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Abseits der Hektik: Cavo auf der Insel Elba

by Hartmut Samel 3.01

Das Wochenende ist in Sicht. Fast geschafft. Ein Blick aus dem Fenster trübt jedoch diese kleine Freude erheblich. Ein sehnsüchtiger Blick auf die Weltkarte, die an der Wand hängt. Die gerade einmal sechs Tage Urlaub, die wir vor uns  haben, lassen einen schnell wieder realistisch werden. Abends beim Glas Wein die Idee - Cavo/Elba. Genau das richtige. Wir hatten schließlich ja schon seit drei Jahren versprochen, wieder einmal Roland's Tauchbasis zu besuchen. Roland, das  ist Roland Heidinger, echter Badener und seit über 20 Jahren Tauchlehrer aus Profession.

Am nächsten Nachmittag stehen wir schon am Hafen von Portoferaio und warten auf  die Fähre nach Rio Marina auf Elba. Der strahlenblaue Himmel lässt uns die Hektik der letzten Tage und Wochen vergessen. Gerade mal 30 Minuten dauert die Überfahrt. Von Rio Marina geht es noch einmal eine Viertelstunde durch eine grandiose Landschaft nach Cavo.
Ein erster ungläubiger Blick von Luigi Paoletti, dem Inhaber des "Hotel Cristallo", als wir an er Rezeption stehen. Natürlich ist die Wiedersehensfreude groß. Nachdem das gemütliche Zimmer mit Meerblick bezogen ist, geht es gleich zur "Montecristo", dem Tauchschiff von Rolands Tauchbasis. Wir werden von einem geordneten Chaos empfangen, das von einem undefinierbaren Kauderwelsch an Sprachen begleitet wird. Die Tauchgruppe, die gerade anlegt, versteht sich anscheinend trotz dieser Sprachbarriere glänzend. Fleißige Hände befördern das Tauchgerödel wieder an Land.
Seit unterem letzten Besuch hat sich bei ihm einiges verändert. Es hat sich nicht nur ein zweites Tauchboot hinzugesellt, auch hat Roland einige nützliche Umbauten an der Montrecristo vorgenommen. Eine der wohl für uns Taucher angenehmsten ist, dass die Flaschen auf dem Boot bleiben können, da über ein fest montiertes Schlauchsystem die Befüllung an Bord durchgeführt wird.
Der Abend dämmert schon. Nachdem sich alle geduscht und frisch gemacht haben, sitzen wir unter den Arkaden des Hotels, essen und plauschen über das Tauchen vor Elba. Obwohl direkt am Hafen, ist hier nichts zu spüren von der typisch italienischen Hektik des Festlandes, dem Straßenlärm und den Touristenmassen, die durch die Souvenirshops eilen. Individualurlaub bzw. Familienurlaub ist hier immer noch angesagt.
Nicht nur als Taucher findet man hier schnell Anschluss. Am deutlichsten wird dies im Ferienpark "Paradiso". Während Er oder Sie taucht, malträtiert sowohl der einheimische wie auch der touristische Nachwuchs gemeinsam die Luftburgen oder spielt Minigolf.
Beim obligatorischen Espesso und Grappa werden Pläne für den nächsten Tag geschmiedet. Roland, immer wechselnd zwischen deutsch und italienisch, ist ein hervorragender Kenner der Gewässer um Cavo. Er wüsste da ein paar Höhlen, die könne man einmal anfahren. Kaum gesagt, bekommen natürlich alle glänzende Augen. Zu fragen, ob jemand etwas anderes unternehmen möchte, erübrigte sich.

Der nächste Tag empfängt uns mit strahlendem Wetter. Treffpunkt ist die Tauchbasis. So um die 30 komplette Ausrüstungen hängen hier. Es ist daher auch nicht weiter verwunderlich, dass er gerade Tauchclubs zu seinen Stammgästen zählt.
Nach einer guten halben Stunde Anfahrt sind wir da. Vor uns erheben sich majestätisch riesige, steil aufragende Felsen. Alles macht sich fertig. Der Einstieg befindet sich nur knapp unter der Wasseroberfläche. Getaucht wird immer in Vierergruppen. Die leise Nervosität verfliegt im Wasser schnell. Der Eingang ist breit genug. Man braucht sich nicht hindurchzwängen. Die UW-Lampen leuchten in das bizarre Dunkel. Im Fels hat sich ein Hohlraum gebildet. Man kann hier auftauchen. Den Anblick des Felsens von Bord der "Montecristo" noch im Gedächtnis, lässt diesen Dom noch imposanter erscheinen.
Überall haben sich kleine Seitengänge gebildet, die natürlich erkundet werden müssen. Der von außen so kompakte Fels wird auf einmal wie ein Schweizer Käse. Während man andächtig durch dieses scheinbare Labyrinth schwebt, mahnt so langsam der Computer zur Aufstieg.
Wir waren nicht tiefer als 12 m, doch als das gleissende Sonnenlicht wieder blendet, verschwindet auch jenes beklemmende Gefühl der "Unterwelt". An Bord herrscht andächtige Ruhe ob der Eindrücke.

Das Meer hat aufgefrischt. Wir nehmen  wieder Kurs in Richtung Hafen. Zurück an Land ist dieser Ausflug natürlich das Tagesgespräch. Wie Taucher nun einmal sind, werden sofort die Logbücher gezückt. Der ein oder andere grübelt  noch über seinen persönlichen Eintragungen, als wir an der Strandbar sitzen. Diesem Erlebnis sollten jedoch noch einige folgen, während unseres leider viel
zu kurzen Aufenthaltes in Cavo.
Der Abschied von Roland und Luigi, einem gut eingespielten Team, fällt uns daher um so schwerer. Es war jedoch wieder einmal genug Zeit, um jene italienische Gastfreundschaft zu erleben, die man oftmals beim sonstigen Massentourismus gar nicht mehr erwartet, bzw. überhaupt nicht mehr kennt.

Wer einmal einen Urlaub bei Roland und Luigi verbringen möchte, dem sei die  Internetseite: www.cavo-diving.de   empfohlen.
 
 
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