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Safari Seawolf Dominator © UWW / Michael Goldschmidt

Safari Seawolf Dominator  - Big Brother © UWW / Michael Goldschmidt

Safari Seawolf Dominator © UWW / Michael Goldschmidt

Safari Seawolf Dominator © UWW / Michael Goldschmidt

Safari Seawolf Dominator - Big Brother © UWW / Michael Goldschmidt

Safari Seawolf Dominator - little Brother © UWW / Michael Goldschmidt

Safari Seawolf Dominator © UWW / Michael Goldschmidt

Safari Seawolf Dominator © UWW / Michael Goldschmidt

Safari Seawolf Dominator  - Fuchshai © UWW / Norbert Probst

Safari Seawolf Dominator © UWW / Michael Goldschmidt

Safari Seawolf Dominator - Riffhaie © UWW / Michael Goldschmidt

Safari Seawolf Dominator © UWW / Michael Goldschmidt

Safari Seawolf Dominator © UWW / Michael Goldschmidt

Safari Seawolf Dominator © UWW / Michael Goldschmidt

Safari Seawolf Dominator - Wrack Numidia © UWW / Michael Goldschmidt

Safari Seawolf Dominator - Wrack Numidia © UWW / Michael Goldschmidt

Safari Seawolf Dominator - Wrack Numidia © UWW / Michael Goldschmidt

Safari Seawolf Dominator - Wrack Aida © UWW / Michael Goldschmidt

Safari Seawolf Dominator - Wrack Aida © UWW / Michael Goldschmidt

Safari Seawolf Dominator - Wrack Aida © UWW / Michael Goldschmidt

Safari Seawolf Dominator © UWW / Michael Goldschmidt

Safari Seawolf Dominator - Wrack Aida - Monika Hofbauer © UWW / Michael Goldschmidt

Safari Seawolf Dominator - Guide Michael © UWW / Michael Goldschmidt

Safari Seawolf Dominator -little Brother © UWW / Michael Goldschmidt

Es ist Mitte Dezember, der Winter hat sich bereits ein gutes Stück Deutschland erobert, ein guter Zeitpunkt also, um dem Tauchjahr noch einige Unterwasserstunden im Roten Meer hinzuzufügen. Mit weniger Gästen als von der Crew erwartet, hebt die Boeing der Condor kurz vor 9:00 Uhr in München ab. Knapp 4 Stunden später ist nasskaltes Grau in mildes Blau vertauscht und die Dominator der Seawolf Safariflotte wird zum Mittelpunkt der nächsten 8 Tage, um die Tauchplätze rund um die Brothers zu besuchen.

