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Schluss mit durstig

by Jochen Schmitz Dipl oec. troph INSTITUT FÜR SPORTERNÄHRUNG e.V.  3.02 / 4.03

Richtiges Trinken ist ein entscheidender Faktor für Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden beim Tauchen. Nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit leidet unter Flüssigkeitsmangel, sondern auch die mentale Fitness, die besonders bei Aktivitäten wichtig ist, bei denen Beweglichkeit und Koordination gefordert sind.

Der Mensch ist kein Kamel, seine Flüssigkeitsspeicher sind begrenzt. Deshalb muss er, und insbesondere der Taucher, viel trinken. Wasser reguliert die Körpertemperatur und spült Giftstoffe aus dem Organismus. Es hält das Blut dünnflüssig, und versorgt so die Muskelzellen mit den notwendigen Nährstoffen und Sauerstoff. Der Spruch: "Wenn der Durst kommt, ist es zu spät", gilt auch für Taucher. Durst ist ein Warnsignal des Körpers und weist auf einen bereits bestehenden Flüssigkeitsmangel hin. Die Schweißverluste können bei hohen Außentemperatur bis zu 2,5 l pro Stunde betragen. Zum Ausgleich der Verluste sind Mineralwasser mit einem Calcium-Magnesium-Verhältnis von 2:1 – oder Fruchtsaftschorlen mit diesem Mineralwasser gut geeignet. Spezielle Sportgetränke können – müssen aber nicht sein. Bis zu einen Liter Getränk kann der Körper pro Stunde über Magen und Darm aufnehmen. Wird ein Flüssigkeitsdefizit nicht ausgeglichen, spürt man die Folgen schnell. Schon bei Flüssigkeitsverlusten von zwei bis drei Prozent des Körpergewichtes sinkt die physische Leistung, bei einem Gewicht von 80 Kilo entspricht das etwa zwei Litern. Doch nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit nimmt durch Flüssigkeitsmangel ab, auch die geistige Leistung verschlechtert sich. Die Konzentration lässt nach, das Gehirn brennt auf Sparflamme. Im Rahmen der Rosbacher Trinkstudie konnte eindrucksvoll nachgewiesen werden, dass unter den Medizinstudenten der Universität Erlangen-Nürnberg diejenigen die besten Abiturnoten hatten, die am meisten getrunken hatten.

Besser denkt, wer richtig und ausreichend trinkt.

Der empfohlene Richtwert für den individuellen Getränkebedarf beträgt etwa ein Milliliter Flüssigkeitsverlust pro Kilokalorien Energieverbrauch. Bei einer Tour de France - Bergetappe, bei der die Radprofis 6000 Kalorien verbrennen, müssten demnach sechs Liter Flüssigkeit aufgenommen werden. Tatsächlich trinken die Profis diese Menge, weil sie sich der Folgen der Dehydrierung bewusst sind. Hobbytaucher, Kinder und besonders alte Menschen decken ihren Bedarf meist nur unzureichend. Sie benötigen mindestens 1,5 bis 2,0 Liter pro Tag, über den Tag verteilt. Doch selbst diese geringere Flüssigkeitsmenge täglich aufzunehmen, muss man wieder (er)lernen. Meist wird durch Stress oder soziale Abhängigkeitsstrukturen zuwenig getrunken und die Flüssigkeit fehlt, besonders beim Tauchen. Der Durstmechanismus ist kein effektiver Helfer. Häufig wird das Durstgefühl nicht wahrgenommen oder unterdrückt. Die Folge: Ein Flüssigkeitsmangel, den man oft nicht einmal 24 Stunden nach der Belastung ausgeglichen hat. Deshalb der Tipp: Wiegen Sie sich vor und nach dem Tauchen - die Gewichtsdifferenz in Kilogramm entspricht ungefähr dem Flüssigkeitsverlust in Litern. Mindestens 75 Prozent dieser Menge sollten Sie in den ersten zwölf Stunden nach einem Tauchgang wieder aufnehmen. Dabei muss man sich das regelmäßige Trinken im Tagesablauf fest einplanen, fast aufzwingen oder idealer Weise die Uhr danach stellen. Wenn der erste Morgenurin nach einer Belastung wieder farblos ist, stimmt die Wasserbilanz des Körpers.

Deshalb: Trinken bevor der Durst kommt!

Flüssigkeitsdefizite beeinflussen körperliche und geistige Leistungsfähigkeit

Im Rahmen des 40. Wissenschaftlichen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Potsdam stellte das Institut für Sporternährung e.V. die Ergebnisse der Rosbacher Trinkstudien vor.
Flüssigkeitsdefizite haben bedeutsame Folgen für nahezu alle Bevölkerungsgruppen, beispielsweise in Beruf, Schule oder beim Sport. Der Einfluss von Flüssigkeitsmangel
auf die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit bei verschiedenen Personengruppen wurde in den vier Teilstudien der Rosbacher Trinkstudie untersucht.
Im ersten Teil erfolgte eine Befragung von Studenten zu ihrem Trinkverhalten während ihrer Abiturzeit. Es zeigte sich, dass die Schüler mit besonders guten Noten auch am meisten getrunken hatten. Dass bei Flüssigkeitsmangel Informationsaufnahme und –verarbeitung sowie der Wissenserwerb sinken und das Interesse am Alltagsgeschehen abnimmt, belegt die zweite Studie. Im dritten und vierten Teil wurde bei Medizinstudenten und Grundschülern der Zusammenhang von Trinkgewohnheiten und Lernleistung geprüft. Es konnte dargestellt werden, dass die Aufmerksamkeit durch das Trinken während Lernveranstaltungen gesteigert wird. Des Weiteren zeigten sich Mängel in der Kenntnis über die Wichtigkeit des Trinkens und der Versorgung mit Flüssigkeit während einer Lernveranstaltung.
Die in diesen Studien gewonnen Ergebnisse spiegeln wieder, welche große Bedeutung die regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme hat und dass in vielen Bereichen noch Informationsbedarf zu diesem Thema besteht.
Über den Tag verteilt sollten mindesten 2 Liter Flüssigkeit aufgenommen werden, zuzüglich des Ausgleichs der Flüssigkeitsverluste durch Schwitzen (Hitze, Sport). Hierzu empfehlenswerte Getränke sind u.a. mineralstoffreiche Mineralwässer, Frucht- und Gemüsesaftschorlen, Erfrischungsgetränke und alkoholfreies Bier.

Weitere Informationen zum Thema Trinken können Sie gegen Euro 1,53 in Briefmarken für das Rückporto beim Institut für Sporternährung e.V., Stichwort: Schluss mit durstig - Tauchen,  - In der Aue,  61231 Bad Nauheim,  anfordern.

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