum merken, denn er lautet „Suvarnabhumi  International Airport“. Was man sich jedoch merken wird, sind die enormen Ausmaße der Gebäude, die dort einfach mal so hingeklotzt wurden .Schon beim Heranrollen sieht man diese riesigen Hangars, die aussehen wie überdimensionale, aneinander gereihte Zelte. Darunter verbirgt sich die Stahl/Glaskonstruktion des Flughafens, der nicht nur neue Akzente setzt, sondern einfach neues Größendenken im Kopf installiert. Welcome to Bangkok.


Aber Thailand geht auch anders und  ist sehr facettenreich .Nach einem etwa einstündigen Flug mit Bangkok Airways erreicht man die Insel Ko Samui. Schon bei der Ankunft am Flughafen Ko Samui verfällt man umgehend in tropische Urlaubsstimmung. Der kleine Airport bezaubert mit seinen Bambushütten, den bunt bemalten Transportfahrzeugen und seinem ganz besonderem Flair, dass jeglichen Stress vergessen lässt. Die Gebäude bestechen durch eine offene Bauweise, die im modernen Thaistil gehalten sind.  Alle Elemente wurden mit viel Liebe zum Detail designed.

Ko Samui

Ko Samui, schon der Name zergeht auf der Zunge. Die thailändische Ferieninsel liegt rund 800km südlich von Bangkok, an Thailands Ostküste und ist auf dem Luftweg in etwa 50 Minuten zu erreichen. Erst spät, zu Beginn der 90er Jahre, hat der Pauschaltourismus mit all seinen Vor-und Nachteilen Ko Samui  erreicht. Zuvor war Ko Samui ein Paradies für Backpacker, also Rucksacktouristen, die für wenig Geld in kleinen Hütten am Strand wohnten und so in den Tag hinein lebten. Ko Samui zeichnet sich durch eine Besonderheit aus. Die meisten Hotels liegen direkt am Strand und sind nicht durch eine Straße vom Meer getrennt. Allerdings gilt das heute nicht mehr für alle Anlagen, denn seitdem der Platz am Strand knapp wurde, mussten viele der neueren Hotels in die zweite Reihe oder sogar in die Berge ausweichen.
Anstelle von Strandnähe, bekommt man bei letzterem aber einen grandiosen Ausblick über die Insel, quasi als Entschädigung. Das für uns gebuchte Hotel Hansa Mur liegt am Strand.
Bei Ankunft im Hansar  Samui herrscht schon eine entspannte Atmosphäre. Der Ausblick ist vielversprechend und fast kitschig.
Blaues ruhiges Meer, Palmen , Welcomedrink. Man ist angekommen.
Auch Küche erwartet den Gast mit typisch thailändischen Spezialitäten, wie frittierte Gambas, Suppen, Reis, Salate und vieles mehr. Das natürlich landestypisch scharf. Auch als Vegetarier hat man viel Auswahl an fleischlosen Speisen und es wird gerne auf die Wünsche der Gäste speziell eingegangen.

Im Hafen von Ko Samui erwartet den Urlauber und nicht nur Segelinterressierte ein weiteres Highlight. Dort liegt ein großer Katamaran vor Anker. Unter vollen Segeln geht es auf der schnellen Yacht hinaus aufs grüne Meer, dem Sonnenuntergang entgegen. Das ist ein echtes Erlebnis. Es vermittelt einem das Gefühl der Freiheit und des großen Abenteuers.
Vor Jahren galt Ko Samui als Geheimtipp unter Sporttauchern, heute ist dieser Sport dort etabliert und es gibt eine Reihe international bekannter Tauchspots. Bei dieser Reise blieb keine Zeit hier zu tauchen. Aber, das wird nicht mein letzter Besuch gewesen sein.

Ko Tao - die Taucherinsel

Ko Tao, was aus dem Thailändischen übersetzt “Schildkröteninsel“ heißt, ist die übernächste Nachbarinsel von Ko Samui und liegt nur ein paar Kilometer nördlich von Ko Phangan. Mit einen Katamaran, der einem Fährschiff gleicht, dauert die Überfahrt etwa zwei Stunden. Ko Tao ist wesentlich kleiner als Ko Samui. Es gibt nur eine Handvoll Strände, die sich rund um die Insel verteilen, der Rest besteht hauptsächlich aus Felsgestein.
Ko Tao ist bekannt für sein kristallklares Wasser, bunte Korallenriffe und damit ausgezeichnete Tauchreviere, die zu den besten in Thailand gehören.
Dementsprechend haben sich im Laufe der Jahre ein paar dutzend Tauchschulen auf Ko Tao angesiedelt. Tausende von Touristen haben in den letzten Jahren dort ihre Tauchausbildung gemacht und es werden hoffentlich noch viele neue Taucher folgen. Wie schon erwähnt,  ist Koh Tao berühmt für seine Unterwasserwelt. Doch mit dem Eintreten der korallenbleiche im Jahr 2010 kamen große Probleme auf Thailand zu.
Ungewöhnlich warmes Wasser flutete über einen längeren Zeitraum in den Golf von Thailand und löste die Korallenbleiche aus. Es waren besonders die flachen Riffe im Süden der Insel betroffen.
Am schlimmsten traf es Chalok Ban Khao. Dort wurden weit über 60 Prozent der Hartkorallen vernichtet, vor allem die buschigen Geweihkorallen.
Die ungewöhnliche Erwärmung des Wassers auf bis zu 33 Grad Celsius gilt als Folge des Treibhauseffekts.
Die thailändische Regierung hat vorbildlich schnell reagiert. Die Kommunalregierung und die Prince of Sonkhla Universität haben gemeinsam die „Save Ko Tao Initiative“ gegründet und 8 Korallenzuchtstationen rund um die Insel installiert.

