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Clownfisch

by Sven Kopp 8.02

Frogfisch mit Blitz

Ornamentgeisterpfeifenfisch

Rotfeuerfisch

Schaukelfisch

Sven Kopp

Meine ersten Erfahrungen mit einer digitalen Fotokamera im Tauchurlaub auf Bali und Wakatobi.

Mein Name ist Sven Kopp, ich bin 15 Jahre alt. Ich habe meinen Tauchschein im August 1999 erworben. Im Oktober 2001 habe ich den Advanced-Kurs absolviert und verfüge inzwischen über die „Erfahrung“ von 185 Tauchgängen (Malediven, Seychellen, Indonesien ).
Nachdem ich beinahe sämtliche Tauchgänge als Buddy meines Vaters, der seit vielen Jahren mit einer Videocamera im Wasser unterwegs ist, gemacht habe, war ich seiner Meinung nach „reif“, meinem Wunsch entsprechend, mit einer Fotokamera erste  Erfahrungen zu sammeln. Um nicht gleich einige tausend Euro auszugeben, verpackten wir die digitale Olympus C-4040 meiner Eltern in das Olympus-Gehäuse PT-010, das ich als Geburtstagsgeschenk bekommen hatte, als Zuschlag gab es noch eine INOX-Nahlinse, die unter Wasser aufgeschraubt werden kann.
Als Lichtquelle benutzte ich den internen Kamerablitz, und/oder eine kleine 2x50 Watt Videolichtanlage aus dem Lampenvorrat meines Vaters.

Ausgerüstet mit zwei 128 MB Smart Media Karten, den Ratschlägen meines Vaters über Bildaufbau, Nahaufnahmen, Blitz- oder Lichteinsatz usw. landeten wir auf Bali und wohnten für 4 Tage im Matahari-Beach-Resort. Mein erster Tauchgang mit der Kamera war dann doch sehr gewöhnungsbedürftig, daran änderten auch die Trockenübungen an Land nicht viel. Trotz vieler verwackelter und unscharfer Aufnahmen gelangen mir auch einige gute Bilder, z.B. von der seltenen Kakadu-Flunder in der Sekret Bay. Zum Eingewöhnen hatte ich mich entschieden den internen Blitz zu benutzen. So musste ich „nur“ das Gehäuse bedienen. Die Videolichtanlage auf einer Eigenkonstruktion am Gehäuse montiert hätte mich für den Anfang überfordert, sie blieb vorerst im Koffer.
Das Matahari-Beach-Resort im äußersten Nordwesten Balis gelegen, eine halbe Stunde Autofahrt von der Sekret Bay entfernt, ist ein traumhaft schönes Resort. Nach Meinung meines Vaters für mich viel zu schade ?!

Unser zweiter Aufenthalt war das Alam-Anda-Resort, ebenfalls an der Nordküste in der Nähe von Tulamben. Das Hausriff war unerwartet schön und interessant. Wir fanden dort Schaukelfische, Geisterpfeifenfische und einen Krötenfisch. Hier konnte ich nun Erfahrungen im Umgang mit der Kamera sammeln. Bei einer  gewählten Auflösung von 1280x960 Pixel  waren auf der 128 MB-Speicher-Karte immerhin 399 Aufnahmen möglich. Ich nutzte jeden Tauchgang um reichlich Bilder
zu schießen. Nach den Tauchgängen sichteten wir die Bilder und diskutierten über mögliche Verbesserungen, misslungene Aufnahmen wurden gleich gelöscht. Hier zeigte sich ein klarer Vorteil der digitalen Kamera gerade für mich als Anfänger, die Fehler bei den Aufnahmen zu erkennen und es gleich beim nächsten  Tauchgang zu verbessern. So wurden dann auch im weiteren Verlauf des Urlaubs die Bilder immer besser. Ein Problem beim Einsatz des internen Blitzes der Olympus zeigten uns Aufnahmen im Nahbereich. Da der Blitz bei aufgeschraubter Nahlinse um 5cm hinter dem Objektivschacht zurückliegt, wird der linke Bereich des Bildes nicht vom Blitzlicht  erhellt (siehe Foto: Frogffisch mit Blitz ). Nach 12 Tagen Aufenthalt im sehr schönen Alam-Anda-Resort mit Tauchen und Tempelbesichtigungen (meine Eltern meinten, ein wenig Kultur muss sein!), flogen wir von Bali nach Wakatobi.

