UnterWasserWelt - das Onlinemagazin seit 1999


 

Werbung Omneia Rauchen und reisen

Werbung Fa. Marlin UW-Gehäuse

Werbung Seacsub

Werbung Cressi

Anzeige Aqua Active Agency
cressi_05_archimede2_00

by Michael Goldschmidt 10.05

 

Anzeige Cressi Sub

 

Fakten

Typ - Hersteller: ARCHIMEDE II, Cressi
Tauchdaten – Dekorechner, Tiefenmesser
Einsatztiefe max. Dekorechner XXX m
Einsatztiefe max als Tiefenmesser 199,5 m
Rechenmodell: RGBM modifiziert von Randy Bohrer bearbeitete Bühlmann ZH+L8 – Tabelle
Nitroxfähig für zwei frei einstellbare Gemische pro Tauchgang
Resetfunktion
Nitroxparameter (PO2 und FO2), PO2-Einstellung möglich von 1,0 bar bis 1,6 bar;
EAN 32 mit einem Tastendruck
Nitrox Einstellung in 1% Schritten von 21% bis 50% Gemisch 1; 21% bis 99% Gem. 2:
O2-Sättigungsgrafik;
Stickstoff - Grafik;
Sicherheitsstop 3 - 6 m;
UFDS (user friendly display system);
Display-Hintergrundbeleuchtung;
Batteriewechsel durch Benutzer; 
Optische und akustische Warnanzeigen (Tiefe max., Zeit, Ablauf der NDL-Zeit, Aufstiegsgeschwindigkeit, PO2, N2 Dekotiefe und -Zeit, Batterie);
Uhr mit Kalenderfunktion (auch beim Tauchgang abzurufen);
Automatische Aktivierung des Bergseemodus (4 Stufen: 0 - 6000 m); 
Tauchgangplanung;
Tauchgangssimulation;
Logbuch Daten in drei Ebenen abrufbar;
Logbuch (60 Tauchgänge) mit komplettem Tauchgangsprofil der letzten 30 Std. in 30 Sek. - Schritten;
Tauchgangshistory; Voreingestellt 599 Tauchgänge (über Interface veränderbar)
PC-Interface optional;
Preis: ca. € 449,-,-

Infos: www.cressi.de

Cressi setzt um, was viele wissen aber nicht weiter bedenken: Der Computer bleibt zwischen den Tauchgängen nur ungern in der Tauchtasche. Deshalb liefert Cressi den ARCHIMEDE II in einer praktischen Tasche mit drei zusätzlichen RV-Fächern aus, die am Gürtel oder am Halsband getragen Ausweise, Geld und Kleinzeug aufnehmen. Ein anwenderfreundliche Display, neuester Dekompressions – Algorithmus oder die Berechnung zweier Gemische während eines Tauchgangs machen den ARCHIMEDE II auch für Tek – Taucher interessant.

