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ORCA Diveclubs El Gouna © UWW / Wolfang Jocham

by Michael Goldschmidt 1.16

ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

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ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

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ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

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ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

ORCA Diveclubs El Gouna © UWW

Nach 10 Jahren wurde es wieder einmal Zeit in El Gouna über und unter Wasser auf Entdeckungsreise zu gehen. Die künstlich angelegte Stadt 22 Kilometer nördlich von Hurghada ist noch immer ein unvergleichlicher Anziehungspunkt am Roten Meer. Und sie ist in den vergangenen Jahren enorm gewachsen. Auch die Basis von ORCA Diveclubs im Turtles Inn Guesthouse wurde größer und Basisleiter Wolfgang Jocham hat die Räumlichkeiten neu gestaltet.

El Gouna, die Lagune, ist anders, als alle anderen Städte und Orte entlang der ägyptischen Küste. Die Stadt hat sich nicht aus einem Fischerdorf zur Touristenmetropole hochgearbeitet, weil ein paar Hotels und Resorts gebaut wurden. Das lief ganz anders. Es gab zwar an dieser Stelle einmal das Dorf Kafr el-Gūna, davon ist aber nichts mehr zu finden. Im Jahr 1989 wurde der Grundstein für El Gouna gelegt, nachdem vom damaligen ägyptischen Präsident ein Küstenstreifen von etwa 5 Kilometer Länge und 2 Kilometer Breite dem Großkonzern Orascom überlassen worden war. Orascom Eigentümer ist der Ägypter  Samih Sawiris, der unter anderem in der Schweiz studiert hatte. Er beauftragte drei Architekten mit der Stadtplanung. So entstanden künstlich angelegte Lagunen und Marinas, deren umgebende Architektur arabische Baustile von Klassik bis Moderne wiederspiegelt. Hotels wechseln sich mit unterschiedlichen Wohngebäuden ab, Restaurants, Bars und Geschäfte säumen die künstlichen Meeresarme, an deren Anlegern unzählige Yachten vertäut sind. Es gibt einen Stadtkern, „Downtown“, mit Restaurants, Cafes, einem Basar, Kasino und Aquarium. Die Mehrzahl der Wohnungen und Privathäuser sind bewohnt, ganzjährig oder während der Ferienzeiten. Die Hotels und Guesthouses haben einen deutlich geringeren Anteil an der stetig wachsenden Stadt, die im Gegensatz zu weiten Teilen des Landes ein sauberes und gepflegtes Erscheinungsbild hat. Hier kann man sich wohl fühlen.
Ein ausgedehnter Spaziergang von der Marina Abu Tig aus, hier ist auch die ORCA Basis angesiedelt, offenbart, was in den letzten Jahren alles gebaut wurde. Nördlich wurde eine weitere Marina angelegt, deren Kapazitäten aber noch nicht so ausgelastet sind, wie in Abu Tig. Große Wohnanlagen entstanden und auf einer weiten Fläche Villen, eingebettet in traumhafte Gartenanlagen. Man wähnt sich eher an der Adria denn am Roten Meer. Das ist also immer noch beeindruckend imd zeigt, dass das Konzept von Orascom aufgeht. Natürlich gibt es einen Golfplatz und Kitesurfer haben die weiten Sandstrände schon seit langem für ihren Sport entdeckt. Zur Infrastruktur zählt eines der modernsten Krankenhäuser des Landes mit eigener Druckkammer, eine internationale Schule, eine Hotelfachschule und einen Flugplatz.
Natürlich gibt es auch Tauchbasen in El Gouna, denn die Lage nördlich von Hurghada ist ideal, unter anderem auch die legendären Wracks mit dem Tagesboot zu erreichen, was sonst nur im Rahmen von speziellen Safaris möglich ist. Da muss aber auch das Wetter mitspielen. Ist der Wind aus Nord zu kräftig, wie es uns erging, dann wird es nichts mit Wracktauchgängen. Im Winter bläst der Nordwind häufig ganz gehörig, so dass man einkalkulieren muss, dass statt Alteisen geschützte Riffe mit unberührten Steinkorallengärten oder das Dolphinhouse angesteuert werden – in schā'a llāh….

