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by Michael Goldschmidt 5.04

Ägypten einmal ganz anders, ohne Trinkgeldstress und ziellose Hektik, dafür mit einer mondänen Beschaulichkeit, einem Verwöhnhotel und einem Hausriff, das von einer Tauchbasis der Superlative betreut wird, das findet man zwei Autostunden südlich von Hurghada oder eine Autostunde nördlich von Marsa Alam. Der Bezirk von El Quseir ist charakterisiert von fantastischen Hausriffen, was sich längst noch nicht herumgesprochen hat. Taucher und Schnorchler, die sich im Mövenpick Resort an  der El Quadim Bay die schönsten Tage des Jahres gönnen, lernen Schweizer Hotelkultur und gehobene Tauchphilosophie kennen.  UnterWasserWelt hat die 5-Sterne Destination  ausführlich auf die Probe gestellt.

Wo soll man beginnen zu berichten?
Am besten am üblichen Anfang einer Orientreise. Alles ist gepackt, der Pass ist noch ausreichend lang gültig und man hat Geldnoten in kleinen Scheinen. Seit der Euro dem Dollar international als Währung für alles gleich gestellt ist, fehlen für internationale Gefälligkeiten wie Trinkgelder Euronoten in 1 oder 2 Eurowerten. Also muss man sich für die kleinen finanziellen Danksagungen mit den entsprechenden Münzen bevorraten und da kann schon mal im Notfall das Sparschwein des Nachwuchses einer Magenspiegelung unterworfen werden...

Ankunft in Marsa Alam. Man sagt diesem kleinen Wüstenflugplatz nach, er hätte 4 Mal höhere Gebühren als Hurghada. Sollte es so sein, dann ist er das Geld wirklich wert! Kurze Wege, übersichtlich und sauber. Keine Hektik, die die Reisenden zu unangebrachten Drängeleien aufstacheln könnte, freundliche Bedienstete, die Gepäckkarren kostenlos verteilen und souveräne Kontrollorgane, die die Papiere rasch prüfen. Der Reiseleiter im Auftrag von ORCA hat alles im Griff und begleitet uns zum großen, klimatisierten Bus, der uns zum Mövenpick – Resort bringen wird. Auf diesem Flug kamen wir als einzige Gäste für das Mövenpick und können so die einstündige Fahrt zwischen Küste und Bergzügen ganz entspannt im leeren Bus genießen.
„Bakschisch! Bakschisch!“ (arabisch: Trinkgeld, Geschenk), auf diesen nervenden Ruf hatten wir uns vorbereitet und noch nicht vernommen. Marsa Alam ist ein Kleinod in der Wüste, in dem die sprichwörtliche orientalische Gastfreundschaft noch ernst genommen wird. Möge dieser Zustand noch lange anhalten. Auf alle Fälle bekam der Fahrer des Busses erst einmal eine Flasche Wasser unauffällig auf den Sitz gelegt, danach für seine Arbeit als Gepäckträger natürlich auch harte Euro, denn die hatte er sich bei Gewichten bis 35 kg pro Gepäckstück auch redlich verdient.

Mövenpick Resort

Das Mövenpick Resort, stand zum Zeitpunkt unserer Visite unter Leitung des Schweizer Direktors Bruno Huber, der vieljährige Auslandserfahrung mit Schwerpunkt  Asien hat. Einige Jahre an dieser Destination tätig zu sein reizte ihn aus verschiedenen Gründen. Nachdem das Hausriff sprichwörtliche Qualitäten aufweist, sind die Wege für seine Tauchausbildung bereits geebnet.
Stichwort Wege, in einem langen Gespräch, das wir mit dem Direktor nach einigen Tagen Aufenthalt führten, ergab sich natürlich die Frage, was verbessert werden könnte um den Komfort der Gäste noch weiter zu steigern. Nachdem sich uns, wie erwartet, alles in perfektem Zustand präsentiert hatte, gäbe es dennoch eine Kleinigkeit zu optimieren, was besonders Filmer und Fotografen schätzen würden, deren Weg entlang der etwa 200 Meter breiten Bucht hin zur Basis, durch tiefen, weichen Sand führt. Beladen mit Gehäusen und Lichtanlagen ist es etwas beschwerlich am Tag mehrmals sein größeres Foto- oder Videoequipment dort entlang zu tragen, doch ist es verständlich, wenn man in den Tauchpausen die teuren Gerätschaften im eigenen Zimmer warten möchte, Akkus, Filme und Chips wechseln oder die Ports austauschen. Die Malediven haben es vorgemacht, deren mit Sand bedeckten Verbindungswege zwischen Restaurants, Rezeption und Tauchbasis sind durch Beton befestigt und deshalb wesentlich angenehmer zu begehen. Vielleicht findet man bereits bei den anstehenden baulichen Veränderungen die Möglichkeit unsere Idee aufzugreifen.

