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Zielgruppe

Zielgruppe Schnorcheln Apnoe

Mares Razor Carbon

by Michael Goldschmidt 9.14

Mares Razor Carbon

Mares Razor Carbon

Mares Razor Carbon © UWW

Mares Razor Carbon © UWW

Seit Jahren sind Techniker und Ingenieure mit einem Thema beschäftigt: Energieeinsparung. So wurden unter anderem immer sparsamere und trotzdem leistungsfähigere Motoren entwickelt, die seltener einen Tankstopp erforderlich machen. Von sparsamen Antrieben profitieren auch Freitaucher, die weniger Sauerstoff im Körper verbrennen und mit einem Atemzug  tiefer oder weiter kommen. Der Werkstoff Carbon wird vielfältig eingesetzt, in Flugzeugen, Autos und Apnoeflossen. Und so ein Carbonantrieb macht echt Laune.

Es muss schon eine ganz besondere Flosse sein, die für fast 400 Euro auf einen zahlungskräftigen Apnoesportler wartet. So viel muss man in die Hand nehmen, um einen Formel 1 Antrieb für Freediver mit ins Wasser nehmen zu können. Der hohe Preis erklärt sich nicht allein durch das Material Kohlefaser, das wäre nicht so teuer. Aber die Entwicklung eines Carbonflossenblatts nimmt viel Zeit in Anspruch. Es muss die ideale Länge und Breite ermittelt werden, die beste Steifheit und Dicke des Blattes gilt es festzulegen. Damit nicht genug, an den Biegepunkten der Razor hat das Kohlefasergewebe eine andere Mischung, eine andere Faserstruktur, um schon kleinste Bewegungen des Beins als flüssigen Vortrieb zu nutzen.
Da steckt in der Endfertigung noch viel Handarbeit im Produkt, das natürlich in viel geringerer Stückzahl in den Handel kommt, als Schnorchel- oder Geräteflossen.
 
Von der Verse bis zum Ende des Flossenblatts messen wir 90 Zentimeter, eine beeindruckende Verlängerung des Beins. An das (wechselbare) Fußteil aus Gummi ist das Blatt im Winkel von etwa 27° angesetzt. Das bewirkt eine nahezu horizontale Ausrichtung des Flossenblatts am gestreckten Bein und verlustfreie Kraftübertragung. Gummiführungen an den Seiten des Flossenblatts kanalisieren den Fluss des verdrängten Wassers und unterstützen dessen Biegeeigenschaften.

Praxis

Die Razer Carbon trat gegen eine klassische Apnoeflosse mit Kunststoffblatt an. Soweit war ich mit der weniger als halb so teuren Flosse sehr zufrieden, hatte sie bereits deutlich mehr Biss, als das Einstiegsmodell vom Beginn der Freitauchaktivitäten. Also ging es in drei Phasen in die ausführlichen Testtauchgänge im 4 Meter tiefen Becken.

Phase 1: Abtauchen

Die steifere und etwas kürzere Kunststoffflosse taucht etwas schneller ganz unter Wasser. Erst wenn die Flosse ganz eingetaucht ist, beginnt die Beinarbeit, um keine Kraft zu verschenken. Nach zwei, drei Mal Abtauchen mit der Razor hat man auch den Zeitpunkt im Blut, zu dem das Flossenblatt ganz eingetaucht ist. Die Power verleitet zunächst die individuelle Fähigkeit des Druckausgleichs zu überreizen… Mit der Razor am Bein kann also für die Freunde der Tiefe zusätzlich eine Veränderung bei der Druckausgleichstechnik anstehen.

Phase 2: Langsame Ortsveränderung unter Wasser

Wir tauchen im Freiwasser und möchten in Ruhe die Natur um uns beobachten, kleine Strecken langsam überbrücken, am Beobachtungspunkt verharren. Während an der Standardflosse kleine, weiche Beinbewegungen kaum Auswirkungen in punkto Vortrieb zeigen, schiebt die Razor spontan gleitend an. Ohne an die Grenzen der Apnoetauchzeit zu gehen, hat sich der Aufenthalt unter Wasser subjektiv um mehr als 22% verlängert.  

Phase 3: Strecke

Hier könnte man die erzielte Weite vergleichen oder die Geschwindigkeit eine definierten Strecke. Verschiedene Erwägungen ließen uns die Geschwindigkeiten auf einer getauchten Strecke von 50 Metern gegenüberstellen. Also „Full Speed“ war angesagt. Mit der Razor sparte ich 10 Sekunden gegenüber der Standardflosse ein. Außerdem entwickelte sich auf diese Distanz keine Schweregefühl in den Beinen, was beim Apnoetauchen auf den Sauerstoffverbrauch im Gewebe hinweist.

Wem das noch nicht schnell genug ist, der kann die Beine zusammenhalten, die Razor zur Monoflosse machen und im Delphinstil durchs Becken schießen. Das macht Laune….
Auch wenn das Carbonflossenblatt äußerst biegsam ist, sollten Sie ein Auge darauf haben, dass es nicht unnatürlich weit geknickt wird, es könnte brechen. Aber einen Ferrari mit Carbon Karosserie wickelt man zum Parken auch nicht um einen Baum. Und, die Oberfläche des Carbonblatts ist empfindlich gegen Kratzer. An Gebrauchsspuren wird man sich gewöhnen müssen.

Fazit

Was für Gerätetaucher ein Scooter ist, ist für Freitaucher eine Carbonflosse. Die Razer von Mares gibt man nicht mehr her, hat man sie sich erst einmal geleistet.


Fakten


Mares Razor
Apnoeflosse
Carbonflossenblatt
Fußteil und Flossenblatt wechselbar
Größen 39/40 41/42 43/44 45/46 47/48 
Preis: uvb. € 399,-


http://pureinstinct.mares.com/?region=de

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