UnterWasserWelt - das Onlinemagazin seit 1999


 

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EDITORIAL

Michael Goldschmidt

Liebe Leserinnen und Leser,

auch wenn UnterWasserWelt in erster Linie ein dem Tauchen gewidmetes Onlinemagazin ist, darf ich, muss ich als verantwortungsvoller Journalist Themen einfließen lassen, die scheinbar erst auf dem zweiten Blick mit der Welt unter Wasser zu tun haben.
Welche Steilvorlage politisch zu werden lieferte am 1. Juni der unsägliche amerikanische Präsident Trump? Der Rowdy mit bedauerlichen deutschen Wurzeln kündigt das 2016 in Paris unterzeichnete Klimaschutzabkommen um sein „America first“ so richtig wirken zu lassen. Ich habe mir die Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Haus live im TV angesehen und war schon vom Auftritt des Vizepräsident schockiert, dessen Lobeshymne auf den großartigen Trump, dessen unglaubliche Erfolge schon nach kurzer Amtszeit,  das wunderbare „America first“, nur Amerika ist wichtig, zuallererst kommt Amerika… Dieser Vizepräsident trat auf, wie ein Publikumsanheizer für eine schlechte Fernsehshow.
Trumps Auftritt dann einfach nur fassungslos machend. Dabei hatte sich sein Redenschreiber schon spürbar bemüht, die größten von Trump verbreiteten Idiotien und Aggressionen in verbale Globuli zu verpacken. 
Entsetzlich dann nach Ende seiner Verlautbarung der Applaus des handverlesenen Publikums, eine Situation, die man nur von Diktaturen kennt.
Diese Amerika aktuell leitende Person macht sich nicht einen Milligedanken, was die Umweltzerstörung aus Gier und Habsucht für den gesamten Planeten, der bekanntlich zu 70% von Wasser bedeckt ist, bedeutet. Gegen Trump ist eine Atombombe nur Spielzeug vom Weihnachtsmarkt. Klimawandel betrifft den gesamten Planeten und hat ein unbezifferbares, zerstörerisches Potential. (Putin müsste das eigentlich auch wissen… ) Dass dieser Mensch nicht den Hauch von Verantwortung, wenigstens für seine Familie, zu tragen in der Lage ist, disqualifiziert ihn grundsätzlich.
Erfreulicherweise haben sich in Amerika hunderte von Unternehmen gegen den Ausstieg aus dem Klimaabkommen öffentlich und mit einem Brandbrief an Trump geäußert. Städte und Gemeinden wollen an ihrem Kurs zum Klimaschutz festhalten. Der Bürgermeister von Pittsburgh dürfte sich als Kopf etablieren, der Trump die Stirn bietet. Er ist stocksauer, dass Trump in seiner kurzen Rede Pittsburgh als ihm wichtiger als Paris zitierte, hätten doch auch dort die Wähler eindeutig für ihn gestimmt. Wie immer sieht bei Trumps Äußerungen die Wahrheit anders aus, in Pittsburgh hatten 80% für Hillary Clinton gestimmt.
Vor diesem Hintergrund tut es mir leid, dass mein Vater 30 Jahre in leitender Position für die amerikanische Regierung in Deutschland arbeitete. In dieser Zeit erlebte ich ein positives Amerikabild. Er wurde sogar nach Washington gerufen, aber meine Mutter rettete uns – aus heutiger Sicht besonders interessant – vor dem Umzug. Sie sprach kein Englisch und damit war für meinen Vater die Sache vom Tisch. Er würde sich im Grab umdrehen, wüsste er um die Entwicklungen in USA.
Viele meiner beruflichen und privaten Aufenthalte auf der anderen Seite des Atlantiks zeigten mir oft ein anderes Amerika, ein oberflächliches, politisch kaum gebildetes, nur auf sich selbst verliebtes Land, für das Europa oder andere Kontinente in erster Linie nur Sandkästen für ihr aufgeblasenes,  militärisches Muskelspiel sind.
Wie Schizophren ist dieses Amerika denn tatsächlich im aktuellen Zeitraum? Dieses Land hat wohl die meisten Nationalparks und zelebriert sich, natürlich immer gegen Geld, als größter Naturschützer. Schauen Sie bei einer Führung nur einen Stein schief an, bellt Sie der/die Führer/in sofort scharf an, Exerzierplatz oder Gefängnishof lässt grüßen.
Tauchen Sie mit den Manatees in Florida, werden Ihnen strikte Auflagen vermittelt, doch was kümmert es die freien Amerikaner, dass in den wenigen Flüssen, in denen Manatees leben, auch Motorboote fahren dürfen. Diese müssten zwar langsam fahren, doch das ist relativ und die meisten Tiere haben tiefe Narben vom Kontakt mit den Schrauben der Bootsmotoren oder sterben sogar.

Solange Trump und seine Handlanger in USA am Ruder sind, werde ich sicher nicht mehr dorthin reisen. Dafür werden wir von hier aus alles versuchen, der weltumfassenden Natur, den Lebensräumen über und unter Wasser, eine würdige Zukunft zu sichern.

Ach ja, Trump, braucht den noch jemand, oder kann der weg?


Herzliche Grüße, Ihr

Michael Goldschmidt

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