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El Quseir – Familienurlaub im Utopia Beach Club

Schon wieder im Utopia Beach? Im Juni 2003 besuchten wir die Clubhotelanlage im Süden Ägyptens für einen ausführlichen Bericht, besonders das Tauchen am Hausriff begeisterte auf Anhieb. Es entstand der Eindruck, dass dieses Tauchziel nicht nur Hausriffliebhaber und Schnorchler faszinieren kann, sondern auch zum Familienurlaub mit Kindern geeignet ist. So kamen wir zurück, in Begleitung von Kindern im Alter von 8 und 13 Jahren.


Das Reiseland Ägypten boomt, die Hotelanlagen am Roten Meer sind sehr gut besucht. Trotz einiger Monate Vorlauf gab es zunächst Buchungsprobleme, die erst mit zusätzlichen Flugverbindungen behoben werden konnten. Grünes Licht vom Reiseveranstalter Sub Aqua, Startzeit vom Flughafen in München 5:15 Uhr. Eine kurze Nacht, besonders für die aufgeregten Kinder, aber man hat am Ziel dann fast den ganzen Tag noch vor sich.
Die Region von El Quseir mit seinen prächtigen Hausriffen dürfte auf kurz oder lang Teile des Tauchtourismus von Dahab und Hurghada an sich ziehen. Das Tauchen an hoteleigenen Hausriffen oder mit Jeeps (mehr und mehr werden aber klimatisierte Kleinbusse eingesetzt) an entfernteren Landeinstiegen steht hier im Mittelpunkt. Wer unbedingt auf Bootsausfahrten besteht wird auch bedient, doch stehen bei den Halbtagessafaris nicht gerade die absoluten Highlights auf dem Plan, was auch nicht erforderlich ist, bieten die strandnahen Riffe alles, was das Herz begehrt. Von hier aus kann man Safaris zum Elphinstone Reef buchen, etwas für absolut erfahrene Taucher. Bis Herbst 2003 war auch das Dolphinhouse, ein kreisförmiges Riff mitten im Meer, in dem über 100 Delfine in freier Natur schnorchelnd besucht werden konnten, ein lohnendes Ziel. Aber die Unvernunft vieler dorthin verbrachter Touristen, die sich zum Teil den Tieren mit Tauchausrüstung näherten statt mit der ausschließlich gestatteten ABC-Ausrüstung, immer wieder fuhren sogar Boote in den den Delfinen vorbehaltenen Schutzbereich ein, rief eine strenge Neuregelung auf den Plan. Nun bewachen Ranger bis 16:00 am Nachmittag das Geschehen vor Ort, die schnorchelnden Besucher dürfen nicht einmal mehr in die Flachwasserzone innerhalb des Riffs, an einer durch ein Seil markierten Sperrlinie ist Feierabend. Da hängen nun viele Dutzende von Schnorchlern, die mittlerweile sogar einen weit höheren Preis als zuvor bezahlen müssen für ihren Ausflug, an der Leine und warten, hoffen, dass sich die Delfine einmal zeigen. Gab es bis vor kurzem noch eine Garantie von 95% die Tiere beobachten zu können, sind es jetzt vielleicht gerade mal 30%. Also kann man sich dieses Highlight nun wirklich sparen. Schade, dass rücksichtsloser Egoismus diese Entwicklung förderte, denn es wäre für die Kids eine schöne Gelegenheit gewesen die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten.