Der Stil der Anlage, die 1994 eröffnet wurde und vor ein paar Jahren eine Erweiterung auf insgesamt 250 Wohneinheiten erfuhr, fügt sich elegant in die Wüstenlandschaft ein und lässt die Gäste sich sofort zu Hause fühlen. Aufmerksam und freundlich wird man vom Personal betreut, in allen Servicebereichen des Hotels – vom Restaurant bis zur Ausgabe der Strandhandtücher. Das Tauchgepäck kann man in der Rezeptionshalle hinterlassen, es wird dann zur Basis transportiert und wartet dort nur noch auf das Eintreffen des Gastes.
Die Zimmer sind gemütlich und zweckmäßig eingerichtet, Minibar, Satteliten – TV und Telefon fehlen nicht. Im Badezimmer warten ein Bademantel und Sandalen, Seife, Shampoo, Haarföhn, alles ist vorhanden. Aus der Dusche kommt das Wasser mit ordentlichem Strahl, heiß, warm, kalt, wie man es gerade wünscht. Die Klimaanlage arbeitet leise und lässt sich fein dosieren. Positiv anzurechnen, die kühle Luft streicht nicht übers Bett. Die Einbauschränke bieten reichlich Platz für alle Garderobe, ein paar Abstellflächen mehr für Fotogerätschaften wären willkommen. Positiv: Die Steckdosen (220 V) erfordern keinen Adapter, passen für deutsche Stecker und es gibt keine bemerkbaren Spannungsschwankungen beim Wechsel der Stromgeneratoren.
Wundern Sie sich, wieso dies so ausführlich erwähnt wird? Weil es eben nicht zum normalen Komfort in Ägypten gehört, das alles so perfekt vorbereitet ist und auch noch funktioniert. Wie oft haben wir schon in anderen Hotels deren Technikern bei der Reparatur der Klimaanlage zusehen dürfen oder wurde der defekte TV-Empfänger gegen das leidlich funktionierende Model vom Zimmer nebenan ausgetauscht, nicht zu vergessen das klägliche Rinnsal aus der Dusche, das Loch in der Badewanne oder die defekte Toilettenspülung...
Für die, die glauben immer erreich sein zu müssen - auch hier findet ein deutsches Mobiltelefon sein Netz. Man ist also, so es an dieser zur absoluten Entspannung einladenden Destination überhaupt wünschenswert ist, elektronisch greifbar. Die Restaurants sind allerdings ausgewiesene handyfreie Zonen und wie wir feststellen konnten, wird diese Auflage von den Gästen fast ausnahmslos berücksichtigt.
Zum Service des Mövenpick gehört traditionell eine gute Küche, so auch hier in El Quseir. Alle ausgesuchten Fleischwaren, Fisch und Gemüse kommen auf schnellstem Weg (was beim Zwangsumweg über Kairo nicht immer einfach ist) hierher und werden unter der Leitung eines deutschen Chefkochs zubereitet. Bereits das Frühstücksbüffet, das wohl keine Wünsche offen lässt, überrascht durch seine Vielfalt, vom Müsli über Wurst- und Käseangebote, warme Gerichte bis hin zu einer umfassenden Auswahl an Backwaren und Obst. Kaffe und Tee in unterschiedlichsten Variationen bis hin zum Espresso oder Capucino, alles ist zu bekommen.
An sich reicht ein ausführlicher Brunch bis zum Abendessen, wer zwischen den Tauchgängen doch Hunger verspürt, kann sich im Restaurant neben der Tauchbasis oder an den verschiedenen Poolbars einen verführerischen Snack bereiten lassen.

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