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by Michael Goldschmidt & Ilka Weber 9.04

Mares Nemo im Titangehäuse

Tachparameter Einstellung

Logbuchmodus

Logbuchmodus erweitert

 

Fakten

1. Tauchcomputer - Gerätetauchgänge:

Herkömmliche Tauchfunktionen: Aktuelle Tiefe / Maximaltiefe (abrufbar), Tauchgangsdauer, Sicherheitsstopp, verbleibende Nullzeit auf der derzeitigen Tiefe
(no dec), Dauer der Dekompressionsstops, Gesamtaufstiegsdauer, Wassertemperatur, Aufstiegsgeschwindigkeit in m/min - digitale Anzeige. Aufstiegsgeschwindigkeit (Analoganzeige als prozentualer Wert der maximal zulässigen Aufstiegsgeschwindigkeit), prozentualer CNS O2 Wert (bei Nitroxtauchgängen), Tauchzeit in Minuten und Sekunden (im Bottom Timer Modus)

Oberflächenfunktionen: Dauer der Oberflächenpause, Logbuchspeicher für 50 Tauchgänge, Profile der letzten 50 Tauchgänge in 20-Sekunden Intervallen (max. 38 Std.), Anzeige der Restsättigungszeit (desat), Dauer des Flugverbots (no fly), Kalender mit Uhrzeit, Lufttemperatur, Selbsttest, rollierende Nullzeiten für die Planung von Wiederholungstauchgängen
Alarmfunktionen: Ende der Nullzeit erreicht, mit beleuchteter Anzeige und Alarmton, überhöhte Aufstiegsgeschwindigkeit, unterlassener Dekompressionsstop, Batteriewarnung, maximal zulässige Tiefe für den programmierten PPO2 Wert (bei Nitroxtauchgängen), "Deep Stop" Tiefe erreicht
Zusatzfunktionen: Programmierung des Betriebsmodus: Luft / Nitrox / Bottom Timer, Programmierung des O2-Anteils im Nitroxgemisch zwischen 21% und 50% in 1 % Schritten, Programmierung des PPO2max zwischen 1,2 und 1,6 bar, Bergseeprogramm (vier Höhenbereiche), Sicherheitsspielraum durch Einstellen konservativerer Programme vergrößerbar, Dauerspeicher für Gesamtzahl der Tauchgänge, tiefster Tauchgang, niedrigste unter Wasser gemessene Temperatur und Gesamtdauer aller Tauchgänge. Timergesteuerte Displaybeleuchtung, gespeicherte Daten bleiben bei Batteriewechsel erhalten, Restsättigungsspeicher rücksetzbar, akustische Warnfunktion ausschaltbar, Süßwasser-oder Salzwassereinstellung (Voreinstellung: Süßwasser), Temperaturanzeige: Celsius (°C) / Fahrenheit (°F)
Technische Daten: Mares-Wienke RGBM Algorithmus mit Deep Stop Funktion, Stromversorgung durch eine CR 2430 Lithium Batterie (3V), Quarzuhr mit Kalenderfunktion, maximale Betriebstiefe 150 m, Betriebstemperatur: -10 bis +50°C, Lagertemperatur: -20 bis +70°C.

2. Tauchcomputer - Freitauchgänge:

Während des Tauchgangs: Aktuelle Tiefe, Tauchzeit, Wassertemperatur, Tauchgangsdauer in Minuten und Sekunden
An der Oberfläche: Dauer der Oberflächenpause, Wassertemperatur, beim letzten Tauchgang erreichte Maximaltiefe, Gesamtzahl der Tauchgänge, Dauer des letzten Tauchgangs in Minuten und Sekunden, Hauptuhr (abrufbar).
Warnmeldungen (können deaktiviert werden, bei Bedarf auch einzeln): Erreichen der programmierten Maximaltiefe, Erreichen der programmierten Tauchgangsdauer, Ablauf der programmierten Dauer der Oberflächenpause, programmierte Tiefenintervalle
Zusatzfunktionen: Dauerspeicher für: Gesamtzahl der Tauchgänge, tiefster Tauchgang, niedrigste unter Wasser gemessene Temperatur und Gesamtdauer aller Tauchgänge, timergesteuerte Displaybeleuchtung, gespeicherte Daten bleiben bei Batteriewechsel erhalten, Süßwasser-/Salzwassereinstellung (Voreinstellung: Süßwasser), Logbuchkapazität: 102 Tauchminuten, Tauchgangsdaten nach "Sessions" geordnet, Tauchgangsprofile in 4-Sekunden Intervallen (max. 102 Minuten)

