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by Herbert Frei 6.06

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Tauchtour in Nordsulawesi - mit der MS Liburan zu neuen Tauchgebieten

Reisen zu weit entfernten Tauchgebieten macht man am besten auf einem Liveaboard mit allem Komfort und der Möglichkeit zu tauchen wo und wann einem die Lust überkommt. Zu den überragenden Destinationen zählen die Gewässer um Nordsulawesi. Herbert Frei hat auf dieser Tour sogar unbekannte Tauchplätze entdeckt, die weiterhin jungfreulich im Meer auf Besucher warten.


Nordsulawesi hat in Taucherkreisen einen guten Klang. Noch mehr bei Unterwasserfotografen. Traditionsgemäß ist die Lembeh-Strait das Mekka der Makrofreaks. Die 11 km lange und nur 2 km breite Wasserstraße beherbergt alles, was man in Bestimmungsbüchern nicht oder nur selten  findet. Als Ausgangspunkt für Nondsulawesi - Tauchexpeditionen ist Lembeh ideal, weil man sich zuvor einige Tage in moderaten Tiefen eintauchen kann und dabei auch noch herrliche Makromotive findet. Das ist auch für Nichtfotografen eine durchaus formidable Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten.
Erklärbar ist es nicht, aber auch in Gebieten, wo schon Tausende vorher ins Wasser sprangen, findet man immer noch Stellen, die taucherisch unerschlossen sind. Manchmal liegt es an den Gewohnheiten der Diveguides. Bequem wie man ist, scheut man eine eventuell nur 30 Minuten längere Fahrt und versäumt dadurch möglicherweise die Begegnung mit einem traumhaften Riff. Oftmals ist auch das Tauchboot für längere Touren ungeeignet. Häufiger aber kann die Ursache im erhöhten Spritverbrauch gesucht werden. Solange die Gäste mit einem durchschnittliche Hausriff zufrieden sind und wenig mosern, besteht kaum Anlass die Ausfahrten zu verlängern. So liegen im Süden von Manado noch Riffe, die nie angefahren werden, wo sich nur Fischer und Seevögel aufhalten. Aber gerade dort stößt man auf unberührtes Terrain, kann sich in der Strömung an üppig bewachsenen Steilwänden vorbeitreiben lassen, wird von Sepiaschwärmen eingehüllt und genießt auch mal Großfischbegegnungen.
Als Top-Tauchgebiet wird er angeboten, ist es aber nicht, der

