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Für Fotografen und Filmer, die ihre Motive überwiegend unter Wasser finden, ist die Suche nach einem guten Model, das im nassen Element richtig zuhause ist, keine einfache Sache.

Als Model unter Wasser zu arbeiten und dabei auch noch gut auszusehen, ist ein harter Job, der viel abverlangt. Über Stunden posieren, auch in grösserer Tiefe ohne Gerät - zum Teil nur im Bikini - vor der Kamera agieren, das muss Spass machen. Ulrike Graf aus Hannover ist hier ein wahrer Schatz, deren Terminkalender sich unaufhaltsam füllt.

Ulrike Graf erzählt selbst:

Ich schnorchele schon seit meiner Kindheit, zum .Meer fühle ich mich hingezogen, solange ich denken kann. Als 8 Jährige war ich einige Jahre Mitglied in einem Synchronschwimmverein und nahm an verschiedenen Wettbewerben teil, bei denen ich auch hin und wieder eine Schokoladenmedallie gewann, die ich meist, noch bevor ich damit bei meinen Freunden angeben konnte, aufaß.

Von Beruf bin ich Designerin und nach Erwerb meines Diploms praktizierende Dozentin der Computergrafik, womit ich in der Erwachsenenbildung bis heute hauptsächlich meine Brötchen verdiene.

Ich tauche seit 1992. Auf den Bahamas entdeckte ich meine Liebe zum Tauchen. Die Gewässer dort waren noch recht "jungfräulich", da die Insel nur wenig touristisch erschlossen war. So offenbarte sich mir eine Unterwasser-Wunderwelt, die mich fortan nicht mehr loslies. Die Erfahrung, schwerelos wie im All zu schweben, sich aufgenommen zu fühlen in einer Welt die so fremd ist, in der alles anders funktioniert als in unserer Welt, war faszinierend. Alles, was einem oben groß und wichtig erschien, war hier vergessen, völlig nebensächlich. Hier unten war Langsamkeit eine Tugend und die Welt hatte eine Dimension hinzugewonnen. Zuhause schließlich erwarb ich bald nach meiner Ankunft mein Padi Open Water Brevet. Die folgenden Ausbildungen (jetziger Stand: Rescue-Diver) fanden in Deutschland
jedoch unter weitaus härteren Bedingungen statt, als auf den Bahamas der "Resort-Kurs". Eiskaltes Seewasser mit einer Sicht, daß man die Forelle vor Augen nicht sehen konnte und einem der Kompass in der Hand gefror machte aus mir einen abgehärteten Taucher.

Ich hielt durch und nutzte fortan jede freie Minute, um meine Kenntnisse über das Tauchen zu erweitern und praktische Erfahrungen zu sammeln. Sämtliche Reisen wurden zu Tauchreisen und die Ziele entsprechend ausgewählt. Ich hatte Gelegenheit, u.a. die Malediven, das Rote Meer, Thailand, die Kanarischen Inseln, aber auch Kaltwassergebiete wie Norwegen und Irland zu besuchen und zu betauchen und dabei unvergeßliche Erlebnisse zu sammeln. Dabei hatte ich interessante Begegnungen u.a. mit Haien, aber vor allem mit Delfinen
und Walen, denen seither meine besondere Liebe gilt. So kam ich auch zur Unterwasserfotografie, denn besondere Momente möchte man konservieren. In den Gewässern der Kanaren verbrachte ich einige Monate, um den dort lebenden Grindwalen und Großen Tümmlern zu begegnen, mit Ihnen zu schwimmen und sie möglichst auf Tuchfühlung zu fotografieren. Das stellte eine Herausforderung dar, denn nicht nur, dass man die Tiere erstmal finden mußte, sondern auch die Lichtverhältnisse mußten stimmen, sie mußten in Spiellaune sein, oder doch zumindest Lust auf einen menschlichen Besucher haben. Meine Monoflosse stellte sich dabei als eine große Hilfe heraus, denn hiermit konnte ich ganz ähnliche Schwimmbewegung machen wie sie.
Damit und mit diversen verrückten Kapriolen konnte ich meist Ihre Aufmerksamkeit auf mich ziehen. Die Ergebnisse veröffentlichte ich in Form von Postern, Fotos und
Postkarten die vor allem auf den Kanaren im Handel sind.

