UnterWasserWelt - das Onlinemagazin seit 1999


 

Werbung Omneia Rauchen und reisen

Werbung Fa. Marlin UW-Gehäuse

Werbung Seacsub

Werbung Cressi

Anzeige Aqua Active Agency

EDITORIAL

Michael Goldschmidt

Liebe Leserinnen und Leser,

erst vor ein paar Tagen bin ich von der Messe boot in Düsseldorf zurückgekommen und habe mir ein Wochenende in der Natur gegönnt, mit erholsamen Spaziergängen entlang der Ufer des Walchensee und des Chiemsee. Eigentlich stand das Thema Tauchen ganz oben auf der „nach der boot Erledigungsliste“, doch die eisigen Temperaturen hätten das nasse Equipment nach dem Tauchgang sofort schockgefrostet, das muss man seinem Equipment nun wirklich nicht antun. So wurde es ein langer Spaziergang entlang des Walchensees, dessen Wasserspiegel um gut 5 Meter abgesenkt worden war, wie stets im Winter. Der Ein- und Ausstieg wäre angesichts dieser Maßnahme eh sehr schwierig geworden. Es ergaben sich traumhafte Einblicke in glasklares Wasser, die Kamera hielt sie fest und auf Facebook und Instagram haben wir diese wunderbaren Augenblicke geteilt.
Ich kann mich konkret an keine Jahreszahl erinnern, wann der Chiemsee das letzte Mal zugefroren war und man trockenen Fußes zu den Inseln spazieren konnte. Das muss bald 30 Jahre her sein. Also auf und ab aufs Eis, der stimmungsvollen Fotos wegen…
So, nun sind 7 Tage hochgradig CO2 geschwängerter Hallenluft in Düsseldorf vorbei, Tageslicht und reale Welt haben  mich wieder.
Und da sind sie wieder die Fragen, bohrend, neugierig, erwartungsvoll von jenen, die sich den Trip nach NRW sparten. Im Großen und Ganzen hat man wie schon in den zurückliegenden Jahren sein Geld gespart, nicht nach Düsseldorf zu reisen, denn es gab kaum echte Innovationen und Schnäppchen bekommt man online bei den großen Shops eh rund ums Jahr. Das gesparte Geld investiert man lieber in den Ausbau oder die Innovation der eigenen Ausrüstung. Es gibt keinen Grund mehr, des Deutschen liebstes Tropenziel zu meiden, Ägypten, das Rote Meer bietet alles, was man sich wünscht und die Reisewarnung nach Sharm wurde auch aufgehoben. Das war längstens überfällig.
Natürlich fielen uns einige innovative Produkte auf, doch da tat sich mehr im hochpreisigen Bereich. Bei Atomic wurde ein non plus ultra Jacket gezeigt, das aber erst 2018 in den Handel kommen soll. Detailliert durchdacht, hochwertigst und vor allem nach dem Tauchgang sofort trocken. Dafür erwartet man einen Endkundenpreis von € 1400,-
So viele Anbieter mit Equipment für technische Taucher wie dieses Jahr, gab es wohl noch nie in Halle 3. Gerade bei den Scootern gab es nochmals einige neue Aussteller. Besonders beeindruckten die Taucherantriebe von www.carbon-scooter.com. Sie sind unserer Einschätzung nach auf der Zielgeraden, das neue führende Produkt im in Deutschland gefertigten Scootermarkt zu werden. Und die Palette der OSTC Tauchcomputer wuchs gleich um drei neue Modelle.
Irritiert waren wir von der Pressekonferenz des Labels MARES. In knapp 10 Minuten wurden von Gerald Skrobanek, Präsident der Mares S.p.A., die geladenen Journalisten abgefertigt. Englischsprachige Texte auf dem Bildschirm hinter ihm, die seinen Worten ein internationales Flair geben sollten, waren an dieser Stelle wohl nicht so angebracht. Wenige Minuten wurde dem Deal mit dem Rebreather Hersteller REVO gewidmet, mit der lapidaren Aussicht, man wolle nun einen absolut sicheren Sporttauchrebreather entwickeln. Nicht verwunderlich, dass die anwesenden Sporttauchjournalisten hierzu auch keine Nachfragen hatten. Mangels eigenen Hintergrundwissens nehme ich mal an. Nachdem ich im vergangenen Jahr zum Thema Extended Range schon einige Nachfragen gestellt hatte, die nicht wirklich befriedigend beantwortet worden waren, enthielt ich mich diesmal der Stimme. Dass Mares hier noch eine Menge an Kompetenz, gerade auch in der Außenwirkung und Kommunikation zu erarbeiten hat, ist jedem seriösen, von technischen Ausbildungsverbänden unterrichteten Taucher ohnehin klar.
Mit Schnittchen und eilig verteilten USB – Sticks, die die MARES Neuigkeiten im Datenformat enthielten, war die Pressekonferenz zuende.
Ein paar Tage später war dann noch eine PK bei Mares anberaumt. Es ging um die ehemals als Heli Diving Event von Harald Hois ausgeschriebene, nun Licancabur – Tauchprojekt betitelte Veranstaltung. Hubschrauber gibt’s keine mehr, nun geht’s zu Fuß von 4000 Meter auf 6000 Meter Höhe, um mit Kreislaufgeräten in einem 7 Meter flachen See abzutauchen.
Da bin ich echt neugierig, ob es diesmal im Nachgang irgendwelche Ergebnisse geben wird, die die Tauchwelt dringend braucht. Ein Freediving Projekt von Mares Promoter Christian Redl am Himalaja war vor ein paar Jahren zwar wunderbar angekündigt worden, doch hier erreichte die Szene danach außer ein paar Fotos nichts an Ergebnissen.


Herzliche Grüße,

Ihr

Michael Goldschmidt

 

Werbung Bauer Kompressoren

Werbung Orca Diveclubs

Werbung Taucheruhren.de

Inserat Atlantis Berlkin

 

 

Inserat PD2

 

 

 

 

 

Buchshop - Tauchen 300 * 250 px