Weit entfernt von jeder Zivilisation gibt es dort nur ein Thema: Tauchen Unsere hohen Erwartungen von intakten Riffen, Weich- und Hartkorallen wurden voll erfüllt. Traumhafte Steilwände mit einer unglaublichen Anzahl an Korallen  jeder Art, riesige Gorgonien, Hartkorallen von mehreren Metern Durchmesser. Nachdem wir uns erst einmal satt gesehen hatten, fiel uns und auch den anderen
Tauchern auf, dass trotz aller Schönheit etwas fehlte.
Kleinfische wuselten überall herum, aber Fische größer  als etwa 10cm wurden nur selten gesehen, wir sahen die Auswirkungen von 10 Jahren absoluter Überfischung! Auch die Dynamitfischerei gibt es dort noch, wir konnten bei 2 Tauchgängen Detonationen hören.

Mein Vater und ich hatten das Glück ein Paar Ornamentgeisterpfeifenfische und 2 Frogfische zu finden. Nach Aussage der Guides waren die letzten Ornamentgeisterpfeifenfische etwa 6 Monate zuvor gefunden worden. Also auch dort Seltenheiten.
Die Bezeichnung „eines der schönsten Hausriffe weltweit“ ist nicht übertrieben, soweit wir dies von den leider nur wenigen Tauchgängen am Hausriff beurteilen können. Wegen sehr starker Strömungen war das Hausriff in der ersten Woche nicht betauchbar. Jeder Versuch in dieser Zeit endete täglich mit immer wieder neuen  Rekordzeiten  um die „Pole-Position“. Dieser „Wakatobi-Express“ verhinderte
natürlich den Einsatz der Kamera.
Bei den anderen Tauchgängen funktionierte der Umgang mit meiner Kamera inzwischen problemlos, sodass ich nun als Lichtquelle die Videolichtanlage benutzen konnte. Auf einer Schiene am Gehäuse befestigt waren rechts und links flexible Arme mit den Lampen angebracht, der Akku kam in die Jackettasche. So ausgerüstet hatte ich jetzt die Möglichkeit entweder den Blitz oder das Licht einzusetzen. Zum Vergleich machte ich am Anfang immer 2 Aufnahmen. Von Vorteil bei dem Lichteinsatz war, dass ich das Bild durch den Monitor sofort beurteilen konnte, ein Nachteil lag in der Fluchtdistanz einiger Fische. Die geblitzten Aufnahmen hatten ein deutlich weißes Licht und die beleuchteten Aufnahmen ein gelbliches Licht. Ich denke, dass es Geschmacksache ist welche Bilder einem besser gefallen.
Ein ärgerliches Problem bei dem Olympus PT-010 Gehäuse war die hohe Ansammlung von Kondenswasser im Gehäuseinneren. Natürlich war uns klar, dass in einem durchsichtigen Plastikgehäuse die Gefahr der Kondenswasserbildung da ist, und die Wärmeabstrahlung der Kamera bzw. des Monitors kommen auch noch hinzu. Es führte aber trotz dem ständigen Einsatz von 3 Silikagelbeuteln einige Male sogar zu Funktionsstörungen an der Kamera. Deshalb war der Austausch und das Trocknen der Silikagelbeutel immer die wichtigste Aufgabe nach einem Tauchgang.

Zum Ende des Urlaubs wurden es immer weniger Aufnahmen die aussortiert werden mussten und ich hatte nun an einem der letzten Abenden die Möglichkeit meine Bilder über ein TV-Gerät den übrigen Tauchern zu präsentieren. Mein etwas mulmiges Gefühl wandelte sich dann aber in Freude und auch ein wenig Stolz, als mir auch die anwesenden  Profifotographen zu meinen Aufnahmen gratulierten.
Ich glaube auch auf den Gesichtern meiner Eltern ein wenig Stolz gesehen zu haben!

Nach diesen tollen Erfahrungen freue ich mich schon wieder auf neue Versuche mit der Kamera im nächsten Tauchurlaub.

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