Angekommen

Strahlende Augen bei den Kids nach Ankunft im Utopia Beach. Die Ägypter haben an ihnen einen Narren gefressen und begegnen ihnen besonders freundlich, immer mit einem lächeln, einem kleinen Scherz. Das kommt vom Herzen, Kinder haben hier einen ganz anderen Stellenwert, das ist etwas, was in Deutschland spürbar fehlt. Der lange Sandstrand mit den zeltartigen Hütten und den  schattenspendenden Schirmen aus Palmenblättern rufen spontane Freude hervor. Ach ja, der Pool, zentraler Anziehungspunkt und hier und da schattige Inseln mit Spielgeräten. Alles wird sogleich registriert und ausprobiert. Doch Vorsicht mit der Sonne – eine gute Sonnenbrille, eine Kappe und mindestens eine 30er Sonnencreme sind Pflicht! In den Pool oder ins Meer springt man zum Schnorcheln am besten mit einem T-Shirt, dann ist die Sonnenbrandgefahr teilweise gebannt.
Während sich die Erwachsenen anfangs mit der Orientierung in der im maurischen Stil erbauten Anlage ein wenig schwer tun, haben die beiden Mädchen die Wege und schmalen Gassen schnell im Griff. Kein Auto kann dem Bewegungsdrang gefährlich werden, höchstens einmal ein Wasserschlauch der Gärtner, der quer über dem Weg lieg liegt. Während im Garten zuhause die Sonnenblumen erst 15 Zentimeter groß sind und ihr strahlendes Ziel noch vor Augen haben, blühen sie hier schon und mit ihnen unzählige Blumen, Stauden und auch einige Bäume. Ein kleines Paradies mitten im Wüstensand. Da findet sich für die Kleinen auch ein Kids – Club, der die Ableger ab 10:00 Uhr Vormittags unterhält, wenn die Eltern auch mal etwas alleine unternehmen wollen.

Im Utopia Beach

Für Familien können spezielle „Familienzimmer“ gebucht werden, in denen Eltern mit bis zu drei Kindern in zwei Schlafzimmern mit Verbindungstür untergebracht werden. Diese Räume, wie auch die normalen Doppelzimmer mit Terrasse oder Balkon, sind großzügig geschnitten, ausgestattet mit Klimaanlage, Kühlschrank und Fernseher (diverse deutsche Programme via Satellit). Je nach Kategorie haben sie Badezimmer  Duschen oder Badewannen. Besonders große Suiten mit einem zusätzlichen Wohnraum und Balkon mit Blick auf den Strand und die Sub Aqua Tauchbasis sind interessant für engagierte Filmer und Fotografen, da sie mit dem oft schweren Equipment nur eine Treppe von der Basis entfernt sind. Im Verhältnis zur Preisklasse dieser Anlage und ihrer geografischen Lage sind die Zimmer und allgemeinen Einrichtungen in ordentlichem Zustand. Kaltes und heißes Wasser kommt aus Duschköpfen und Wasserhähnen, gewonnen aus einer Meerwasserentsalzungsanlage. Es ist aber nicht anzuraten, dieses Wasser zu trinken oder zum Zähneputzen zu verwenden. Es finden sich darin Keime, gegen die das Immunsystem von Europäern keine geeigneten Abwehrmaßnahmen kennt. „Pharaos Rache“ lässt im schlimmsten Fall den Betroffenen zum Dauergast auf der Toilette werden. Das muss nicht sein, denn neben allen Getränken ist natürlich Wasser, das ohne Limit in 0,75 l – Flaschen abgegeben wird, reichlich vorhanden und auch für die Mundhygiene zu verwenden.
Alle Mitarbeiter sind freundlich und höflich um den Gast bemüht. Ein Trinkgeld lässt die Gäste langfristig zum Mittelpunkt kleiner Extraleistungen werden. Bedenkt man, dass ein Ober im Monat umgerechnet etwa 35 Euro verdient ist klar, dass ein paar Euro über die Aufenthaltsdauer verteilt entsprechendes Feedback erbringen. Entweder reserviert der Ober dann  - ohne dass es sein Chef bemerken darf -  den Lieblingstisch des Gastes im Restaurant oder die Drinks von der Bar werden schon mal an den Tisch gebracht.
Das Speisenangebot dürfte jeden Urlaubsgast erreichen und sollte auch empfindlichere Naturen nicht im Regen stehen lassen.

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