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by Michael Goldschmidt 11.17 UW-Fotos by Aire Eder & Manuela Kutschenreuter

Cressi Tauchcomputer GOA

Cressi Tauchcomputer GOA

Cressi Tauchcomputer GOA © UWW / Foto Aire Eder

Cressi Tauchcomputer GOA

Cressi Tauchcomputer GOA © UWW / Foto Aire Eder

Cressi Tauchcomputer GOA

Cressi Tauchcomputer GOA © UWW / Foto Aire Eder

Cressi Tauchcomputer GOA

Cressi Tauchcomputer GOA

Cressi Tauchcomputer GOA © UWW / Foto Aire Eder

Cressi ist in Genua ansässig. Seit 1946. Das internationale Kürzel für den gemütlichen Flughafen von Genua ist GOA. Das ist das Namensgeheimnis hinter dem Tauchcomputer GOA. In Ligurien ist man durchaus Stolz auf die dort entwickelten und gefertigten Instrumente „made in Italy“. Der GOA ist Cressis zweiter Armbandcomputer für Gerätetaucher und ist seinem Vorreiter NEWTON in gewissen Bereichen ähnlich. Die Unterschiede sind aber schnell ausgemacht, der GOA hat zwei statt vier Funktionstasten, bietet nur einen Nitroxmodus, bedient aber zusätzlich mit umfangreichen Funktionen auch Apnoetaucher.

Für viele User ist es mittlerweile wichtig, dass ihr Tauchcomputer auch alltagstauglich ist. Uhr- und Tauchfunktionen sind gleichermaßen gefragt. Der GOA richtet sich in erster Linie an Sporttaucher, die auch mal mit Nitrox abtauchen wollen, Technische Taucher, die lediglich einen Tiefenmesser mit Tauchzeitanzeige benötigen und an Freitaucher, die nicht ausschließlich mit angehaltenem Atem ihrem Sport frönen.
Dass es Cressi bei seinen aktuellen Armbandcomputern geschafft hat, eine besonders große Nutzfläche für das  LC Displays zu entwickeln, was die Größe der angezeigten Daten beispielhaft macht, haben wir bereits bei unseren Testreports positiv ausgeführt. Auch beim GOA ist die Ablesbarkeit einwandfrei und das Layout für grafische Sonderanzeigen wie CNS, Aufstiegsgeschwindigkeit, PPO2 oder Bergseelevel ist unmissverständlich. Das kratzfeste Mineralglas schützt das Display bereits sehr gut, der zusätzlich beim Gebrauch verwendbare Kratzschutz hat noch eine leichte Lupencharakteristik, was kleine Symbole noch deutlich erkennbar macht. Die Technik des GOA ist von einem robusten Kunststoffgehäuse umgeben, der mit zwei Schlitzschrauben arretierte Boden, hinter dem die Batterie eingelegt ist, ist aus poliertem, rostfreiem Edelstahl. Elegant ist die am Gehäuse optisch übergangslose Integration des Armbands, das für den Gebrauch mit Trockenanzügen durch beiliegende Verlängerung adaptiert wird. Für den eigenen Geschmack gibt es den GOA in 5 dezenten Farbvarianten, wobei drei auf der Grundfarbe Schwarz und zwei auf Weiß aufbauen. Tauchgangrelevante Daten liefert er bis 120 Meter.
Die neu entwickelte Platine ist äußerst stromsparend. Bei absehbarer längerer Nichtbenutzung, kann der GOA in einen Schlafmodus versetzt werden. Zudem kann die bei Wasserkontakt in den Tauchmodus umschaltende Automatik ausgesetzt werden, damit beim Schwimmen und Schnorcheln die Uhrzeitanzeige verfügbar ist. Selbstverständlich erlaubt der GOA auch von mehreren Tauchern hintereinander  verwendet zu  werden, da der Sättigungsspeicher auf null gesetzt werden kann. Diese Funktion macht ihn für Tauchschulen interessant, die das Gerät pro Tag an unterschiedliche Nutzer ausgeben möchten.