Turtles Inn

Die Lage der Basis im Guesthouse Turtles Inn, direkt an der malerischen Abu Tig Marina könnte nicht besser sein. Wie schon vor 10 Jahren, war das Turtles Inn für die Übernachtung gebucht. Hier gab es einige Veränderungen. Die Rezeption ist nun im benachbarten Captains`s Inn Hotel, dort gibt es im Restaurant das Frühstück (Büfett) und bei Halbpension auch das Abendessen. Am besten sitzt man auf der Terrasse vor dem Restaurant. Mit Blick auf die Marina fängt der Urlaubstag schon sehr stimmungsvoll an und der Kreis schließt sich mit dem Abendessen.
Nach der Rückkehr von der Tagesausfahrt bleibt man gerne an der Bar des Turtles Inn hängen, die anstelle des ehemaligen Restaurants und der Rezeption im südamerikanischen Stil eingerichtet wurde. Die Cocktails sind ein idealer Aperitif….
Das Haus hat 28 Zimmer. Die Standardzimmer sind zweckmäßig eingerichtet aber nicht sehr groß. Dafür sind die Zimmer mit Fenster zum Innenhof mit Pool sind besonders ruhig. Klimaanlage, Minibar, Satelliten TV gehören zur Ausstattung. Die eine oder andere Renovierung täte den Räumen gut, wie überall geht die Zeit nicht spurlos vorbei.
WLAN ist gegen Gebühr zu buchen, doch der Preis ist nicht angemessen. Besser, man kauft sich in einem Telefonladen eine Prepaid  Sim nur für Daten, das kostet mit Karte etwa 250 ägyptische Pfund, etwas weniger als 30 Euro. Dann hat man 7 GB Datentransfer für drei Monate zur Verfügung. Das sollte reichen für einen Urlaub. Beim nächsten Aufenthalt muss dann nur die Karte neu aufgeladen werden, was nochmals günstiger ist. Für eine Woche WLAN, das nur im Hotel funktioniert wären im Turtles Inn 75 Euro zu bezahlen gewesen. Freies aber auch recht langsames WLAN gibt es nur im Bereich der Lobby.

ORCA Diveclub

Wolfgang Jocham leitet seit einigen Jahren die ORCA Basis im Turtles Inn. Zur Flotte zählen drei unterschiedlich große Tagesboote, die die Gäste an der Marina, 5 Gehminuten entfernt, aufnehmen. Solange man taucht, bleibt das Gästeequipment an Bord. Das ist praktisch und komfortabel. Man nimmt nur das von Bord, was man „am Mann“ haben möchte, Kamera, Computer, Lampe. Die Boote liegen nachts bewacht ein paar Kilometer südlich an der Pier des Kompressorhaus. Dort ist auch das Flaschenlager. Gefüllt wird Luft und Nitrox. Die Hauptarbeit verrichtet ein Bauer K 15.1 mit 450 l/min., Nitrox wird mit einer Membrananlage produziert. Technische Taucher können auch Trimix bekommen und auf Vorbestellung Doppelgeräte (Alu, 2x 80 cuft) und geriggte Stages. Natürlich werden auch Rebreathertaucher bedient. Wer kein eigenes Gerät hat, kann aus dem ORCA Rebreatherpool Revo oder Buddy Inspiration Kreisel mieten. Auch Scooter (Bonex) können auf Vorbestellung zur Verfügung gestellt werden. Mit 150 Alutanks, Volumen 12 l mit DIN Ventil, werden die Gäste ausgestattet, für Kids gibt es 8 l Flaschen.
Die räumliche Trennung von Füllanlage und Basis sowie das Verbleiben des Gästeequipments auf den Booten gefällt uns sehr gut. So gibt es vor und nach den Ausfahrten kein hektisches Gedränge. Geste und Guides sind entspannt und rund um die Basis wirkt alles aufgeräumt.
Dennoch sind die Räume für das in mit Namen beschrifteten Körben aufbewahrte Gästeequipment großzügig dimensioniert. Viel Platz gibt es auch für die gut sortierten Leihausrüstungen. Für das Waschen der Tauchutensilien gibt es drei große Becken. Mit einer Elektrowinde können Rebreather ins Becken gelassen werden. Es gibt diverse Tische, auf denen man seine Tauchtechnik montieren kann und in der Werkstatt ist alles vorhanden, um kleine und größere Reparaturen durchzuführen. Basisleiter Wolfgang ist selbst ein begeisterter UW-Fotograf, so haben Fotografen und Filmer bei ihm auch einen besonders guten Service zu erwarten. Wer Blitze oder Videolampen zu laden hat, muss nicht alles ins Hotel schleppen, dafür findet sich immer ein Platz. Bei Bedarf gibt es auch eine Dusche und Toilette.
Die Trockenräume sind belüftet und die Basis ist nach Betriebsschluss bewacht.
Ausgebildet wird nach PADI, SSI und CMAS vom Bubblemaker bis zur höchsten Qualifikation für Sporttaucher. PADI Divemaster werden in mehrwöchigen Kursen intensiv ausgebildet.
Wenn es ohne Gerät unter Wasser gehen soll, sind Schnorchel- und Freedivingkurse im Angebot.
Erste Unterwassererfahrung sammelt man im Pool des Turtles Inn, bevor es ins Freiwasser geht. Von der Basis hat man direkten Zugang zum Pool, der von anderen Gästen so gut wie nicht genutzt wird.
Die ägyptischen Guides und Tauchlehrer sind schon seit Jahren im Team von ORCA, sprechen auch Deutsch und sind versiert und sehr hilfsbereit. Bei ihnen fühlt man sich gut aufgehoben. Unsere Bootscrew machte ebenfalls einen ausgezeichneten Job, es gab immer eine aufmerksame helfende Hand und nicht zu vergessen das Mittagessen, das in der kleinen Kombüse gezaubert wurde. Erste Klasse!