3. Uhr:

Funktionen: Quarzuhr mit Kalenderfunktion, zweite Zeitzone, Präzisionsstoppuhr mit Zwischenzeit-Funktion, Außentemperatur, Weckfunktion, Zeitsignal (programmierbar), Timer-gesteuerte Displaybeleuchtung

Empf. VK-Preis Nemo: € 549
Empf. VK-Preis Nemo Titanium: € 675
Empf. VK-Preis IRIS Interface (für alle Mares Computer): € 109

Jules Verne und nicht der Disney – Trickfilm zeichnet als Namenspate für den kleinsten Tauchcomputer aus dem Hause Mares. Man muss sich aber beim Nemo aus Italien nicht durch ein dickes Buch durchhangeln, die Anleitung ist erstaunlich kompakt und vieles kann intuitiv bedient werden. Ähnlich zu den Visionen des französischen Science Fiction Autors hat dieser Computer Merkmale, die zukunftsweisend sind. Und nach dem Tauchgang hört die Freundschaft noch lange nicht auf, als Uhr am Handgelenk begleitet Nemo seinen Herrn auch ins Theater.

Die Nachfrage nach Tauchcomputern in der Größe einer Armbanduhr ist doch so nachhaltig, dass man bei Mares auch diesem Interessentenkreis nun ein Instrument anbieten kann, das bezüglich der Miniaturisierung keine Kompromissen eingeht. Wer eine Leidenschaft für ausgefallene Uhren hat und taucht, den spricht das Design des Nemo sicherlich an.
Das Gehäuse – hergestellt in der Schweiz - ist wahlweise aus gebürstetem Stahl oder aus Titan. Das weiche Kunststoffarmband greift die vom Gehäuse vorgegebene Form auf und rundet den futuristischen Eindruck ab. Ein mitgeliefertes Verlängerungsteil erweitert den Spielraum des Armbands so weit, dass das Instrument auch über einem Trockentauchanzug getragen werden kann.
Das Glas über dem Display ist leicht gewölbt und neigt zu Spiegelungen. Die Wölbung macht den Eindruck, als diene sie auch der vergrößernden Darstellung der Anzeigen.
Vier Tasten steuern Anzeigen und Funktionen, Enter, Escape, „+“ und „-„ .Wie schon hier zu erkennen ist die „Betriebssprache“ Englisch und man muss sich mit einigen der im Display angezeigten Abkürzungen mit Hilfe der Anleitung vertraut machen.
Im täglichen Gebrauch zeigt das beleuchtbare Display die Uhrzeit (zwei Zeitzonen sind einstellbar), ergänzend dazu das Datum, die Temperatur und einen bedarfsweise eingestellten Alarm (Weckzeit). Auch als Stoppuhr kann man den Nemo nutzen, mit Zwischenzeitnahme (Rundenzeit).
Um die Zeit und das Datum einzustellen, ließen wir uns nur von der Intuition leiten und wurden für den Verzicht auf  ein erstes Studium der Anleitung nicht bestraft. Das Manövrieren durch die Zeiteinstellebene mit Hilfe der 4 Tasten verläuft reibungslos und zielgerecht. Mares ist also auf dem richtigen Weg für die Bewegung durch die Menueebenen und die Auswahl der Funktionen 4 Tasten anzubieten, wo andere Anbieter versuchen mit nur zwei Knöpfchen auszukommen, was dann eher in einen Kurs für Morsesignale ausartet und nach längeren Tauchpausen das Erinnerungsvermögen an das Handling arg strapaziert.
Alle Tauchgangarten beherrscht der Nemo: Pressluft, Nitrox bis 50%, reine Tauchzeitanzeige mit Tiefenmesser (für Tectaucher) und Apnoemodus. Bei Wasserkontakt aktiviert sich der Tauchgangmodus automatisch, ab 1,2 m Tauchtiefe beginnt die Tauchgangberechnung. Bei Bedarf muss Höhenlage beim Bergseetauchen manuell eingestellt werden. Zur genauen Ermittlung der Tiefe erwartet der Nemo auch die Eingabe ob man mim Meer oder Süßwasser taucht.
Eine Vielzahl von Alarmen kann gesetzt werden, manche sind im Auslieferungszustand bereits aktiv (Ende der Nullzeit, Dekopflicht).
Das Programm, mit dem der Nemo die Gewebesättigung berechnet (RGBM Mares-Wienke) entspricht dem des M1 RGBM und des Airlab. Nur diese Mares - Computer berechnen in Abhängigkeit des Tauchgangprofils und der Ausnutzung der Nullzeit so genannte Tiefenstops, die die Bildung von Mikrobläschen verhindern sollen und so die Durchführung aller Tauchgänge noch sicherer machen. Zusätzlich kann man die Berechnungen im Menuepunkt „individueller Korrekturfaktor“ in zwei Stufen wählbar konservativer durchführen lassen, was bei Arbeiten unter Wasser, bei Tauchgängen in kalten Gewässern oder bei Tauchanfängern noch mehr Sicherheit bietet.
Natürlich erinnert der Nemo auch bei Nullzeittauchgängen an den mittlerweile üblichen dreiminütigen Sicherheitsstop in einem Tiefenbereich von 2,5 – 5 Metern.
Nach dem Tauchgang wechselt der Rechner wieder in den Uhrmodus und zeigt dabei nun zusätzlich die anstehende Entsättigungszeit und die Dauer des Flugverbots an.
Die Berechnung der Sättigungsdaten kann auch gelöscht werden, was im Tauchschulbetrieb denkbar wäre.
Die Reserven der 3V Lithiumknopfzelle Typ CR2430 reichen für durchschnittlich 50 Tauchgänge in einem Zeitraum von 12 Monaten. Die vorhandene Kapazität wird deutlich im Display angezeigt und die Vorwarnzeit für einen fälligen Batteriewechsel ist großzügig bemessen. Allerdings kann man beim Nemo die Batterie nicht selbst wechseln, dies muss beim autorisierten Servicepartner erledigt werden.
Für die langfristige Speicherung können über eine Infrarotschnittstelle mittels optionalem Zubehör die Logbuchdaten auf einen PC übertragen werden. Bis zu 50 Tauchgänge speichert der Nemo intern, wobei alle Tauchgangdaten inkl. der Aufstiegsgeschwindigkeit in den Tiefenprofilen abgerufen werden können, natürlich wird auch die niedrigste Temperatur aufgezeichnet und alle bei Nitroxtauchgängen relevanten Daten. Auch das Logbuch für Tauchgänge im Freitauchmodus ist sehr komplex und hält eine große Menge Daten für die nachträgliche Auswertung bereit.  