Bei den diversen Fotosessions kam ich dann eher beiläufig zu meinem ersten Job als Unterwassermodel. Der Fotograf war ein erfahrener Kollege und Freund, der mit seiner

Familie auf Teneriffa lebt: Sergio Hanquet, der meine Liebe zu den Walen teilt und mit dem gemeinsam ich so manche Fahrt auf`s Meer hinaus unternahm. Wir beide wechselten uns dann beim Fotografieren ab, denn einer mußte immer im Boot bleiben. Als wir einmal mit einem weiteren Freund unterwegs waren, kam ich ihm eines Tages, als er selbst mit Ausrüstung tauchte, versehentlich vor die Linse und sofort begann er weiter zu fotografieren. Zwar kein echter Wal, aber immerhin eine echte Meerjungfrau! Die Fotos wurden später in einem Booklet über die Unterwasserwelt von
Teneriffas Süden veröffentlicht .

Ganz unerfahren war ich als Model zu diesem Zeitpunkt nicht. Schon während meines Studiums arbeitete ich hin und wieder als Model in der Werbung für unterschiedliche Produkte, und finanzierte mir dadurch meine Studienzeit. Meine Idee, mich als Unterwassermodel zu verdingen war jedoch erst 1998 geboren, es folgte ein Auftrag in der Karibik, bei dem ich ohne Gerät, Tauchanzug, Maske und sonstigen Hilfsmitteln vor der Kamera posierte. Auf einer Tiefe bis zu 12m war das etwas Neues für mich und auch nicht ganz ungefährlich. Irgendwann habe ich aufgehört die "kontrollierten Notaufstiege", die dabei im wahrsten Sinne des Wortes nötig wurden, zu zählen. Die Augen im Salzwasser geöffnet zu halten und dabei nicht sinnentleert in die Gegend zu starren, obwohl einem bereits die Luft ausging, war nur eine der Aufgaben, die es zu lösen galt.

Gerade bei dieser Arbeit wurde mir klar, daß ich mich im Wasser zu Hause fühle, und was anderen Angst macht, mir sogar Spaß bereitete. Auch stellte ich fest, dass ich auch nach 1-2 Stunden im Wasser (28 Grad) noch immer keine blauen Lippen hatte, was im Übrigen auch undekorativ gewesen wäre. Manchmal überraschte ich mich allerdings dabei, wie ich verstohlen die Häutchen zwischen meinen Fingern auf genetische Veränderungen hin untersuchte, argwöhnend, dass diese bereits zu Schwimmhäuten
mutiert waren.

Neue Unterwasserjobs mit unterschiedlichen Fotografen sind nun bereits geplant oder gerade beendet, u.a. mit Herbert Frei, mit dem ich zuletzt gearbeitet habe. Als Tauchgebiet reizt mich nach wie vor die Karibik, vor allem aber die Bahamas sind mein Wuschreiseziel Nr.1. Die hervorragende Sicht und die diversen Attraktionen, die es dort unter Wasser zu entdecken gibt und nicht zuletzt natürlich die FleckenDelfine, mit denen man dort schwimmen kann, sind Gründe, bald wieder dorthin zu reisen. Mein Wunsch ist es, bald schon eine längere Reise zu unternehmen, bei der ich gezielt Plätze besuche, an denen man mit sogenannten freundlichen und freilebenden Delfinen und Walen schwimmen oder tauchen kann. Die Abenteuer, die ich dabei erlebe, möchte ich erzählerisch und fotografisch dokumentieren und veröffentlichen. Ich arbeite an
Methoden, mich bei meinen Begegnungen mit den Meeressäugern selbst zu filmen. Eine Zusammenarbeit mit einem Fotografen oder einer Organisation, die zu Werbezwecken hierbei als Sponsor auftreten möchte, wäre mir willkommen.

Als Model traue ich mir neben modeltypischen Attributen Aufgaben zu, die ein großes Lungenvolumen, einen graziösen, harmonischen Bewegungsablauf und entspanntes Verhalten unter Wasser erfordern. Ein Tauchen mit oder ohne Gerät und Maske ist möglich. Das Gesicht bei geöffneten Augen auch im Salzwasser der Kamera zu präsentieren gehört sicherlich zu meinen Spezialitäten. Mich im Angesicht eines Hais oder eines anderen Meeresbewohners fotografieren zu lassen, der größer ist als ich, läßt mir nicht die Haare zu Berge stehen. Und wenn einer eine neue Folge von "Arielle, die Meerjungfrau" drehen will und ich mich dafür in ein albernes Kostum zwängen muss, so mache ich auch diesen Unsinn mit, solange es originell ist. Ich bevorzuge Gewässer mit Temperaturen, in die sich auch der Fotograf ohne Tauchanzug trauen würde, wäre allerdings bei entsprechender Ausrüstung auch einem "Holiday under ice" nicht abgeneigt.

Nachtrag: Ulrike Graf hat zwischenzeitlich ihre Karriere als UW-Model beendet.

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