Als Armbandmodell steht der Tauchgangrechner für den Test zur Verfügung. Das Leichtgewicht im silbergrauen Kunststoffgehäuse schützen Gummierungen seitlich und am oberen Rand. Das Kautschukarmband bringt auch kein Trockentauchanzug in Verlegenheit, es ist ausreichend lang. Wie üblich kann der Batteriewechsel selbst erledigt werden. Die Programmierung bzw. der Datenabruf  erfolgt über drei Drucktasten unterhalb des Displays, deren Funktion zum Teil durch wechselnde Piktogramme angezeigt wird.
Schon der erste Eindruck ist positiv, der Tauchcomputer fällt, wie schon sein Vorgängermodell ARCHIMEDE, nach Abschluss aller Tauchgangsberechnungen nicht in den Tiefschlaf sondern zeigt in großen Lettern und Zahlen das Datum und die Uhrzeit an. Ein echter Mehrwert für jene, die auf den Einsatz einer Taucheruhr verzichten. Und, die Größe der am LC Display gezeigten Daten lässt auch lesebrillenpflichtige Taucher aufatmen, sie sind wohltuend groß und daher klar ablesbar. Wie wir später in der Praxis feststellen, kann sogar der Tauchbuddy ohne Probleme die Anzeigen kontrollieren. Der Stromverbrauch des Uhrmodus ist absolut zu vernachlässigen, ein weiterer begrüßenswerter Nebeneffekt steter Aktivität ist im Oberflächenmodus die Überprüfung der Höhenlage im Abstand von 10 Minuten. So kann es nicht passieren, dass man im Bergsee versehentlich mit einem falsch kalibrierten Computer abtaucht.
Das Display ist mit einer Hintergrundbeleuchtung ausgestattet, die sowohl beim Tauchgang als auch an der Oberfläche mit Druck auf die rechte Taste (Taste C) für einige Sekunden aktiviert werden kann.
Auch wenn in der Anleitung immer wieder darauf hingewiesen wird, dass der ARCHIMEDE II in erster Linie für Sporttaucher entwickelt wurde, so steckt er doch voller Details, die über das hinausgehen, was Sporttaucher mit Pressluft- oder Nitrox im Tank benötigen. Neu ist, dass man zwei unterschiedliche Nitroxgemische während eines Tauchgangs berechnen lassen kann. Das geht in der praktischen Anwendung weit in den Tek – Bereich. So könnte ein Tauchgang etwa mit einem EAN 32 Gemisch und PO2 1,6 durchgeführt werden, für die Dekompressionsphase steht in einem eigenen Tank  dann ein Gemisch mit 60% Sauerstoffanteil zur Verfügung. Im Moment des Wechsels der Atemgase muss man lediglich per Tastenruck den ARCHIMEDE II davon in Kenntnis setzen und schon berücksichtigt er aufgrund der Daten des Tauchgangverlaufs die aktuelle Situation.
Die Stickstoff – Sättigungsberechnung basiert auf einer von Randy Bohrer bearbeiteten Bühlmann ZH+L8 – Tabelle, angepasst an ein hoch entwickeltes RGBM-Rechenmodell. Je nach Tauchtiefe variieren außerdem die maximal zulässigen Aufstiegsgeschwindigkeiten, angezeigt in einem Balkendiagramm, bei Tauchgängen über 10 Meter sorgt ein vom Computer geforderter Stop zwischen 6 und 3 Metern und einer Zeitdauer von drei Minuten für weitere Sicherheit. Kälte und- oder Unterwasserarbeiten können manuell Parameter eingestellt werden, die eventuell notwendige Dekrompressionszeiten verlängern. 
Auch die Stickstoff- sowie gegebenenfalls die Sauerstoffsättigung werden durch Balkendiagramme dargestellt, unterstützt durch farbige Segmente, die am Rand des Displays eingelassen sind. Im Lieferumfang enthalten ist ein Kratzschutz für das Display, der bei Bedarf ausgewechselt werden kann.
Apnoe oder auch Tek - Taucher können zudem einen reinen Tiefen/Zeitrechner – Modus in Anspruch nehmen, der auch keine Stickstoffsättigungsdaten berücksichtigt. Tauchgänge bis 199,90 Meter Tiefe werden dann dokumentiert.
Alle üblichen akustischen Alarmfunktionen können vom Anwender gesetzt werden.
Mittels einer Reset – Funktion können Entsättigungsrechnungen gelöscht werden, wenn der ARCHIMEDE II etwa im Verleih einer Basis verwendet wird.
Optional ist der Computer auch mit einem PC zu verbinden, in den die Logbuchdaten übertragen werden können. Außerdem kann im PC – Modus das Aufzeichnungsintervall, werkseitig werden minütlich zwei Tauchtiefen dokumentiert, verändert werden. 

