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Niue - Tauchparadies im Südpazifik © UWW / Kurt Maring

by Kurt Maring, Airlie Beach, Australien 11.13

Niue - Tauchparadies im Südpazifik

Niue - Tauchparadies im Südpazifik

Niue - Tauchparadies im Südpazifik © UWW / Kurt Maring

Niue - Tauchparadies im Südpazifik © UWW / Kurt Maring

Niue - Tauchparadies im Südpazifik © UWW / Kurt Maring

Niue - Tauchparadies im Südpazifik © UWW / Kurt Maring

Niue - Tauchparadies im Südpazifik © UWW / Kurt Maring

Niue - Tauchparadies im Südpazifik © UWW / Kurt Maring

Niue - Tauchparadies im Südpazifik © UWW / Kurt Maring

Eigentlich wollten wir bei den Salomoneninseln tauchen, denn sie sind für ihre besondere Artenvielfalt bekannt. Bei der Suche nach einer geeigneten Basis bin ich jedoch auf einen schrecklichen Bericht gestoßen: Ein einheimischer Stamm tötet jedes Jahr, als traditionelles Ritual, etwa hundert Delfine. Das wäre vielleicht noch irgendwie verständlich, aber sie töten viel mehr Delfine, als sie essen können. Wir nehmen Abstand von unseren ursprünglichen Planungen und suchen nach einem wirklichen kleinen Paradies. Die als Ersatz gefundene Insel Niue im Südpazifik zeigt, dass es auch anders geht.

Der eigentliche Grund des Schlachtfestes auf den Salomoninseln ist die Gewinnung der Zähne, die zu Schmuck verarbeitet werden für den Brautkauf. Außerdem fängt man Delfine, um diese an Tierhändler zu veräußern, für die tierquälerischen Delfinarien in den „zivilisierten“ Industriestaaten.
Eine Wohltätigkeitsgesellschaft aus USA hatte deshalb viel Geld gesammelt und mit dem Häuptling der Einheimischen einen Stopp der Schlachterei ausgehandelt. Als Gegenleistung wurde die Infrastruktur des Dorfes ausgebaut und die Schule unterstützt.
Natürlich ist ein guter Teil des Geldes im Korruptionssumpf der Hauptstadt Honiara versickert. Nachdem der Geldstrom schlussendlich ganz versiegte, haben die Vertragspartner und der leer ausgegangene Nachbarstamm als Rache mehrere hundert Delfine getötet. Das als ein weiteres, trauriges Beispiel, wie gut gemeinte Hilfe ohne ständiges Engagement schief laufen kann.
Vor diesem Hintergrund sind die Salomoneninseln für uns kein Traumziel mehr.