Der Transfer vom Airport Hurghada zum Headoffice der Seawolf Safariflotte dauet nur wenige Minuten. Hinter dem Büro ist der Privatsteg des Unternehmens, an dessen Ende die Dominator vertäut ist. Sie zählt mit ihrer Länge von 36 Metern zu den größten Safariyachten, die von Ägypten im Roten Meer operieren und wird auch vom Tauchreisespezialisten Omneia angeboten. Die Tour zu den Brothers begleiten unter anderem Journalisten, Fotografen und Vertreter der Tauchsportszene, so dass wir uns aus erster Hand einen Eindruck vom Schiff und dem Tauchbetrieb machen können.
Monika Hofbauer, die Eigentümerin von Omneia, ist seit vielen Jahren mit dem Tauchbusiness im Roten Meer bestens vertraut. Sie bringt ihre umfassende Erfahrung als Tauchlehrerin und auf führenden Safaribooten für den Tauchbetrieb verantwortlich in ihr Unternehmen ein. Das zeichnet von ihr organisierte Touren aus, die mittlerweile von vielen Stammgästen gebucht werden.
Großzügig dimensioniert sind Plattform und Tauchdeck der MY Seawolf Dominator. Jeder Kabine sind Fächer mit 220 Volt Steckdose zugeordnet. Hier können Lampen und Akkus geladen werden, immer im Blick der Crew. Sollte ein Ladegerät zu qualmen anfangen, kann gleich reagiert werden.
Zwei 50 - Liter Flaschen mit medizinischem Sauerstoff stehen einsatzbereit neben dem Zugang zum Salon, umfangreiches Material zur Erstversorgung und die Bordapotheke lagern in einem Wandschrank gleich nach dem Eingang.
Weitläufig präsentiert sich der Salon mit anschließendem Speisesaal. Flachbildschirm, Soundanlage, W-LAN im Empfangsbereich des ägyptischen Mobilnetzes, die Moderne hat längst Einzug gehalten.
Hier findet auch das Briefing statt. Bei Moni sind die Zeiten handgezeichneter Skizzen weitgehend vorbei, mit einem Beamer werden anschauliche Tauchplatzzeichnungen aus dem Laptop auf eine Leinwand projiziert, mit aktueller Position der MY Seawolf Dominator und der anderen Schiffe am selben Tauchplatz. Reale Bilder der vor Ort zu findenden Fauna, Flora oder Wracks runden die ausführliche Vorbesprechung ab. Moni Hofbauer musste auf dieser Tour kurz vor Weihnachten kaum andere Boote auf der virtuellen Tauchplatzkarte sichtbar machen, die längste Zeit gehörten die Wracks, Fuchs- und Grauhaie, Longimani mit ihrem Hofstaat, Schildkröten und Delfine allein den Tauchgästen der MY Seawolf Dominator.
Um das Taucherlebnis rundum auf einem hohen Sicherheitsstandard zu halten, ist die Seawolf - Flotte mit dem ENOS Ortungssystem ausgestattet. Jeder Taucher erhält für die Dauer der Safari einen Notfallsender, der an der Oberfläche aktiviert wird, ist man etwa abgetrieben worden. Auf einem Bildschirm im Steuerhaus wird das Notsignal mit genauer Position des Senders sichtbar und es kann unverzüglich ein Zodiac auf den Weg gebracht werden.
Die Tour war vom Wetter verwöhnt. Nur selten übernahmen Strömungen die Regie der Tauchganggestaltung und musste einmal umdisponiert werden, war ein paar Stunden später im 26 Grad warmen Wasser bei ausgezeichneten Sichtweiten schon wieder alles möglich. Obwohl die Tage im Dezember auch am Roten Meer deutlich kürzer sind, Sonnenaufgang pünktlich zum Briefing des Early Morning Dive um 6:30 Uhr, Sonnenuntergang gegen 16:45 Uhr, gab es täglich Gelegenheit für drei Tauchgänge: Mit dem Zodiac zu exponierten Punkten oder von Bord aus direkt zu nahegelegenen Spots, mit Luft oder 32er Nitrox im Tank, wahlweise mit 11 Liter Alu- oder 15 Liter Stahlflasche.
Für die Crew muss ich eine Lanze brechen. Immer freundlich und hilfsbereit, Wünsche werden fast von den Augen abgelesen, die Flaschen von Mustafa ausnahmslos gut gefüllt und der fast unsichtbare Captain hat sogar noch einen dritten Tauchgang am letzten Safaritag möglich gemacht, bevor die knapp siebenstündige Fahrt zurück nach Hurghada um 14:30 Uhr angetreten wird und der Leuchtturm auf Big Brother rasch kleiner werdend hinter uns zurück bleibt.
Da ist da noch der Blick in die Küche und auf den Teller. Was der ägyptische Koch Jussef 4x am Tag zaubert, gehört mit zum Besten, was ich auf Safaribooten je geboten bekam. Suppen, Salate, Fisch, Geflügel, sogar ein ganzer Truthahn wurde serviert. Die Süßspeisen nach dem dritten Tauchgang offeriert, ob Pudding, Kuchen oder typisch arabische Leckereien, da wurde selbst ich schwach. Und für den erfrischenden Drink nach einem Tauchgang ließ sich Jussef auch immer wieder neue Variationen einfallen.
Wasser und Softdrinks, Kaffee, Tee, Obst und kleine Snacks für Zwischendurch sind frei.
Um dem leidigen Abfallproblem, besonders dem der unzähligen Wasserflaschen aus Kunststoff entgegenzuwirken, hatte Moni für jeden Gast eine mit Namen beschriftete Flasche vorbereitet, die am Wasserspender auf dem Oberdeck nachgefüllt werden konnte. Eine gute Idee, wie ich meine, die auch von allen gern angenommen worden war.
Werfen wir einen Blick in die Kabinen. Sie sind nicht ganz so groß, wie man bei einem Safarischiff diese Dimension erwarten würde. Die 4 Oberdeck- Kabinen haben Doppelbetten, die 8 Räume im Unterdeck Einzelkojen. Alle Kabinen haben ein Badezimmer mit Dusche, individuell einstellbare Klimaanlage und einen leisen Kühlschrank, der vom Roomboy mit Softdrinks gefüllt wird. Bei Ankunft wartet schon eine kleine Obstschale auf den Gast.
Ein Wort zur jungen Geschichte der Seawolf Dominator: Stapellauf im Jahr 2007, 2011 im Trockendock generalüberholt, dort von einem unachtsamen Maler - das alte Spiel, Zigarette und Lackverdünner - in Brand gesetzt, komplette Erneuerung der Oberdecks, seit 2012 wieder im Dienst. Zwei Maschinen von MAN mit 1050 PS treiben das Schiff voran, zwei Generatoren mit 80 KW Leistung speisen rund um die Uhr 220 Volt Wechselstrom ins Bordnetz. Pressluft generieren zwei Bauer – Kompressoren, Nitrox eine Cressi – Membrananlage. Die normal zur Verfügung stehenden 12 – Liter Aluflaschen können auf Vorbestellung in 15 Liter Stahl – oder Alutanks getauscht werden.

