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Bald 40 Jahre musste man von der ersten Ankündigung bis zur Serienreife der Flachbildschirme für TV-Programme warten, eine wasserdichte Spiegelreflex - Version der legendären Nikonos Fotokamera verschwand bald schon vom Markt, weil sie gerechterweise eine Handvoll Dollar mehr kostete, nun schickt OCEANIC einen Tauchertraum ins Rennen, die Tauchmaske mit integriertem Computer. Top oder Flop? Wir meinen, hier präsentiert sich ein Meilenstein vor den Augen der Taucherwelt, der ein völlig neues Bild vom Streifzug im Riff spüren lässt. Nicht geschenkt, aber sein Geld wert.

Vor 20 Jahren, als die Tauchcomputer gerade mal das Laufen lernten, war es fast ein feierlicher Moment, wenn man den frisch erstandenen Armbandrechner, für den Dekozeiten eine unlösbare Gleichung mit mehreren Unbekannten war, aus der edlen Verpackung schälte. Dennoch war man stolz wie Oskar und um ein paar bunt bedruckte Scheine der „AUA – Kategorie“ ärmer. Ein Statussymbol schnallte man sich an den Arm, dort, wo andere noch mit Tiefenmesser und Dekotabelle hantierten.
Heute setzt man seine DataMask auf, hat alles im Blick und zusätzlich ein Dutzend neidvoller Blicke pro Safariboot im Nacken. Ein lang ersehntes Kleinod, die Wirklichkeit einer Idee, die man schon lange auf den Lippen hatte, gerade auch als Filmer und Fotograf – Umwelt, Sucher und Tauchgangdaten immer im Auge, OCEANIC hat gezeigt, dass das machbar ist.
Harmlos war der Anstoß zu dieser Entwicklung, wie so vieles in der Hightech – Welt, keineswegs. Die Raumfahrt oder militärische Entwicklungen greifen mit angepassten technischen Lösungen auch in friedvolle Lebensgestaltungen ein, fördern dort in der Regel den Komfort am Computerarbeitsplatz, im neuen Auto, in der Küche.
US - Kampfschwimmer von der harten Sorte sollten als erste von der Entwicklung profitieren, ihr Ziel und ihre Tauchgangdaten unter allen Umweltbedingungen stets vor Augen. Da man den trainierten Neoprenhardlinern mehr Disziplin zutraut und ihnen im Einsatzfall für Volk und Vaterland eine höhere Stickstoff – wie auch Sauerstoffsättigung zumutet, war das militärische Rechenprofil für die Nutzung bei Sporttauchgängen nicht anwendbar, weshalb Modifikationen notwendig waren, die die lange angekündigte DataMask für zivile Nutzung erst gegen Ende 2007 tatsächlich in den Handel führte.
Und nun liegt sie vor uns, fast ehrfürchtig nähert man sich dem Instrument, integriert in eine schwarze Maske, die in ihrer Formgebung doch wieder an die Anfänge im Tauchsport anknüpft, wäre da nicht die rechts verkleinerte Fläche des Maskenglases, unter dem ein im Winkel von 45° angesetztes Kästchen in der Größe einer Streichholzschachtel wie ein verschobener Nasenerker hervortritt.
Und um der Computertechnik insgesamt Rechnung zu tragen, ist ein Blickfeld erweiterndes Seitenfenster nur auf der linken Seite vorhanden, rechts sitzt die Stromversorgung in Form einer vom Anwender selbst zu wechselnden Batterie.
Das Design der DataMask bestimmt die Funktion. Transparente Maskenkörper werden aus Rücksicht auf die klare und deutliche Ablesbarkeit des Computerdisplays wohl nie zur Anwendung kommen, so dass dieses Instrument  in der Modelfotografie eher eine Randerscheinung sein wird. Modische Aspekte, Farben, Formen, auch hier wird man sich wohl längerfristig auf das aktuell präsentierte Layout einstellen müssen, denn einen Bildschirm in einer Maske zu installieren bedeutet auch Lösungen finden zu müssen, die die Position des Displays und dessen deutliche Ablesbarkeit klar definiert. Sachzwänge erfordern einen etwas größeren Maskeninnenraum, man braucht für das Auge etwas Abstand zum Display, Apnoespezialisten mögen hier hadern, doch die unverkrampfte Ablesbarkeit der Daten auf jedem Meter in die Tiefe und zurück sprechen für sich und begründen den Apnoemodus, den die DataMask bietet.
Um den Computerbildschirm in der Maske zu platzieren, musste der harte Rahmen, der sonst nur noch ein, zwei Zentimeter an einer Tauchmaske misst, deutlich großzügiger dimensioniert werden. Hochfester, verwindungsfreier Kunststoff rahmt die Maske weiträumig ein. Matt schwarz im Rahmen wie auch im Silikonkörper, das ist ihr Auftreten, zurückhaltend, edel. Das Maskenband mit Schnellverschlussschnallen ist stufenlos in einem Winkel von etwa 22,5° nach oben und nach unten verstellbar. Robust und mit großzügiger Kopfspinne ist das Maskenband ausgelegt.
Alles in allem musste man beim Maskendesign auch der Anforderung Rechnung tragen, dass die Lebensdauer der Maske der des Computers ebenbürtig sein muss. Erst eine völlig neue Haltbarkeitsstudie mit entsprechend langlebigen Materialien konnte diese grundlegenden Produktmerkmale real werden lassen.
Ein weiteres Meisterstück gelang OCEANIC zweifellos mit dem Design des weichen Maskenkörpers, dort, wo er auf dem Gesicht aufliegt und dichten Halt finden soll. Einer für alle, alle für einen, diesen Wahlspruch der drei Musketiere wird man bei OCEANIC ebenso wenig realisieren können, wie die Quadratur des Kreises, doch man ist nah dran, das haben die Praxistests mit Damen und Herren in der Redaktion bewiesen.
Addiert man die Features, die zur Realisation einer Tauchmaske mit integriertem Computer allein im Maskenbereich notwendig sind, wird klar, dass es mit der langläufigen Idee – man nehme eine Tauchmaske und montiere einen Computer daran und fertig – nicht weit her sein kann.
All das Vorgenannte hat sein absolutes Ziel, das Computerdisplay, das nur 1,6 x 2 cm misst, stets einwandfrei ablesbar in angenehmer Sicht des rechten Auges stabil zu positionieren. Als Hersteller eines Tauchcomputers hat man ein höchstes Maß an Verantwortung, dass die Daten klar und unmissverständlich angezeigt werden. Zweifel kann man sich hier nicht leisten. Es geht um ein, zwei Millimeter Toleranz beim Sitz der Maske, um das Display umfassend einsehen zu können.
Und – OCEANIC schafft es tatsächlich in so unwägbarem Bereich notwendig eng gefasste Toleranzen einzuhalten.
Die digitale Abbildungsqualität des Display gefällt. Selbst leichte Abweichungen von der optimalen Sehschärfe kompensiert das optische System des Computers, dessen Bild von einem Prisma vom an sich seitlich positionieren Display für das Auge des Tauchers projiziert wird. Durch diesen Trick kann man die virtuelle Entfernung der Anzeigen in einen Bereich verschieben, der vom Auge optisch nicht als extremer Nahbereich aufgefasst wird.
Vollausstattung macht die DataMask zum umfassenden Informationsinstrument eines Tauchgangs. Der Sender zur Übermittlung der Flaschendruckdaten sollte in jedem Fall zum Anschaffungspaket dazu gehören, wie die USB – Datenleitung mit Software, um die geloggten Tauchgänge in ein Computerlogbuch zu überspielen, mit allen Detailinfos zu Luftverbrauch und Tauchprofil in variablen  Aufzeichnungsrastern. Dann hat man das ultimative Komplettsystem vor Augen, das die Fähigkeiten der Gesamtidee uneingeschränkt wiederspiegelt.

