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© UWW - Herbert Frei

by Herbert Frei 3.06

Emperor - Flotte

Emperor - Flotte

Emperor - Flotte

Tauchgebiete im Süden des Roten Meer

© Herbert Frei

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Das Rote Meer die beliebtest tropische Tauchregion der Deutschen. Nach einer Umfrage des Verbandsmagazins Sporttaucher reisen mehr als 45% in die Länder am Roten Meer, wobei Ägypten mit seiner gut ausgebauten Infrastruktur den Löwenanteil einheimst. Der Sudan, Jemen, Saudi Arabien und Eritrea werden nur sporadisch von abenteuerlich veranlagten Unterwassersportlern aufgesucht. Herbert Frei berichtet über kalkulierte Abenteuer auf dem Meer.

Noch immer gilt das Rote Meer als farbigstes der Welt…nach Meinung weit gereister Taucher stimmt das nicht ganz, denn südostasiatische Raum bietet mehr an Colorierung, ist aber auch wesentlich aufwändiger zu erreichen. Vorne liegt das Rote Meer sicherlich bei der Vielfalt den Steinkorallen. Die Korallenfelder mancher Riffe sind atemberaubend groß, strukturell sehr vielseitig und haben weltweit nur wenige Pendants. Insbesondere an den südlichen Riffen nimmt man zur Kenntnis, dass rote Weichkorallen nur noch sporadisch vorhanden sind. Hingegen wuchern die farblich dezenten Lederkorallen und gräulich-weißliche Weichkorallen noch sehr üppig. Auffallend ist, dass immer weniger Großfische gesichtet werden. Die riesigen Zackenbarsche und mächtigen Napoleonfische, für die die Red Sea berühmt und berüchtigt war, fehlen an vielen südlichen Riffen oder sind nur noch sporadisch vorhanden. Über die Ursache wird gerätselt. Wurden sie vom Taucherrummel vertrieben?  Was eher unwahrscheinlich ist, denn im stark frequentierten Ras Muhammad (Sinai-Südspitze) suchen sie offensichtlich den Kontakt zu den Tauchern. Oder hat man sie herausgefischt? Manche Fischkundler neigen eher zu dieser Theorie. Was immer die Ursache sein mag, man vermisst sie vieler Orts und das ist schade.

Die Emperor-Flotte - eine Macht im Roten Meer

Die Schiffe der Emperor-Flotte gehören mit ihren vielfältigen Angeboten zum gehobenen Standard der Liveaboards im Roten Meer. Natürlich gibt es schwimmende Herbergen mit noch luxuriöserer Ausstattung und hochgestocheneren Menüs, aber das muss man als normaler Taucher nicht haben. Im Großen und Ganzen geht es bei einwöchigen Schiffsreisen um einen reibungslosen Ablauf, denn bei 5 oder 6 Tauchtagen darf im Prinzip nichts schief laufen, sonst ist die Tour vermasselt, der Gast sauer und der Multiplikationsfaktor eine kleine Katastrophe. Nach mehreren Touren mit unterschiedlichen Emperor-Schiffen können wir sagen, dass die Organisation ohne große Beeinträchtigung gut funktioniert hat. Auch bei gemischten Tauchgruppen aus unterschiedlichen europäischen Ländern gab es so gut wie keine unangenehme Berührungspunkte. Die Dive-Guides waren in der Regel bemüht, Harmonie zu verbreiten und Gleichgesinnte zusammen tauchen zu lassen. Das ist wichtig, wenn UW-Fotografen oder Filmer an Bord sind. Diese Leute wollen nicht im Pulk tauchen, sondern individuell ihrem Hobby nachgehen.
Auf den Emperor-Schiffen wird der Umweltschutz zwar großgeschrieben - unwichtig ist das nicht bei der Massenansammlung von Tauchern, die sich an den Riffen tummeln - aber man übertreibt es nicht mit dem Ökowahn. Tauchen wird als Freizeitsport und Spaß vermittelt, nicht als Mission, um die Welt zu retten. Wer Gäste ans Rote Meer lockt, kann diese auch schlecht daran hindern, ins Meer zu pinkeln. Soweit es möglich ist, versuchen die Emperor-Kapitäne an Riffe zu gelangen, die nicht so stark frequentiert sind. Aber das ist in den letzten Jahren immer schwerer geworden, denn andere Kapitäne haben auch gute Ortskenntnisse und ein funktionierendes GPS.  Wobei wir den Eindruck haben, dass einsame Riffe, sofern man diese Bezeichnung in Ägypten noch verwenden kann, im Norden eher anzutreffen sind als im Süden. Dort waren wir auch einige Mal wirklich allein in den Korallengärten. Das spricht im Wesentlichen für die Ortskundigkeit der Kapitäne und Dive - Guides. Die Emperor-Schiffe sind mehr oder weniger großzügig gebaut, die verfügbare Fläche für die Gäste ist ausreichend, auch in den Kabinen. Ladeplätze für Blitzgeräte und Lampen sind obligat. Dasselbe gilt auch für die Plätze beim Essen. Notsitze gibt es nicht und die Mahlzeiten haben neben dem Sättigungscharakter auch optische Wirkungen, denn das Auge ist mit. Peu a peu werden ältere Schiffe ausgemustert und durch Neukonstruktionen ersetzt.
Dies passiert mit der Amelia, die dem Standard der Flotte nicht mehr gerecht wird. Normal ist auf allen Schiffen das Angebot mit Nitrox zu tauchen bzw. den entsprechenden Kurs zu belegen. Vielleicht erleben wir es noch, dass Nitrox überall kostenfrei ist und Pressluft mit Aufpreis bezahlt werden muss. Es wäre ein Schritt in Richtung höhere Tauchsicherheit. Vielleicht macht ja die Emperor-Flotte damit den Anfang.