Tauchen

Moni Hofbauer koordiniert den Tauchbetrieb, wenn sie selbst eine Safari begleitet. Auf der MY Seawolf Dominator wird sie vom ägyptischen Guide Michael unterstützt, der umsichtig und gewissenhaft agiert.
Zum Schiff gehören zwei Zodiacs, die die Taucher zu exponierten Plätzen bringen und gegebenenfalls wieder abholen. Die Zodiacfahrer sind erfahren und finden auf unserer Safari jeden Tauchplatz problemlos. Genau über dem Ziel, ob Wrack oder Tiefenplateau, werden wir punktgenau abgesetzt.
Organisatorisch werden die Tauchgänge entzerrt, bis zu vier Mal starten die Schlauchboote entsprechend zeitlich versetzt mit maximal 6 Gästen zur Divesite. So gibt es auf dem Tauchdeck kein Gedränge beim Anlegen der Ausrüstung, wobei die Crew aufmerksam zur Seite steht. Besser kann es nicht gemacht werden.
Die von uns besuchten Tauchspots verteilten sich auf insgesamt drei Tage am Big Brother, zwei Tage am Little Brother und zu Beginn zum Ausrüstungscheck am Platz Tobia Arba / Soma Bay und weiter auf dem Weg nach Süden am bekannten Panoramariff.
Nachdem die MY Seawolf Dominator überwiegend als einziges Boot vor den beiden Brothers festgemacht hatte, kam schon ein Gefühl der Exklusivität auf, das die Gruppe sehr wohl zu schätzen wusste, das besonders auch jene Gäste, die weltweit bereits mehr als tausend Tauchgänge absolviert hatten.
Was erwartet Sie am Big Brother? In erster Linie und immer da, zwei Wracks. Einmal die Numidia, ein ehemals 137 Meter langer Frachter, dessen Bugreste nur mehr als nicht erkennbarer Schrott vor dem bei etwa 25 Meter Tiefe beginnenden Rumpf liegen. Seit dem durch einen Navigationsfehler ausgelösten Untergang in der Nacht zum 20. Juli 1901, das Schiff war noch kein Jahr alt, hat sich die Natur einiges zurück geholt. Nur das Stahlskelett der inneren Boden- und Wandkonstruktionen, Maschinen und Winschen findet man noch, alles, was aus Holz verbaut war, ist verwittert und aufgelöst worden. Die Numibia wurde von Weichkorallen und vielfältigem Bewuchs erobert und es ist ein Muss, ihr mit einer guten Lampe einen Besuch abzustatten, sonst bleiben die üppigen Rottöne schwarz im fahlen Blaugrau der Tiefe. Viele Fotografen verlieren sich bei der fetten Weichkorallen - Inszenierung in Detailaufnahmen des Wracks, dessen Schraube in der  für Sporttaucher unerreichbaren Tiefe von 80 Metern liegt. Da in Ägypten die offizielle Tiefengrenze bei 40 Metern festgeschrieben wurde, kann also nur der obere Teil erkundet werden. Wir haben versucht durch gewollt schwarz / weiß aufgenommene Fotos einen wirklichen Eindruck von der Numibia aus der Tiefe mitbringen, lassen Sie sich von diesen Bildern in den Bann des glücklosen Schiffes ziehen.
Nicht weit entfernt liegt die Aida auf Grund, deutlich kleiner und für viele Taucher das schönere Wrack. Das liegt vielleicht daran, dass sich der erhaltene Rest bei guter Sicht gänzlich dem Auge darbietet. Der Bug ist auch hier geschrottet, Rumpf und Aufbauten beginnen bei etwa 30 Meter Tiefe, das Heck mit Ruderblatt und Schraube liegt bei gut 60 Meter. Auch hier sind bereits alle aus Holz bestehenden Teile verschwunden, so dass die Aida durch und durch betaucht werden kann. Zu verdanken ist das Wrack dem wohl zu ehrgeizigen Kapitän, der trotz schwerer See am 15.September 1957 versuchte am Big Brother anzulegen, um 157 Soldaten dort abzusetzen. Die Sache ging schief, die Aida lief auf die Insel auf. Wie auch schon beim Unfall der Numidia gab es erfreulicherweise keine Opfer.
Die beiden Wracks bieten genug Stoff für einige Tauchgänge. Und man muss vielleicht auch ein Glück haben, das uns beschieden war, dass das Wetter, die Sicht und die nicht nennenswerte Strömung Tauchgänge und Fotoshootings ermöglichten, die fast legendär zu nennen sind.
Allerdings sind die imposanten Alteisenobjekte nicht die einzig lohnenden Begegnungen an den Steilhängen der beiden Brüder. Fast schon kultig ist der Wunsch vieler Taucher eine Begegnung mit einem Fuchshai zu haben. An den Brothers zu dieser Jahreszeit kein Problem. Mein alter UW-Fotografenkollege Norbert Probst schwärmte nur noch von den auch für ihn beeindruckenden Möglichkeiten, diese attraktive Haiart wirklich hautnah fotografieren zu können. Und weil ich selbst nach einem technischen Defekt am UW-Fotosystem für die Haimotive ausfiel, stellte uns Norbert eines seiner Fuchshaibilder zur Verfügung.
Da waren aber noch die grauen Riffhaie und der Longimanus, der mit seinem Hofstaat den Big Brother umkreist, die Schildkröten, Delfine, kapitalen Napoleon – Lippfische und die frechen Flötenfische, die mich fast wie Raben auf der Schulter der Hexe sitzend als Tarnung zur Nahrungsjagd benutzten.
Ja klar, die Weichkorallenpracht, die großen Gorgonien, die vielen Fischschwärme, eine Situation, wie aus den guten alten Zeiten des Roten Meers, hätte ich fast vergessen zu erwähnen.

