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Auf den ersten Blick erkennt man beim Tauchcomputer DARWIN aus dem Hause DACOR Ähnlichkeiten zum M1 von MARES. Doch wofür der Taufpate des Tauchrechners, Charles Darwin, mit seinem Namen steht, nämlich für dessen Selektionstheorie, so ist dieser Rechner mit eigenen Features ausgestattet und somit ein eigenständiges Modell, das als Arm- oder Konsolenmodell normale Pressluft oder Nitroxgemische berechnet. UnterWasserWelt tauchte mit DACOR`s jüngsten Rechnernachwuchs in Bergeseen und in den Tropen.

Der DARWIN zählt zweifelsfrei zur Gilde der modernsten Tauchgangrechner. Man kann ihn klassisch am Arm tragen oder als Konsolenmodell mit Finimeter (optional mit zusätzlichem Kompass). Die Größe des Computers erlaubt ihn auch schick am Arm einer Taucherin zu platzieren, das Design und das grau – schwarze Styling mit zwei leuchtend gelben Bedienungstasten gefällt.
Hinter kratzfestem Glas liegt das 2,5 x 4 cm (HxB) LC –Display, das während des Tauchgangs in 15 – Sekunden – Intervallen oder dauerhaft beleuchtet werden kann.

Wie üblich bei technische Geräten neuster Generation ist der erste Gebrauch an das Studium einer umfangreichen Bedienungsanleitung gebunden. Aber nach einer halben Stunde hat man sich das Bedienungskonzept des DARWIN mit der Steuerung über zwei Drucktasten verinnerlicht und man manövriert sich weitgehend intuitiv durch die verschiedenen Menüs und ändert dabei die Setup – Einstellungen für den vor einem liegenden Tauchgangtyp, ob Meer- oder Süßwasser, Pressluft oder Nitrox, Meereshöhe oder Bergseeniveau. Daneben stimmt man den Rechner noch auf die Anzeigen ob Meter oder Fuß, Fahrenheit oder Celsius ab und stellt man den Kalender und die interne Uhr.
Ein wenig leichter fiele dies zu Anfang, wenn man bei der Bedienungsanleitung nicht am Papier gespart hätte. Die Texte sind so klein gedruckt, wie auf der Rückseite von Versicherungsverträgen, dabei hat das gute Stück nun wirklich nichts zu verbergen. Aber hier ist man beim Hersteller bereits um Abhilfe bemüht und die neue Auflage wird in größeren Lettern gedruckt werden.
Um den DARWIN zum Leben zu erwecken, müssen zwei Batterien der Größe AAA (Micro 1,5 Volt) eingelegt werden, die weltweit ohne Probleme zu erstehen sind. Das Batteriefach öffnet man mit einer Münze oder es genügt auch schon ein starker Daumennagel, um die Verriegelung um 90° zu drehen. Abgedichtet ist das Fach mit nur einem - eher filigranen - O-Ring. Das genügt sicherlich, da das Fach gegen die Elektronik des Rechners abgedichtet ist und eventuell hier eindringendes Wasser lediglich die Batterien schädigt. Aber unter Salzwassereinfluss kurzgeschlossene Zellen reagieren ziemlich nervös und deshalb sollte man beim Batteriewechsel, den man ja erfreulicherweise selbst erledigen kann, der kleinen Dichtung gebührende Beachtung schenken.

Nachdem der DARWIN „unter Strom steht“ kann man auf dem Display die vorgegebenen Parameter ablesen, die Umgebungstemperatur wird angezeigt und Striche statt Zahlen bei Tauchtiefe und Restnullzeit signalisieren, dass das gute Stück nur darauf wartet endlich in sein Element zu kommen.  Die Orientierung auf dem LC-Feld, das während des Tauchgangs in zwei Ebenen abgerufen werden kann, ist wirklich intuitiv. Die wichtigsten Anzeigen

sind klassisch an den 4 Ecken des Displays ausgerichtet. Man kann die Wassertemperatur abrufen und wird auf das Überschreiten der Aufstiegsgeschwindigkeit hingewiesen. Warnungen werden grafisch und akustisch ausgegeben. Wen das Gepiepse stört, der kann das einfach im Menü selbst abschalten.

Natürlich ist der DARWIN ebenso für Nitroxtauchgänge verwendbar. Das haben wir auch ausgiebig getestet. Der Sauerstoffanteil in kann in Schritten von 1% bei 21% beginnend bis 50% gesetzt werden. Der Partialdruck ist auf 1,2 bis 1,6 bar vorzugeben. Die eingestellten Daten bleiben so lange Tauchganggrundlage, bis sie manuell auf andere Werte gesetzt werden. Die Mischung aus Tauchgängen mit normaler Atemluft und Nitrox ist ebenfalls möglich, dazu muss lediglich im Nitroxmodus der Sauerstoffanteil auf 21% gesetzt werden.

