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Oceanic VT4.0 © UWW

by Michael Goldschmidt 10.12

Oceanic VT4.0

Oceanic VT4.0 © UWW

Oceanic VT4.0 © UWW

 

Fakten

Typ: VT 4.0
Hersteller: OCEANIC
Druckdaten: Bis zu 4 Sender
Anzeige: LCD mit DOT – Matrixfeld mittig
Anzeige editierbar: ja
Modi: Lufttauchgang, Nitroxtauchgang, Freediving, Gauge (Bottotimer), Kompass, Tauchgangplaner
Alarme: Optisch, akustisch
Nitrox: bis 100%
Gemische: 4
Gaswechselanzeige: ja
Tauchtiefe: Luft/Nitrox/Freediving 100 Meter, Gauge 120 Meter
Höhenlevel: 4, automatische Anpassung mit selbständiger Umstellung von Meerwasser auf Süßwasser
Deko – Algorithmus: Wählbar 2
Konservative Einstellungen: ja
PC-Verbindung: USB-Kabel, Software OceanLog
Logbuchspeicher: 24 Tg.
Batteriekapazität: bis 300 Tg.
Batteriewechsel: Durch User
Preis nur VT 4.0:  gesehen für  € 498,-
VT 4.0 mit 1 Sender: gesehen für  649,- €

www.oceanicworldwide.com/eu/

Bei Oceanic hat man sich den Markt der Highend – Tauchcomputer mit schlauchloser Druckübertragung genau angesehen. Mit einer Reihe von Alleinstellungsmerkmalen  kam das neueste Modell VT 4.0 eher unbemerkt in den Handel. Zumindest bei den Mitbewerbern, die auf herkömmliche LCD-Anzeigen setzen, muss man sich nun hinsichtlich Ausstattung und Kalkulation ein paar heiße Gedanken machen.

Der VT 4.0 hat eine preis- und leistungsbewusste Zielgruppe im Visier, die außer einem Farbdisplay jede denkbare Tauchaktivität, vom Freitauchen bis zum technischen Tauchen, zu berechnen fordert. Mit Oceanics jüngstem Gerät werden diese Ansprüche erfüllt und noch viel mehr.
Der als Armbandmodell konzipierte Rechner wird mittels drei Drucktasten bedient. Mit bis zu 4 Sendern zur drahtlosen Übermittlung des Flaschendrucks toppt man aktuell die Möglichkeiten des Wettbewerbs. Wahlweise stehen zwei Algorithmen  zur Dekoberechnung zur Verfügung, Pelagic PZ+ (basierend auf Bühlmann ZHL-16c) oder das seit langem von Oceanic verwendete DSAT  - Rechenmodell. Diese Wahlmöglichkeit ist unter anderem nützlich, sollen bei Verwendung unterschiedlicher Computer  in einer Tauchgruppe mögliche Abweichungen in der Dekompressionsberechnung vermieden werden.  Tiefen- und Sicherheitsstopps können wahlweise aktiviert werden, bei Auslieferung sind beide voreingestellt.   
Im mittleren Anzeigesegment des LCD – Bildschirms verwendet man eine DOT – Matrix, was eine individuelle und zugleich hoch aufgelöste Darstellung von Zahlen und Schriften ermöglicht. Zudem können vom User in diesem Bereich Anzeigen platziert werden, die man persönlich für am wichtigsten erachtet.
Je nach Situation werden im Tauchmodus auf Tastendruck diverse unterschiedliche Bildschirme bereitgestellt, die für Nullzeit-, Deko- und Nitroxabstiege relevant sind. Auch in diesen Unterbildschirmen können verschiedene Infos und deren Anzeigengröße vom User individuell festgelegt werden. 
Die Sender sind für die Verwendung mit Sauerstoff bis 100% ausgelegt, was entsprechend vom VT 4.0 berechnet wird.
Der integrierte Kompass speichert Ziel- und Umkehrrichtung, zeigt bis zu einem Kippwinkel von 90° die einzuhaltende Richtung an und kann auf Abweichungen im Magnetfeld (Deklination) des Tauchgebiets abgeglichen werden (Details entnimmt man entsprechenden Seekarten).
Höhenlevel ermittelt der VT 4.0 nach Aktivierung im Oberflächenmodus automatisch. Wird das erste Höhenlevel von 916 Metern erreicht, ändert der Computer selbständig die bis dahin stets gültige Kalibrierung von Meerwasser auf Süßwasser.
Während im normalen sowie Free - Tauchmodus die maximale Einsatztiefe bei 100 Meter liegt, kann im Bottomtimer – Modus (Gauge) bis120 Meter getaucht werden.
Für die immer größere werdende Zahl von Freitauchern bietet der VT 4.0 einen entsprechenden Modus. Es werden die dafür üblichen Funktionen geboten, Tauchtiefe, Tauchzeit, Countdown, Oberflächenpause, dazu eine Reihe von selbst zu setzenden Alarmen. Es werden im Zusammenhang von Apnoetauchgängen auch Daten zur Stickstoffsättigung ermittelt. Diese werden gegebenenfalls bei Gerätetauchgängen berücksichtigt. Allerdings wird nicht empfohlen, beide Tauchaktivitäten so zu kombinieren, dass sie sich überschneiden.
Selbstverständlich lässt sich das Display beleuchten und ist ein Planungsmodus integriert. Im Logbuch werden die Daten von 24 Tauchgängen gespeichert. Bei einem intensiven Tauchurlaub von zwei Wochen kann das Speichervolumen knapp werden, besser man hat dann ein Laptop dabei, um die Dokumentation der Tauchgänge lückenlos in die OceanLog – Software zu übertragen. Mit Hilfe dieses Programms können auch persönliche Einstellungen auf den VT 4.0 übertragen werden, was im Einzelfall angenehmer ist, als die Eingabe über die Drucktasten am Gerät selbst.
Die Batterien des Computers und des Senders können selbst gewechselt werden, deren Kapazität reicht für etwa 300 Tauchgänge.