Unsere Kreuzfahrt führte uns von St. Johns bis zum Elphinstone-Riff

Abu Dabab

Hier liegt das Wrack der Heaven One, eines ehemaligen Liveaboards. Gesunken ist es aufgrund eines Feuers an Bord, dann explodierten Gas- und Sauerstoffflaschen. Zum Glück konnten alle Mitreisenden durch umliegende Tauchschiffe gerettet werden, weil sie zufällig  beim Tauchen waren. Unter Wasser hält sich die Euphorie in Grenzen, denn von der Heaven One ist nichts weiter übrig geblieben als ein ausgeplünderter Schrotthaufen. Dieses Schicksal teilt der untergegangene Tauchkreuzer mit einer Reihe von Wracks in Ägypten. Wo so viel getaucht wird, findet man nicht mal mehr ein rostiges Taschenmesser.   Abu Dabab besitzt ein durchschnittlich attraktives Riff, das aber durchaus filmische und fotografische Leckerbissen bietet. Auf der Fahrt nach St. Johns wird hier fast zwangsweise ein Tauchstopp gemacht.  

St. Johns

Die Riffe von St. Johns gehören zu den immer wieder kehrenden High-Lights im ägyptischen Teil des Roten Meeres. Noch vor 10 Jahren fuhren nur wenige Boote die lange Strecke bis fast an die sudanesische Grenze. Noch 60 km, dann würde man im fundamentalistischen Ausland tauchen. Gemeinhin ist es der weiteste Punkt, den die Liveaboards in Ägypten ansteuern. St.Johns besteht aus einer Ansammlung diverser Riffe, die alle unterschiedlich strukturiert sind und deshalb auch keine Langeweile aufkommen lassen. Manche der nur knapp von Wasser überspülten Untiefen sind kreisrund, andere etwas zerklüftet und steil abfallend bis auf 50 m. Dicht bewachsen sind sie aber alle. Landschaftlich mit am Schönsten ist die Pinacle-Landschaft von Um Aruk. Hier genossen wir einen wunderschönen Tauchgang mit abwechslungsreicher Unterwasserlandschaft. Manche der Korallenblöcke tangierten fast die Wasseroberfläche. Obwohl die Hänge über und über mit Weich- und Feuerkorallen bewachsen waren, fanden wir eigenartigerweise keine roten Weichkorallen. Gut ausgeprägt waren hingegen die großen Hartkorallenfelder. Muränen, Rochen, Zackenbarsche (kleine Exemplare) und auch mal ein halbstarker Napoleon ließen die Zeit nicht langweilig werden St. Johns wird regelmäßig von vielen Tauchschiffen angefahren, was naturgemäß zu erlebnisreichen, aber nicht immer berauschenden Begegnungen führt. Diesem stark frequentierten Meetingpoint zu entkommen ist eher schwierig. Insbesondere dann, wenn das Wetter nicht ideal ist und starker Wellengang das Anfahren entlegener Korallenblöcke verhindert. Zwangsläufig treffen sich dann die Bootstaucher von 15 oder mehr Schiffen fast alle an einem Riff. Allein ist man nur noch während der Mittagspause, wenn alle beim Essen sind. Auch Early-Morning-Dives bringen wenig, wenn einem die ersten schon um 6:00 entgegenkommen, weil sie bereits um 5:30 hineingesprungen sind. Im Herbst sind das durchweg Dämmerungstauchgänge, denn Ägypten liegt auf der nördlichen Halbkugel und da wird es im Oktober eben früher dunkel und später hell. Gleiches gilt für Nachttauchgänge, die wegen der einbrechenden Nacht schon um 18:30 beginnen.
Ein sehr schöner Tauchplatz sind die Caves von St. Johns. Das sind Höhlen, Grotten, Durchbrüche, Canyons, kleine Schluchten und Steilabfälle. Hier trifft man auf sehr viele, allerdings kleine Napoleons. Die Höhlen selbst sind stellenweise mit gelben Gorgonien überzogen.
Freude kommt in den Caves aber nur auf, wenn keine anderen Schiffe vor Anker liegen. Sobald mehr als 2-3 Tauchgruppen hintereinander die schmalen Stellen durchtauchen, trübt die Sicht ein und es ist aus mit Fotografieren und Filmen sowie dem Anblick der tollen UW - Landschaft.

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