Wer den Rechner mehreren Anwendern zur Verfügung stellen möchte, hat im gewissen Umfang hierfür die Möglichkeit. Sämtliche Speicherwerte für die Stickstoffentsättigung in der Oberflächenpause können gelöscht werden. Dann kann der Rechner „jungfräulich“ von einem anderen Taucher eingesetzt werden. Allerdings sind dabei keine Wiederholungstauchgänge möglich und das Zeitintervall bis zum Neueinsatz des DARWIN zählt 24 Stunden.

Wer den DARWIN als Apnoetaucher oder im Tec – Bereich als reinen Tauchzeitrechner mit Tiefenangabe aber ohne Sättigungsparameter verwenden möchte, der kann das auch tun und im Setupmenü die Funktion Bottom Timer auswählen.

Das Gerät selbst ist für eine maximale Einsatztiefe von 200 Metern ausgelegt, wobei die Anzeige und der Rechenvorgang (berücksichtigt werden 11 Gewebe nach einem modifizierten Haldane -  Algorhythmus) bis 150 Meter ausgelegt sind. Dekostufen werden ab einer Tiefe von 24 Metern gerechnet. Zwischen –10° C und + 50°C liegt der thermische Einsatzbereich, bis 2400 Meter kann der Höhenmodus in 4 Schritten manuell eingestellt werden. Das Logbuch speichert 50 Tauchgänge oder 38 Stunden Tauchzeit in Aufzeichnungsschritten von 20 Sekunden.

Über das optional erhältliches IR-Interface IRIS können die Logbuchdaten auf einen PC übertragen  und dort mit Hilfe der mitgelieferten Software umfangreich ausgewertet und sortiert werden. Erfreulich ist, dass zur Programmierung des DARWIN und Einstellung nach den persönlichen Vorgaben der PC – Anschluss selbst nicht erforderlich ist.

Im Einsatz

Obwohl die Konsolenmodelle stark im Vormarsch sind, haben wir uns für das Handgelenk – Modell des DARWIN entschieden. Ob über dem Trocki oder dem Tropenanzug oder direkt auf der Haut, in allen Varianten Sitzt der Rechner einwandfrei, das Band ist lang genug ausgelegt. Die Ablesbarkeit der Daten, die für den Tauchgang relevant sind, ist gut. Bei Nachttauchgängen und in der Dämmerung hat sich das beleuchtete Display bewährt. Angesichts des selbst zu erledigenden Batteriewechsels zogen wir bei Nachttauchgängen den Modus „Dauerbeleuchtung“ vor. Das Gehäuse ist robust und das Glas über dem Display hat auch härtere Stöße ohne Schramme ausgehalten. Auch mit Handschuhen lassen sich die Mode –Tasten problemlos bedienen um in den beiden Anzeigeebenen zu blättern.

Fazit

Der DARWIN ist ein moderner Tauchgangrechner, der nach heutiger Beurteilung keine Wünsche offen lässt. Wer auf intuitive Erfassung der Tauchgangdaten großen Wert legt, die Vorteile der Displaybeleuchtung, des eigenen Batteriewechsels und des Nitroxmodus schätzt, einen kleinen Rechner sucht und die aktive Einbeziehung von Luftverbrauchsdaten nicht benötigt, findet in diesem Computer von DACOR ein interessantes Angebot.

Fakten

Hersteller: Dacor
Modell: Darwin
Einsatztiefe: 200 Meter
Anzeige / Rechenvorgang: bis 150 Meter
Modi: Pressluft, Nitrox (21% - 50%, 1,2 – 1,6 bar Partialdruck)
Bergseemodi: in 4 Stufen bis 2400 m manuell einzustellen
Kalibrierung: Süßwasser und Meerwasser
Beleuchtung: ja
Logbuchspeicher: 50 Tg. oder 38 Stunden
PC – Interface: optional
Warnfunktionen: Grafisch und akustisch, vom User abschaltbare akustische Signale
Preise: DARWIN Handgelenkmodell ca.: € 399,- ; DARWIN in Konsole mit Finimeter ca.:€ 479,- ; Interface IRIS ca.: € 99,-
Vertrieb: Fachhandel
Info: Tel.: 089 - 9099950

Computer

DACOR DARWIN

 

 

Display

Übersicht, Ablesbarkeit

6

6

Beleuchtung

 

3

3

Aktivierung

automatisch / manuell

3 / 1 Punkte

3

Bergseemodus

automatisch / manuell

3 / 1 Punkte

1

Batteriewechsel

vom Besitzer - in Fachbetrieb

3 / 1 Punkte

3

Nitroxfähig

ja - nein

3 / 0 Punkte

3

Bedienbarkeit der Menüs

einfach zu erlernen oder umfangreiches Studium der Unterlagen nötig

6

6

PC - Auswertung

USB oder Serieller - Anschluss - oder nicht vorgesehen

3 / 2 / 0 Punkte

3

Individuelle Anpassung

Alarme usw

3

3

Extras

 

3

 

Verarbeitung

 

6

6

Preis

 

 

€ 399,-

Punkte maximal

 

42

 

Punkte erreicht

 

 

37

Ergebnis - Note

 

 

1,7

Preis / Leistung

 

 

gut +

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