Wir könnten uns jetzt in einer Litanei der Fähigkeiten des DataMask – Computers verlieren, doch ausgehend davon, dass hier eine absolute Vollausstattung geboten wird, wäre es müßig das alles detailliert aufzuzeichnen, was in jeder Gebrauchsanweisung steht.
Wichtigste Stichpunkte möchten wir herausgreifen.
Die Helligkeit des Displays kann individuell angepasst, sowie die Anzeige auf Dauerbetrieb bzw. auf Anzeige auf Knopfdruck eingestellt werden.
Die führenden sicherheitsrelevanten Parameter  sowie persönlichen Vorgaben können durch gut erkennbare Signaltöne unterstützt werden – auf dem kurzen Weg zum Ohr erreichen Akustikwarnungen ihr Ziel geradlinig und unüberhörbar. Gut 10 Sekunden dauern die Signale, die nach Wahrnehmung per Knopfdruck abgestellt werden können.
Nitrox bis 50%, Partialdrücke bis 1,60 PO2 sind wählbar, über die zwei Auswahltasten an der Maske, einfacher noch über die per USB – Kabel mögliche PC – Steuerung.
Natürlich sind sämtliche von OCEANIC bekannten grafischen Darstellungen für Sättigung und Deko angezeigt, in mehreren Ebenen, auch das kennt man bereits vom renommierten Hersteller, gesellen sich dazu auch noch informative Extras wie etwa Wassertemperatur oder aktuelle Uhrzeit.      
 