Praxis

In der vorliegenden Version hat uns die Anleitung, die als PDF auf einer dem Rechner beigefügten CD zu finden ist, wenig Freude bereitet. Diese Meinung teilt man bei OCEANIC, so dass hier Änderungen in Sicht sind, die dem VT 4.0 gut zu Gesicht stehen werden. Nichts desto trotz ist die Menge der englischen Abkürzungen, die die numerischen Anzeigen auf dem Display begleiten, nahezu inflationär. Die 58 verwendeten Kürzel erschließen sich nur zum Teil intuitiv, was nicht nötig wäre, hätte man die Wahl, den Computer auch in einem anderen Sprachmodus zu betreiben.     
Die grundlegenden Anzeigen im Oberflächen- und Tauchmodus sind klar strukturiert und bestens ablesbar. Die Vielzahl der je nach Tauchmodus gestalteten Unterbildschirme lässt informell keine Wünsche offen. Gaswechsel werden vorausberechnet und im Tauchgangverlauf entsprechend angeraten. Alarme, akustisch und mit roter Diode am Display angezeigt, optimierten wir auf ein praxisgerechtes  Minimum. 
Wir haben den VT 4.0 zusammen mit einem Sender getestet. Die Paarung des Rechners mit dem Sender, bei Wettbewerbsgeräten in der Regel aktiv durchzuführen, hat man bei OCEANIC dem User abgenommen, unsere Kombination kommunizierte auf Anhieb. Von Fall zu Fall kann die Druckdatenanzeige für einen Moment ausfallen, das wird aber bei allen entsprechenden Geräten des Wettbewerbs festgestellt und entspricht einem aktuellen Status quo. Am besten montiert man den Sender auf der Seite, auf der der VT 4.0 am Arm getragen wird, dann wird die auf etwa 1,2 Meter definierte Senderreichweite nicht ausgereizt. Auch im Buddybetrieb, zur Überwachung der Druckdaten des Tauchbegleiters, baut sich die Anzeige im vorgegebenen Bereich problemlos auf. Das Volumen des Senders ist angenehm gering, so dass es allgemein keine Montageprobleme an der ersten Stufe bei nahe dem verwendeten Hochdruckabgang angeschlossener Schläuche geben dürfte.    
Vorbildlich ist die Kompassfunktion. Die Kalibrierung vor dem ersten Einsatz geschieht schnell, eventuelle Eingabe einer Deklination (Abweichung vom magnetischen Nordpol) ist einfach. Klar erfolgt die Zielpunktführung und wichtig für ein Armgerät ist der große Spielraum von bis zu 90° Verkantung, in dem die Anzeige funktioniert. 
Schon vor dem ersten Einsatz ist es empfehlenswert, einen optionalen Kratzschutz vor dem Kunststoffglas der LCD-Anzeige anzubringen.

Fazit

Nach heutigem Stand gibt es nichts, was der VT 4.0 zur Berechnung aller Tauchgangarten und das mit bis zu 4 Sendern und entsprechend abweichenden Gasgemischen, nicht leisten würde. Er ist bei einem bemerkenswerten Preis/Leistungsverhältnis in der Oberklasse der Tauchcomputer mit LCD – Anzeige angesiedelt. Technisch lässt er kaum Wünsche offen. Der Logbuchspeicher könnte größer sein und die Usersprache wählbar auch in Deutsch würde nicht stören. Mit der in Aussicht gestellten praxisnahen Anleitung in gedruckter Form gewinnt der Rechner weiter an Attraktivität.

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