Einsatz

Dank der Armbandverlängerung kann der Nemo auch an einem Trockentauchanzug getragen werden. Der Tauchgangmodus aktiviert sich automatisch bei Wasserkontakt. Unter Wasser sind die Spiegelungen am Glas nicht  mehr so differenziert wie über Wasser, man findet immer eine Position, in der die Daten klar abgelesen werden können. Die Zahlen und Symbole sind in vergleichbarer Größe dargestellt wie an größeren Tauchcomputern, hier merkt man nicht, dass der Nemo kaum größer als eine Taucheruhr ist und auch im Trockenen beste Dienste leistet.
Während im Standardanzeigemodus die wichtigsten Daten zusammengefasst sind wie aktuelle Tauchtiefe, Restnullzeit oder Dekostufe, verstrichene Tauchzeit, können weitere Informationen wie größte erreichte Tiefe, Wassertemperatur, Gesamtzeit für den Aufstieg zur Oberfläche oder die Uhrzeit mit Druck auf die „+“ Taste aktiviert und mit der „-„ Taste variiert werden. Bleibt man zwei Sekunden auf der „+“ Taste, schaltet sich für 5 Sekunden die Hintergrundbeleuchtung zu.
Der akustische Alarm ist ausreichend laut und macht auf die am Display angezeigten Warnungen aufmerksam. Trotz kratzfestem Mineralglas bekam das Testmodell hier eine Schramme ab, was beim Taucheinsatz nicht stört. Wer das gute Stück auch als Schmuck versteht, sollte während der Tauchgänge ein wenig auf seinen Nemo achten.

Fazit

Funktion und Design haben sich im Nemo zu einem ungewöhnlichen Instrument vereint, das in dieser Form einzigartig ist. Die Bedienung ist vorbildlich, die Menueebenen sind beispielhaft gestaffelt. Wer auch im Alltag zeigen möchte, dass man dem Tauchsport verbunden ist oder wem die klassischen Tauchcomputer zu groß sind, können im Nemo einen idealen Partner finden.

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