Schauen wir auf die Eigenschaften des GOA in seinen unterschiedlichen Betriebsmodi. Natürlich steht auf der obersten Ebene die Uhrfunktion mit der Möglichkeit, eine zweite Uhrzeit anzeigen zu lassen, hält man sich in einer vom eigentlichen Standort abweichenden Zeitzone auf. Ein Präzisionschronometer ist mittlerweile auch Standard, wie auch die Weckfunktion, die akustisch auch an Termine erinnern könnte.    
Das Tauchprogramm für Luft bzw. ein Nitroxgemisch bis maximal 50% Sauerstoff schließt sich an. Der Algorithmus CRESSI RGBM ist für persönliche Faktoren in mehreren Stufen konservativer einstellbar. Die Tiefenstopfunktion ist abwählbar, die PPO Einstellung ist variierbar zwischen 1,2 und 1,6 Prozent. Ein Bergseelevel muss manuell eingestellt werden. In Abhängigkeit der Tauchzeit und Tiefe wird ein obligatorischer Safetystop angezeigt, auch wenn keine Deco einzuhalten ist. Akustische Signale machen auf Verstöße aufmerksam.
Im Programm FREE werden alle für das Apnoetauchen relevanten Parameter angezeigt, mit dem Setzen von Alarmen wird auf das persönliche Profil des Freitauchers eingegangen. Tiefe, Temperatur, Häufigkeit des Abtauchens und der Tauchzeiten, Tiefen und Oberflächenintervalle, Erholungszeit sowie die Dauer der Session und deren Maximaltiefe sind am Display verfügbar. Das ist mehr als ausreichend, bewegt man sich nicht an den absoluten Grenzen des Wettkampfsports.
Die Minimalisten, die lediglich die Tiefe, Temperatur, durchschnittliche Tiefe, Tauch- und Uhrzeit angezeigt haben möchten, Tekkis, die nach ihrem Plan tauchen, bedient der Gauge Modus.
Im Logbuch werden  je nach Typ die letzten 50 Tauchgänge gespeichert. Die Übertragung der Logbuchdaten in ein PC Logbuch ist mit dem optionalen Interface möglich. Die Logbuchapp ist dazu kostenlos von der Cressi Website zu laden. Eine Vielzahl von zusätzlichen Einträgen sind neben den im GOA aufgezeichneten Daten mögliche, bis hin zur Einbindung von Google Maps Daten zum Tauchplatz und eigene Fotos.

Praxis

Die Logik der Menüsteuerung erlaubt auch mit den nur zwei Drucktasten, über die man den GOA bedient, sich rasch durch die einzelnen Bereiche zu bewegen und Einstellungen vorzunehmen. Zum Zeitpunkt des Tests gab es auch nur eine englischsprachige Kurzanleitung, die den User beim ersten Kontakt unter die Arme greift, eine ausführlichere Produktbeschreibung steht noch aus.
Schön, dass von Cressi mitgedacht wurde und neben dem Kratzschutz, der das ohnehin deutliche und gut ablesbare Display um 15% lupenartig vergrößert, auch eine Armbandverlängerung mitgeliefert wird. Somit ist der GOA sofort mit Trockentauchanzug einsatzklar.
Vordergründig musste sich der GOA bei Gerätetauchgängen beweisen, wie sie im Sporttauchbereich üblich sind, ein Gas, entweder Luft oder Nitrox. Sporttaucher verwenden nur selten einen höheren Sauerstoffanteil als 32%, das liegt an der Qualifikation der Nitroxausbildung  und der gebräuchlichen Membranfüllanlagen, die keinen höheren Sauerstoffanteil zur Verfügung stellen. So ist die Verwendungsmöglichkeit des GOA bis zu einem Sauerstoffanteil von 50% / EAN 50 fast ein Luxus. Das ist ein typisches Dekompressionsgas, das vordergründig im Verlauf technischer Tauchgänge verwendet wird.
Bergseelevel muss man selbst einstellen, der GOA verzichtet auf einen Umgebungsdrucksensor. Das ist verschmerzbar, angesichts des außerordentlich attraktiven Preis.
Im Freedive – Modus stehen die alle grundlegenden Funktionen und Alarmeinstellungen zur Verfügung.
Die Abstimmung auf persönliche konservative Level gehört genau so zum GOA, wie Deepstops, die auch abgewählt werden können. Für den Einsatz in Tauchschulen kann der Sättigungsspeicher geleehrt werden und ein "jungfräulicher" GOA wartet frisch auf den nächsten Einsatz mit einem anderen User.
Wird der GOA beim Schwimmen und Schnorcheln getragen, können die Tauchfunktionen abgeschaltet werden. Dann hat man wieder die Anzeige der Uhr oder des Chronometers auf dem Display und spart dabei auch noch Strom.