Die Korallengärtner von Ko Tao

Das Riff ist geschädigt, wie so viele weltweit. Handeln ist angesagt. Geld und Material genügt nicht. In Ko Tao wurden nicht die Touristen mit Abgaben finanzieller Art belastet. Jedes Jahr besuchen etwa 300.000 Urlauber die schöne Insel. Man hat die über 60 Tauchcenter um Mithilfe gebeten. Sechs Tauchbasen erklärten sich bereit, dieses großartige Projekt tatkräftig zu unterstützen, denn sind die Riffe tot, stirbt auch ein Teil des Tourismus in Thailand. Das wäre dann die nächste Katastrophe, die sich Mensch und Natur nicht leisten können. Somit wurden einige Küstenabschnitte von Ko Tao den Korallengärtnern zur Aufzucht und Pflege überlassen. Auch die Universität und der Staat beteiligten sich großzügig mit Geldmitteln und entsprechendem Material für die Pflege und Neuaufzucht der Riffe. Viele Freiwillige begleiten das Projekt. Erste Erfolge zeichnen sich ab. Korallen wachsen sehr langsam, ein bis drei Zentimeter pro Jahr. Seit 2010 sind über 300 Kunstriffmodule in unterschiedlichen Konstruktionen wie zum Beispiel Stahlgerüste, Betonröhren und Wracks von den Neuankömmlingen erobert worden. So lassen sich die Klima Veränderungen nicht aufhalten, aber es werden Brücken geschlagen, die langsam die Lücken schließen. Nur so kann die erkrankte Unterwasserwelt in kleinen Schritten gesunden. Um die Aufzucht vor Ort kümmert sich Chad Scott. Er fungiert als Direktor des New Heaven Reef Conservation Program direkt vor Ort. Die Bucht von Chalok Ban Khao und Freedom Beach kennt der gebürtige US Amerikaner wie seine Westentasche. Vor sieben Jahren verschlug es den großen Blonden mit dem Pferdeschwanz aus Colorado nach Thailand. Nach einem absolvierten Studium für Meeresbiologie an der Universität Bankgok machte er seine Ausbildung zum Tauchlehrer. Die Riffe um Koh Tao sind sein Arbeitsplatz im Dienste der Wissenschaft.
Vor vier Jahren musste er schwere Verluste hinnehmen. Das war der Anschub, etwas zu tun. Regelmäßig überprüft er das Wachstum der Korallen.
Für die Korallenanzucht wird nach natürlichem Korallenabbruch gesucht. Fischer brechen Stücke ab, leider auch Schnorchler, Taucher und Boote beim Ankern. Auch Unwetter sorgen für Abbrüche. An den verschiedenen künstlichen Riffformationen hängen mit einer speziellen Wickeltechnik befestigt die Korallenbruchstücke an Bindfäden und sollen wachsen. Sobald sie mit den vorgegebenen Strukturen verwachsen sind, werden die Bindfäden entfernt. Die natürlichen Fressfeinde wie zum Beispiel die Dornenkronen - Seesterne haben es schwer, die im Wasser baumelden Korallenstücke zu erreichen. Nur selten sieht man sie an den Metallgittern. Der sandige Boden unter den Kolonien kann der Aufzucht nichts anhaben. Natürlich gehen Korallenbruchstücke auch mal verloren. Diese werden schnell möglichst wieder aufgeforstet. Statt Unkraut jätet der Korallengärtner Algen, die sich zwischen den Jungkorallen breit machen. Chad Scott ist mit dem bisherigen Erfolg zufrieden. Gemeinsam für eine intakte Unterwasserwelt kämpfen steht für New Heaven Dive School. Alle Tauchschulen der Insel kämpfen gemeinsam für das Aufzuchtprogramm und halten nebenbei auch ihren Tauchbetrieb aufrecht. Dabei geht es nicht nur um Natur und Umweltschutz sondern es geht auch um die Existenz der Insel.  Nicht umsonst ist Koh Tao so beliebt bei den Tauchern und jenen, die es noch werden möchten. Künstliche Riffe sind kein Ersatz für natürliche gewachsene Strukturen, aber sie schließen Lücken und sind eine neue Chance für eine intakte Unterwasserwelt. Es ist ein Anfang gemacht.


Hansar Ko Samui: www.hansarsamui.com
The Treasure: www.thetreasureresort.com
Chad Scott: www.newheavendiveschool.com/marine-conservation
Freiwilige Helfer - Marine Conservation Thailand: www.podvolunteer.org/Conservation/marine-conservation-thailand

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