Die Auswahl der Tauchplätze ist enorm. Nach Norden hin sind 29 Spots an Riffen ausgewiesen, dazu noch 9 Wracks, von der Rosalie Moller über die Thistlegorm, die Giannis D., Carnatic, Chrisola K., Kimon M, Ulysses, Öl Wrack und The Leichter. Je nach Spot werden Tiefen von 2 bis 50 Meter erreicht, wobei natürlich die geltenden Sporttauchgrenzen einzuhalten sind und nur entsprechend ausgerüstete und ausgebildete Taucher der Sache wirklich auf den Grund gehen.
Nach Süden hin werden 19 Plätze angefahren, die man sich eher mit den Tagesbooten von Hurghada kommend teilt. Wenn es aber von der Wettersituation, vor allem bei starkem Nordwind, nicht anders geht, werden diese Riffe angefahren.
Dieses Mal besuchten wir Gota Abu Nugar, Dolphinhouse, Fanadir und Abu Galawa. Die Maximaltiefe dieser Spots liegt bei 14 Metern, die Wassertemperatur Anfang Dezember wurde mit 24°C registriert.
Ein 7 Millimeter Anzug ist auf jeden Fall eine gute Wahl, denn der Wind ist kalt und lässt die Lufttemperatur von 21°C zurück an Bord nicht spüren.
Die Chance am Spot Dolphinhouse tatsächlich Delfinen zu begegnen ist relativ gut. Uns begegneten auch drei Tiere, aber nicht nah genug, um sie zu fotografieren. Andere Gäste an Bord hatten da mehr Glück.
Mit diesem Link können Sie sich über die Vielfalt der Tauchplätze auf der Website von ORCA El Gouna selbst ein Bild machen:
www.orca-diveclub-elgouna.com/d/tauchplaetze.html  

Und wenn man mal nicht taucht – geht man erst einmal zum Essen. Wohnt man an der Marina Abu Tig, hat man eine große Auswahl von Restaurants unterschiedlicher Küche.
Das Captains Inn ist ein Steakhouse mit schönem Blick über den Yachthafen. Als Gast mit Halbpension im Turtles Inn wird Ihnen hier auch das entsprechende Abendmenü serviert (3 Gänge), Sie können aber auch a la cart essen, dann werden 50 ägyptische Pfund pro Person von der Rechnung abgezogen. Aber passen Sie auf, das vergisst man gerne mal. Das Essen im Captains Inn ist empfehlenswert und Sie können sich durchaus trauen, eine Flasche ägyptischen Rotwein zu bestellen.
Im Bleu Bleu wird man mit einer Mischung aus französischer und karibischer Küche verwöhnt. Das Ambiente des Restaurants ist ansprechend und der Service sehr freundlich.
Le Garage, im Stil einer Tankstelle, hat fast nur Tische auf der Terrasse mit Blick auf die Marina. Das deutsch / schweizerisch geführte Lokal serviert Gourmet-Burger und Salatvariationen. Sehr empfehlenswert.
Asiatisch isst man im Saigon, man hat eine große Auswahl und die Entenvariationen haben das Testessen bereichert.
Um im Vienna Cafe Servus einen Verlängerten zu trinken, dazu eine Sachertorte essen oder einen Käsekuchen , das begleitet von kostenlosem WLAN, muss man mit dem Tok Tok (offenes Taxi mit drei Rädern) in die „Oldtown fahren. Das ist ein lustiger Ritt, dauert nur wenige Minuten und kostet pro Person nur 7 ägyptische Pfund. 
Und wenn Sie schon in der Altstadt sind, gönnen Sie sich einen Rundgang durch den Basar. Das gehört einfach dazu. Sind Sie in Shoppinglaune, gibt es aber auch rund um den Hauptplatz eine Reihe von Geschäften, auch einen Telefonladen, in dem Simkarten für Internetnutzung ganz unkompliziert zu bekommen sind.
Hier finden Sie ausführliche Informationen im El Gouna Guide:
www.elgounamag.com/service-guide.pdf 

Fazit

El Gouna, das „andere, moderne“ Ägypten ist immer wieder eine Reise wert. Mit dem ORCA Diveclub im Turtles Inn haben Sie einen ausgezeichneten Partner für Ihren Tauchurlaub an der Seite. Die vielen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, sich auch kulinarisch verwöhnen zu lassen, das alles in einem gepflegten sauberen Ambiente, laden immer wieder hierher ein.

 


www.orca-diveclubs.com/
 

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