Handling und Einsatz


Um den Archimede II von Pressluft abweichende Nitroxgemische berechnen zu lassen, müssen der Partialdruck und der Sauerstoffanteil für ein -  gegebenenfalls zwei Gemische – ausgewählt werden. Während Tag, Datum und Uhrzeit intuitiv programmiert werden können, muss man für die Einträge im Nitroxbereich die Anleitung zur Hilfe nehmen. Diese verzichtet zumeist auf die grafische Darstellung von in Anleitungstexten behandelten Themen, was das sichere Beherrschen der notwendigen Programmierschritte etwas hinauszögert, da man Anzeigen am Computerdisplay nicht mit einer Anleitungsgrafik vergleichen kann. Hat man diese intellektuelle Hürde genommen, findet man sich auf dem „Anwenderfreundlich gestalteten Display“ gut zurecht und manövriert geradlinig durch die Einstell- und Speicherebenen.
Erfreulich groß sind die Anzeigen, die im Verlauf des Tauchgangs alle notwendigen Daten deutlich und groß darstellen. Balkendiagramme zeigen optisch die Stickstoff-, bei Nitrox zusätzlich die Sauerstoffsättigung an. Mit einem Blick hat man „alles im Griff“.
Die bei Bedarf jeweils kurzfristig zuschaltbare Displaybeleuchtung gibt Sicherheit für Tauchgänge bei Dunkelheit.      
Das Logbuch erlaubt bereits ohne Auswertung der Tauchgangdaten an einem PC – ein Interface ist optional erhältlich – in halbminütlichen Schritten den Tauchgangverlauf nachzuvollziehen. Das ist durchaus interessant und hilft etwa bei Logbucheinträgen bestimmte Bereiche eines Tauchspots genauer zu dokumentieren, was bei späteren Abstiegen das Wiederfinden erleichtert.
Der serienmäßige Kratzschutz schont das Display und kann bei Bedarf problemlos ersetzt werden.
Lang genug um über einen Trockentauchanzug getragen zu werden ist das Kautschukarmband in jedem Fall, Tropentaucher mögen es als etwas zu lang empfinden.
Ohne Schwierigkeiten ist der Batteriewechsel zu bewerkstelligen.     

Fazit

Hier stimmen Preis und Leistung. Als mögliche zusätzliche Zielgruppe werden sich  Tek – Taucher über einige Funktionen freuen. Der normale Sporttaucher profitiert von einer Reihe von Features, die ihm mehr Sicherheit geben – vom neuesten Dekorechenmodell bis hin zu den Nitroxfunktionen. Tauchbasen schätzen zudem die Resetmöglichkeit um den Archimede II im Verleih von laufenden Entsättigungsrechnungen unbelastet ausgeben zu können. Und wer sich die Flasche auf dem Rücken spart lässt seine Apnoetauchgänge vom Archimede II begleiten – das alles unter dem Motto „Einer für Alles“. 

 

CRESSI ARCHIMEDE 2

Kriterien

Punkte Vorgabe

Punkte erreicht

Display

Übersicht, Ablesbarkeit

6

6

Beleuchtung

 

3

3

Aktivierung

automatisch / manuell

3 / 1 Punkte

3

Bergseemodus

automatisch / manuell

3 / 1 Punkte

3

Batteriewechsel

vom Besitzer - in Fachbetrieb

3 / 1 Punkte

3

Nitroxfähig

ja - nein

3 / 0 Punkte

3

Bedienbarkeit der Menüs

 

6

6

PC - Auswertung

USB

3 / 2 / 0 Punkte

3

Individuelle Anpassung

Alarme usw

3

3

Extras

EAN 32 direkt, Reset, History, 2 Nitroxgemische

3

3

Verarbeitung

 

6

6

Preis

 

 

€ 449,-

Punkte maximal

 

42

 

Punkte erreicht

 

 

42

Ergebnis - Note

 

 

1

Preis / Leistung

 

 

sehr gut

Werbung AUDAX PRO

Werbung Taucheruhren.de

Werbung Bauer Kompressoren

Werbung ZARGES

 

Werbung Orca Diveclubs

 

 

Inserat PD2

 

 

 

 

 

Buchshop - Tauchen 300 * 250 px