Bunaken Nationalpark

Auf dem Weg zu den geheimnisvollen Tauchplätzen im Süden kommt man zwangsläufig am Bunaken Nationalpark vorbei. Man nimmt ihn mit, auch wenn einen die Unterwasserwelt anfangs nicht gerade umreißt. Stellenweise ist das Steilwandtauchen eher langweilig. Schwämme, Hartkorallen, nur wenige Weichkorallen, hin und wieder einige Schwarmfische, insgesamt ist die UW-Landschaft nicht besonders farbig. Dennoch sollte man für Bunaken für zwei Tage einkalkulieren. Das reicht dann bei drei Tauchgängen am Tag vollauf. Erstaunlicherweise ist das Wasser im Nationalpark oft sehr klar und wunderschön blau.
Natürlich bietet Bunaken auch einige High-Lights. Man trifft auf Schildkröten, die nicht mal scheu sind. Manchmal liegen Haie am Grund, die aber schon die Fliege machen, wenn man sich ihnen auf Schussweite nähert.  Stellenweise gibt es wunderschöne Steinkorallenfelder mit Barrakuda - Schulen. Staunen erweckt die Ansammlung von sieben riesigen und unterschiedlich farbigen Mördermuscheln, die man vor langer Zeit hier platziert hat. Mit Taucherin im Hintergrund eine gute Location.
An den Steilwänden bläst es nicht selten sehr wechselhaft, weshalb die Mitnahme einer Signalboje dringend zu empfehlen ist. Die Strömungen kommen von allen Seiten, wechseln im Abstand von 50 m die Richtung, auch mal nach unten. Bei extremen Strömungsverhältnissen, insbesondere bei Vollmond, kann an den Steilwänden nicht getaucht werden. Allerdings genießt man auch mal das andere Extrem. Bei ruhigem Wetter gibt sich die See so glatt wie ein baumumkränzter Waldweiher.
Der Nationalpark Bunaken ist im Grundsatz eine gute, aber in der Ausführung eine recht fragwürdige Institution. Froggies, die älteste Basis vor Ort, besitzt allein 15 Tauchboote. Und die stellenweise kahlen Steilwände sprechen ein deutliche Sprache, wie viele Taucher hier entlangpaddeln. Wer in Bunaken tauchen will, benötigt eine Plakette für 15,- Euro mit Gültigkeit für ein Jahr. Pro Saison besuchen etwa 12 000 Taucher den Nationalpark und hinterlassen zwangsläufig ihre Spuren. Wie soll es auch anders sein. 180 000 Euro nimmt die Parkverwaltung jährlich ein. Wie viel in die eigenen Taschen fließt, ist nicht bekannt. Trotz der für hiesige Einkommensverhältnisse enormen Einnahmen und dem Anspruch, einen Nationalpark zu betreuen, schwimmt man öfter im Müll und zwischen Plastiktüten als einem lieb sein kann. Unrat, wohin man blickt, ist vor Bunaken keine Seltenheit.
In Nordsulawesi agiert auch die Umweltschutzorganisation PATA. Ursprünglich war es ein Zusammenschluss der Tauchlehrer in dieser Region. Kritiker bezeichnen PATA inzwischen als Gelddruckmaschine, weil jeder Taucher eine Genehmigung erstehen muss, bevor er in Nordsulawesi seinem Vergnügen nachgehen kann. Das gilt sinngemäß auch für         

Setcuju Kampung,

obwohl hier so gut wie keiner taucht. Einheimische nennen es das 7-Dörfer-Riff, weil es sich an der Küste über sieben Dörfer hinweg ausdehnt. Bekannt war es bis dato nur Fischern. Auch Rudi Ring, Diveguide und Ehemann von Jennifer Ring, der Mitbesitzerin der New Liburan, hat hier weißes Land entdeckt. Er war vermutlich der Erste in dieser unglaublichen Unterwasserwelt. Seiner Meinung nach hat hier vorher noch keiner getaucht. Und so sieht es auch unter Wasser aus. Komplett unberührt, nichts abgebrochen, nichts beschädigt,  nichts von Ankerwürfen zertrümmert. Setcuju Kampungs Länge ist nur abzuschätzen, aber es dürften viele Kilometer sein. Mit einem kleinen Morgenausflug von den in Manado oder Bunaken gelegenen Resorts ist es nicht getan. Dafür ist es zu weit. Auch fremde Tauchboote sind hier nicht mehr anzutreffen. Man taucht einsam ohne Rummel wie vor 30 Jahren.
In Setcuju Kampun schwebt man an gigantischen und irre bewachsenen Steilwänden entlang. Hier trifft man dann auch mal auf Großfische. Gewaltige Schwämme und ausladende Weichkorallen bedecken die Abhänge. Weiter unten trifft man auf riesige schwarze Korallen und Schwärme von Tausenden von Füsilieren. Hier gilt: Je tiefer und je weiter weg vom Ufer desto größer werden die Ansammlungen der Fische. Es scheint, als habe man den Deckel einer Fischdose geöffnet. Dagegen kommen einem die kahlen und fischarmen Riffe von Bunaken wie Ausflüge in die Wüste Gobi vor.
Am 7-Dörfer-Riff kann es in Abhängigkeit von Tidenhub und Vollmond auch mal kräftig ziehen. Dann treibt man wie im Paradies an riesigen Fächerkorallen vorbei, begleitet von Schildkröten, Zackenbarschen und Riffhaien.

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