Niue

Niue ist ein winziger, eigenständiger Staat, jenseits der Datumsgrenze, 2500 Kilometer nordöstlich von Auckland mit nur 1400 Einwohnern. Die Insel ist ein Vulkanfelsen mit 60km Umfang. Bei 150 Gästezimmern und nur einem Flug pro Woche gibt es keinen Massentourismus. Es hat auch keinen Sandstrand, aber rund um die Insel ein 20 Meter hohes Kliff mit schluchtartigen Einschnitten im Lavagestein. In den kleineren oder größeren Felspools ist man vor der Brandung geschützt und kann in wunderbarer Umgebung im kristallklaren Wasser schwimmen und schnorcheln.
Das Wasser erreicht man über Stiegen, Treppen und stabilen Leitern. Es gibt rund um Niue eine ganze Reihe solcher Stellen. Sie sind gut zu finden und bieten Duschen und saubere Toiletten.
Es gibt auch interessante Tauchgründe und eine Tauchbasis, die von den Eignern Krystal und Shannon Hunter geleitetet wird. Alle Regeln des sicheren Tauchens werden strikt eingehalten, denn Hilfe bei einem Unfall ist sehr, sehr weit weg. Zunächst braucht es ein gültiges tauchärztliches Attest, dann ein  Logbuch und eine Evakuation - Versicherung von D.A.N.
Die Basis verfügt über gut gepflegte Leihausrüstungen. Die Kapazität zum Tauchen reicht
nur für 6 bis 8 Tauchgäste.
Es ist nur ein kurzer Weg zu den Tauchplätzen. Das Tauchboot parkt auf dem Land und wird mit einem Handkran ins Wasser gelassen. Die Prozedur mit Anfahrt dauert etwa
eine halbe Stunde. Bei unserem Besuch war der Anhänger für den Transport des Tauchbootes leider  defekt. Wir mussten von einem recht unbequemen und nicht besonders seetüchtigen Ersatzboot aus tauchen. Aber es ging. (Mit solchen Situationen muss man rechnen, weil sich das nächste Ersatzeillager auf der anderen Seite des Ozeans befindet.)
Es werden Doppeltauchgänge von je 45 Minuten durchgeführt, ohne Rekordtiefen, um die Nullzeit einzuhalten. Das Tauchen im wohlig warmen Pazifik mit 26 Grad Celsius und einer unglaublichen Fernsicht von 80 Metern ist ein reines Vergnügen. Dank dem klaren Wasser ist es ein Kinderspiel zu fotografieren. Die Erinnerungsbilder im Bericht wurden mit einer einfachen, schon etwas betagten Sony Kompaktkamera mit spürbarer Auslöseverzögerung, gemacht.
Es gibt kaum Strömungen und nur wenig Schwell. Die zerklüftete Unterwasserlandschaft ist interessant. Es gibt auch recht spektakuläre Höhlentauchgänge. Die Besonderheit der Fauna des Tauchgebietes sind die unzähligen Seeschlangen. Die bei Niue anzutreffende Art ist eine endemische Variante der im Pazifik weit verbreiteten See Kraits. Sie sind im Prinzip hochgiftig, aber überhaupt nicht aggressiv, sondern nur neugierig. Es wurde noch nie ein Taucher gebissen.
Sonst hält sich der Fischreichtum in Grenzen. Wir haben auch keine Großfische gesehen. Das ist weiter nicht erstaunlich, denn die Bucht ist das Revier von zwei Delfinschulen. Die verspielten Spinnerdelfine entzücken nicht nur die Taucher und Schnorchler, man kann sie auch gut von der hoch gelagerten Küste aus beobachten. Die Tauchschule führt Trips zu den Delfinen mit einem kleinen Schlauchboot durch. Sobald die Delfine auftauchen werden abwechslungsweise je zwei Schnorchler ins Wasser gelassen und als Attraktion für die Delfine durch den Ozean geschleppt. Wenn sich das Boot nicht mehr bewegt verlieren sie schnell das Interesse und tauchen ab, um wieder zu erscheinen, wenn sich etwas bewegt. Sie halten sich in der Regel lange genug bei den
Schnorchlern auf und posieren auch gerne für Weitwinkelaufnahmen. Taucher werden nur ganz kurz begrüßt, denn das Geräusch der Atemregler ist ihnen wohl zu unangenehm.
Von Juli bis September sind auch Buckelwale zu sehen. Man kann auch mit ihnen schwimmen, aber die Tauchbasis ist nicht so gut ausgerüstet wie die Kollegen in Vavau'u, einer Inselgruppe von Tonga.
Wenn sich jemand sich vor allem für Wale interessiert ist Tonga dazu die bessere Destination. Es
sollte aber jedem klar sein, dass für alle Begegnungen in der freien Natur der Faktor Glück mitspielt. Der Ozean ist kein Zoo, in dem die Tiere festgehalten werden

Reiseinfos

Vor der Buchung des Fluges muss mit der Tauchbasis           www.dive.nu  abgeklärt werden, ob es
zur gewünschten Reisezeit freie Plätze auf dem Tauchboot gibt.
Es werden in Neuseeland günstige Pauschalreisen angeboten: www.ourpacific.co.nz/hotdeals/niue.aspx 
Januar bis März sind wegen der Regen- und Sturmzeit zu meiden.
Ein Mietauto verbessert wesentlich die Mobilität:                    www.niueisland.com/
Nur eine Woche Aufenthalt ist zu kurz, wenn mehrere Tauchgänge und Ausflüge zu den Delfinen gemacht werden.
Die Commodore's Oriention Tour macht die Touristen in 4 Stunden mit den Schönheiten der Insel vertraut. Die Beschreibung von Niue im Wikitravel ist verlässlich und aktuell: http://wikitravel.org/en/Niue .
Es gibt keine ATM's und Wechselstube. Nur wenige Geschäfte akzeptieren Kreditkarten. Man benötigt Neuseeland Dollars, die in reichlicher Menge, vor dem Abflug in Auckland beschafft werden müssen.
Für Taucher ist das gut gelegene Matavai Resort ideal, denn es befindet sich direkt neben der Tauchbasis:                             www.matavainiue.com/resort.htm

Fazit

Eigentlich sollte man über dieses Inselparadies nicht berichten und den Geheimtipp für sich behalten. Wir kannten niemand, der uns von Niue berichten konnte und haben deshalb vorsichtigerweise nur eine Woche gebucht. Schon am zweiten Tag habe wir es bereut, dass es in fünf Tagen schon vorbei sein soll. Die Insel ist einzigartig im Südpazifik. Alles ist blitzsauber und die Einheimischen strahlen eine freundliche Herzlichkeit aus. Es gibt auch keinerlei Kriminalität. Niue ist die ideale Destination für Individualisten, welche abseits vom ausgetretenen Pfad das Besondere schätzen.

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