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Kindertauchkurs auf den Malediven

by Katrin Leipert 8.00

Nachdem die internationalen Tauchverbände Padi und CMAS das Alter für das Kindertauchen von 12 auf 10 Jahre gesenkt haben, gab es für eine Essener Handballmannschaft nur einen Wunsch: Sie möchten Deutschlands jüngste Taucher werden.Spontan reagierte Stop Over Reisen auf diesen Wunsch. Wenn demnächst auch Kinder auf den Tauchbasen ihre Tauchscheine machen können, sollte vorher einmal getestet werden, wie man einer Gruppe von Kindern diesen ja nicht ganz ungefährlichen Sport vermittelt und sie zu kompetenten Tauchern ausbilden kann.

Und so lud Stop Over Reisen die 12-köpfige Gruppe für eine Woche auf die Malediven ein.

Die Grundausbildung fand bereits in Essen statt. Bei TTS Essen lernen die Jungen die Grundregeln des Tauchens. Viel Theorie ist notwendig um die Abläufe im neuen Element zu verstehen. Fleißig werden Zahlen und Tabellen auswendig gelernt, denn alle wissen: Später, viele Meter unter der Meeresoberfläche, hätten Fehler fatale Folgen. Die Tauchlehrer hatten bisher noch nie mit einer so jungen Truppe zu tun, der Unterricht, ausgerichtet auf Erwachsene, mußte entsprechend umgestaltet werden. Anschauliche Beispiele statt zuviel dröger Theorie.

Schließlich geht es das erste Mal ins Schwimmbad. Das Equipment zusammenzubauen und anzulegen ist gar nicht so einfach. Doch mit Hilfe der Tauchlehrer haben es schließlich alle geschafft. Vorsichtig und zaghaft halten die ersten ihren Kopf unter Wasser: Kann man unter Wasser wirklich atmen? Tatsächlich, es funktioniert! Aufgeregt absolvieren die Jungen ihre ersten Tauchgänge. So manch einer schießt bei der einen oder anderen Übung blitzschnell an die Oberfläche, andere haben noch Probleme mit dem Druckausgleich.

Doch nach 5 Übungsstunden im Schwimmbad fühlen sich die meisten wie ein Fisch im Wasser, auch wenn es mit dem Tarieren noch nicht ganz so gut klappt. Nur der Jüngste, Dennis, schwört: Im Meer reichen mir 3 Meter, da sieht man ja auch schon viele Fische.

Jetzt muß aber noch die theoretische Prüfung bestanden werden: 50 Prüfungsfragen müssen beantwortet werden. Konzentriert arbeiten die Jungen an den Fragen, sie alle wissen, nur wer besteht darf mit auf die Malediven.

Angstvolle Minuten beim Verteilen der Ergebnisse und dann großer Jubel, alle haben bestanden. Die 6-wöchige Paukerei hat sich gelohnt – das Abenteuer beginnt.

Mit dem Bus nach Zürich, von dort mit der Bal Air nach Male und weiter auf die Insel Rheeti Beach im Baa Atoll. Ankunft im Paradies. Müde von der 30-stündigen Reise aber aufgeregt auf die ersten Freiwassertauchgänge erkunden die Jungen das Eiland im indischen Ozean. Wunderschöne Sandstrände, Palmen, türkisfarbenes Wasser und Sonne satt – es ist traumhaft.

Am ersten Morgen stellt der Besitzer der Sea Explorer Tauchbasis, Robert, die Teams zusammen, die mit jeweils einem Tauchlehrer die Riffe erkunden werden.

Aufgeregt und gespannt bauen die Jungen ihr Tauchequipment zusammen. Das ist gar nicht so einfach, 12 Kilo wiegt allein die gefüllte Preßluftflasche. Dazu kommen mehrere Kilo Blei und das Gewicht von Flossen, Anzug und Weste. Die Kinder schleppen mehr als die Hälfte ihres eigenen Körpergewichts.

Doch einmal im Wasser wird durch den Auftrieb alles ganz leicht. Luft aus der Weste und runter geht’s. Übungen wie Maske ausblasen oder Wechselatmung sind schon fast Routine, viel spannender ist die Unterwasserwelt. Rochen, Barben, Pilotfische, Makrelen, Glasfische, Clownsfische, Drachenkopf und Steinfisch – für die Jungen gibt es unendlich viel zu entdecken. Bunte Korallen, Seegurken und sogar ein versenkter Betonmischer faszinieren die Kinder. So macht das Tauchen richtig Spaß und fast spielerisch lernen sie, sich in der Unterwasserwelt sicher zu bewegen. Mit einer Lupe wird alles genau erforscht, kaum wieder oben werden die Tauchlehrer mit Fragen bestürmt.

Und Dennis? Die höchstens 3 Meter Tiefe sind schnell vergessen. Am zweiten Tag geht es runter auf 15 Meter und die Begeisterung siegt über die Bedenken.

Nach einer Woche auf Rheeti Beach haben es alle geschafft – sie dürfen sich Padi Open Water Diver nennen. Thomas Sobotta von Padi Europe ließ es sich nicht nehmen, den Jungen persönlich ihre Urkunden zu überreichen. Und natürlich kam Neptun an Land, um den Jungen ihren Schwur, vernünftig mit der Unterwasserwelt umzugehen, abzunehmen. Jeder einzelne mußte vor Neptun knien und die Prozedur der Taufe über sich ergehen lassen und so manch einer mußte für das eine oder andere kleine Vergehen einige Liegestütze machen. Viel zu schnell war das Abenteuer Tauchen auf den Malediven vorbei, aber einig sind sich die Jungen: Tauchen ist toll!

weitere Bilder vom Kindertauchkurs

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