Fazit

Es war eine gelungene Woche. Das Schiff stimmte, die Crew stimmte, Wetter, Meer, Sicht und Strömung stimmten, alles gut organisiert von Moni Hofbauer und ihrem Tauchreiselabel Omneia. Mit diesem Schiff, mit diesen Gästen und diesem Veranstalter würde ich gerne die Nordtour zu den weiteren legendären Wracks des roten Meers machen.



Fakten MY Seawolf Dominator

Neu gebaut: 2012
Baujahr: 2007
Länge: 36 m
Breite: 8,5 m
Maschine: 2 x 1050 PS MAN
Generator: 2 x 80 KW, 220 V/24h
Kompressor: 2 x Bauer 240 l/min, 1 Coltri Sub 265 l/min
12-Liter-Alu-Flaschen (15-Liter Flaschen auf Bestellung, Alu oder Stahl)
8 klimatisierte Doppelkabinen im Unterdeck mit je eigenem Badezimmer, individuell einstellbarer Klimaanlage und Soundsystem.
3 Suiten mit King-Size-Bett auf dem Oberdeck mit je eigenem Badezimmer, individuell einstellbarer Klimaanlage und Soundsystem.
1 klimatisierte Doppelkabine auf dem Oberdeck mit je eigenem Badezimmer, individuell einstellbarer Klimaanlage und Soundsystem. Alle Kabinen und Suiten sind mit einer Minibar ausgestattet.
2 separate Bäder mit WC + Dusche
1 klimatisierter Salon mit TV, Musik, DVD und Bar
1 klimatisiertes Esszimmer
1 geräumiges Sonnendeck ausgestattet mit Teakholz, Sonnensegel und Shisha-Corner
1 grosses Sonnenoberdeck ausgestattet mit Sonnenliegen
1 grosses Tauchdeck ausgestattet mit Teak-Holz
18 Tonnen Diesel, 16 Tonnen Frischwasser
2 Frischwasseraufbereitungsanlagen à 3500 l/Tag
GPS, Radar, Sonar, Kompass,
elektronisches Sicherheits- und Rettungssystem ENOS
WiFi an Bord (kostenlos)
2 hochseetaugliche Rettungsinseln für je 20 Personen, Rettungswesten, Feuerlöscher, Erste-Hilfe-Ausrüstung, Sauerstoff ...
2 Zodiaks mit 25 PS und 40-PS-Yahama-Aussenborder
Nitrox for free
Tauchausrüstung im Verleih auf Bestellung

 


Reiseveranstalter Omneia: www.omneia.de   
Enos: www.seareq.de
Seawolf: www.seawolf-safari.com/die-boote.html

 


Und in Facebook gibt es für Freunde ein Album mit weiteren Fotos zur Brothers Safari unter https://www.facebook.com/media
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