Fazit

Der GOA ist als täglicher Begleiter für Uhr- und Alarmfunktionen genauso attraktiv in seinen 5 schicken Farbdesigns, wie als Tauchcomputer für Sporttaucher, Freediver und technische Taucher (Gauge – Funktion).


Fakten

Hersteller: Cressi
Typ: GOA

Kontrastreiches Display mit überdimensionierten Ziffern
Leicht zugängliches Menü
12/24 Uhr mit Kalender und Sekunden
Präzisionschronometer
Funktion zweite Uhrzeit
Wecker
Funktion Hintergrundbeleuchtung
Anzeige der Zeiten surf, desat und no fly
Anzeige der Batterieentladung
Metrische oder imperiale Einheiten
Langzeitbatterie
Batterie vom Benutzer austauschbar

Programm Air/Nitrox

Algorithmus CRESSI RGBM
Vollständige Ausarbeitung aller Daten des Tauchgangs
Einstellung PPO 1,2-1,6
Grafische Anzeige der CNS-Sauerstofftoxizität
Anzeige Safety Stop
Einstellung Safety Factor in verschiedenen Stufen
Höhenanzeige
Algorithmus zur Steuerung von unkontrollierten Aufstiegen
Möglichkeit zur Durchführung von Tauchgängen außerhalb der Kurve, Wiederholungstauchgängen und Multiday-Tauchgängen
Möglichkeit zur Durchführung eines Nitrox-Tauchgangs nach einem Tauchgang mit Luft und umgekehrt auch bei laufender Entsättigungszeit
Anzeige der Uhrzeit während des Tauchgangs
Deep Stop ein-/ausschaltbar
Alarme bei Verletzung von Aufstiegsgeschwindigkeit, Dekompressionsstufe und PPO2
Möglichkeit, die Aufstiegsalarme zu übergehen
Anzeige der Tageszeit während des Tauchgangs
Möglichkeit eines eventuellen vollständigen Resets, nützlich bei einem Verleih des Instruments
Planung: Scrollen der Sicherheitskurve

Programm Free (Apnoe)

Anzeige aller Parameter des Tauchgangs
Tiefe
Temperatur
Eintauchzähler
Maximale Tiefe des Eintauchens
Zeit des Eintauchens
Zeitintervall an der Oberfläche zwischen dem vorangegangenen und dem nachfolgenden Eintauchen
Dauer der Session
Alarme für Tiefe, Tauchzeit, Oberflächenzeit
Erholungszeit-Alarm
Anzeige der Uhrzeit während des Tauchens

Programm Gage (ohne Dekompressionsberechnung)

Anzeige der Tiefe/Temperatur
Mittlere Tiefe
Tauchzeit in Minuten und Sekunden
Rückstellbarer Tiefenmesser
Anzeige der Uhrzeit während des Tauchens

Modus Off

Sensoren inaktiv für den Gebrauch beim Schnorcheln/Schwimmen

Logbook

mit Speicher für die letzten 50 Tauchgänge pro Typ


Mittlerer Preis am Markt gesehen € 249,-
www.cressi.com

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