Praxis

Statt einem Finimeterschlauch schraubt man den Sender zur Übertragung der Flaschendruckdaten in den Hochdruckabgang der 1. Stufe. Bei Erstgebrauch müssen Sender und Computer gepaart werden, dazu folgt man den Anweisungen in der Anleitung. Kein schwieriger Vorgang und nur einmalig durchzuführen. 
Die DataMask an die persönlichen Erfordernisse anzupassen und mit dem Kopfband zu positionieren ist ein Kinderspiel. Tatsächlich hat man den Bildschirm mit dem rechten Auge gut im Blick. Ja, es macht wirklich Spaß, dass die Daten gleichsam vor die Nase geliefert werden, die man ansonsten vom Armbandcomputer oder der Konsole angezeigt bekommt, den Blick dann von der Situation vor einem abwendend. Die Ablesbarkeit der Anzeige ist beispielhaft, klar, leuchtend, deutlich. Der Wechsel der Anzeigenebenen mittels Fingerdruck auf die obere Taste an der DataMask läuft reibungslos, man hat wirklich alles im Blick.
Einen knappen Meter kann man die Maske vom Sender an der Flasche trennen, dann haben sie das Limit der möglichen Funkkommunikation erreicht.
Sendepause.
Das sind Testwerte, die in der Praxis nicht relevant sind, denn da sind DataMask und Transmitter vielleicht 40 cm auseinander.  
Sachliche Emotionen beginnen zu zählen. Man kann sich nicht in der Tiefengestaltung „verrennen“, gibt es doch etliche Situationen für Sporttaucher, Filmer und Fotografen im Zauber des Ambientes oder dem, was sich vor dem Objektiv abspielt, das die bewusste Kontrolle der Tauchsituation vergessen lassen. Man muss nicht nach einer Konsole suchend greifen, um eine Momentaufnahme des Tauchgangs zu bekommen, auf einen Armbandcomputer schauen, beides Aktionen, die voraussetzen, dass die damit beschäftigte Hand auch wirklich frei ist. Mit der DataMask hat man immer die Hände frei. Das muss man einmal auf sich wirken lassen.
Gewöhnungsbedürftig ist das System sicherlich. Da gibt es den eingefleischten Drang die Daten nicht in der Maske abzufragen sondern dort, wo sie seit Jahren auf einen gelegentlichen visuellen Abruf warteten. Rechtes Auge leicht nach unten bewegt, abgelesen und interpretiert, ohne die Schwimmlage, die Position aufzugeben. Genial.
Mit dem Auge am Kamerasucher muss man nicht mehr die konzentrierte Jagd nach Motiven und Einstellungen unterbrechen um Herr der Gesamtlage zu bleiben.
Keine Lichtgestalt ohne einen kleinen Schatten. Bauartbedingt ist der Blickwinkel in die Unterwasserwelt rechts seitlich und nach unten beschnitten. Da leisten hochwertig gestaltete Masken des Marktes mehr visuellen Komfort.
Verlustängste können einen weiteren Spaß verderbenden Charakter annehmen. Was ist, wenn ich das teure Stück beim Tauchgang verliere. Da möchte ich als Träger von Kontaktlinsen beruhigend einwirken sowie Umfrageergebnisse rekapitulieren: Vom Totalverlust einer Maske während eines Tauchgangs wird eigentlich nie berichtet, auch wenn dieses Szenario zur Ausbildung zählt. Und wenn man als relativer Anfänger noch nicht genügend Erfahrung gesammelt hat, um den Abstand zu den Flossen des Vordermanns realistisch einzuschätzen, gehört man vermutlich ohnehin nicht zu den typischen Usern einer DataMask.

Fazit

Unserer Epoche würdig und als Highlight im Instrumentenbereich zweifelsohne einmalig ohne Starallüren, so wartet die DataMask auf ihre Taucherin, ihren Taucher. Kein Fall für die Portokasse, Highend kostet. Ein etwas gefälligeres Design, damit sich auch Damen damit anfreunden können, würde dem Produkt allerdings nicht schaden.

Fakten

Computer: DataMask HUD von Oceanic
Einsatzmodi:  Luft, Nitrox, Tiefenmesser, Apnoerechner 
Drucktasten:  2
Aktivierung: Wasserkontakt oder Drucktaste 
Algorithmus: Modifizierter Haldanean / DSAT Modus
Persönlicher Sättigungsfaktor: ja 
Höhen - Algorithmus: Basis  NOAA
Sauerstoff - Limits: Basis  NOAA
Gewebebrechung:  12 (5 bis 480 minutes) 
Automatische Höhenanpassung:  600 m -  - 4200 m 
Dekompressionstiefen: 3 - 18 m
Automatischer Sicherheitsstop: ja
Flaschendruck und resultierend verbleibende Tauchzeit:  Drahtloser Sender 
Akustische Alarme: ja 
Preis inkl. Sender: ca. € 1299,-

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