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EDITORIAL

Michael Goldschmidt

Liebe Leserinnen und Leser,

heute schreibe ich den wunderbaren Frühlingsnachmittag nutzend, unter blauem Himmel. Kein Wölkchen hängt der Sonne im Weg. Da gibt es nur 11 weiße Streifen, die sich in gerader Linie kreuz und quer über das Himmelsblau ziehen. Vielleicht sitzen ja gerade Sie in einem dieser Flugzeuge auf dem Weg nach Ägypten, der Karibik zum langersehnten Urlaubsziel. Wenn Sie im Flieger sind und Ihnen die Airline einen menschenwürdigen Sitzabstand zum Gast vor Ihnen bietet, kein XXL Gast neben Ihnen noch Ihren halben Sitzplatz mitbenutzt, dann haben Sie tatsächlich einigermaßen entspannte Stunden vor sich. 
Ich denke da einige Jahrzehnte zurück, wie einfach war da das Fliegen. Es gab keine Sicherheitskontrollen, keine peniblen Richtlinien, was nicht ins Handgepäck darf. Mit Ticket und Pass hatte man Zutritt zu den Transiträumen und den Gates. Häufig waren die Maschinen nicht bis auf den letzten Platz ausgebucht, man reiste wirklich wie ein Gast…
Und heute? Man wird an der Sicherheitskontrolle in seine Einzelteile zerlegt. Auf Socken und ohne Gürtel, ohne Armbanduhr und mit leeren Hosentaschen tappt man wie ein armer Sünder durch den Rahmen des Metalldetektors, um dann noch von einem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes abgetastet zu werden. Derweil offenbart sich der Inhalt meines Handgepäcks quasi für jedermann auf den Bildschirmen des Scanners, nicht nur dem Securitypersonal. Dieses TV – Programm ziehen sich gerne auch Voyeure hinein, die noch genügend Zeit bis zu ihrem Abflug haben. Auf Socken, eine Hand am Hosenbund, um zu verhindern, dass das Beinkleid ohne Gürtel keine weiteren Ein- und Ansichten bieten kann. Und da ist sie wieder, diese Anweisung im Ton eines Feldwebels: „Da miass ma neischaung“, Abschiedsgrüße aus München. Der Kamerarucksack hat wie stets für Aufsehen, Interesse und Neugier gesorgt. Jetzt habe ich eine 50:50 Chance, wie es weiter geht. Entweder kümmert sich ein neugieriger Technikfreak um den Inhalt und ich darf alles auspacken, durch Objektive schaun lassen, Probebelichtungen machen oder ich treffe auf den willkommenen Typ souverän, der mit einem Küchentuch über die markanten Inhalte des Rucksack wischt, was dann in einem modernen Sprengstoffanalysegerät zum Ergebnis meiner Unschuld führt. Variante zwei ist mir lieber, denn dann kann ich den Leibriemen wieder einfädeln, die Schuhe anziehen und die Tonnen bewundern, in denen ein Vermögen an Scheren und Messer angesammelt wurde. Hier und da gibt es verzweifelte Reisende, die zwar erlaubte Mengen an Flüssigkeiten und Cremes mit sich führen aber vergaßen, sie in Plastiktütchen zu verpacken. Ein No Go! Und natürlich gibt’s hier keine Notfallbeutelchen, nicht mal gegen Geld. Da haben es Hundebesitzer besser, da stehen häufig Tütchenspender zum Nulltarif in der freien Natur. Auf Händen werden die „Fluggäste“ hier nicht getragen, höchstens begrapscht.
Sollten Sie zufällig nach USA reisen, ein Ziel, das ich mir wohl in nächster Zeit verkneifen werde, geht der Securityzauber unmittelbar am Gate nochmals los. Da stehe ich wieder, ohne Schuhe, Gürtel, gescannt und durchleuchtet vor den ausgebreiteten Habseligkeiten optotechnischer Natur.
Aber das könnte in Zukunft auch ein Ende haben, das mit der Kamera, dem Tablet Computer, dem Laptop im Handgepäck, geht es nach dem Willen der Vereinigten Staaten von Trump. Von einigen arabischen und afrikanischen Staaten aus kommend,  darf nur noch ein Smartphone „üblicher“ Größe in die Kabine, alles andere muss ins aufgegebene Gepäck. Aus Sicherheitsgründen. In welchem Zustand Kameras und Computer dann aus dem Fluggepäck kommen, können Sie sich an drei Fingern abzählen. Noch hat man sich in Europa dieser Maßnahme nicht angeschlossen, aber befürchten darf  man. Vielleicht kommt es ja mal so weit, dass man nicht mehr mit der eigenen Kleidung die Maschine betreten darf. Jeder trägt dann nur noch einen weißen Ganzkörperanzug nach Art der Spurensicherung.
Es geht halt nichts über moderne Zeiten.

Herzliche Grüße, Ihr

Michael Goldschmidt

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