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Composite - Flaschen nach dem TÜV

by Peter Schreiner 8.04

Probleme bei der Trocknung von Compositeflaschen mit Kunststoffliner

Bei der wiederkehrenden Prüfung (allgemein TÜV-Prüfung genannt) von Atemschutzgeräteflaschen aus Stahl, Aluminium und auch Flaschen die in Verbundbauweise (Composite) hergestellt worden sind, ist es gemäß der TRG 765 (Technische Regeln Druckgase) zwingend, die Flaschen nach der Wasserdruckprüfung sorgfältig zu trocknen.


Nun möchte man meinen, dass diese Trocknung kein besonderes Problem darstellen dürfte! Leider falsch gedacht! In der Vergangenheit hat es gerade bei Compositeflaschen mit Kunststoffliner folgendes Problem gegeben:  

Bei Compositeflaschen mit Kunststoffliner ist von den Herstellern eine konische Aluminiumhülse mit Innensechskant in das Ventileinschraubgewinde (M 18x1,5) des Flaschenhalses eingeschraubt. Am Innensechskant der Aluminiumhülse verbleibt eine Öffnung von 12mm durch die das Wasserschutzrohr, das am Flaschenventil angebracht ist, eingeführt wird und das Flaschenventil gemäß Herstellerangaben (Drehmomentwert) am Flaschenhals montiert wird. Dieser Flaschenhals besteht aus Aluminium. Die Hülse darf nicht entfernt werden, da diese sicherstellt, dass das Ende des Kunststoffliners an den Aluminiumhals gedrückt wird und ein Ablösen dadurch verhindert wird.
Nun bildet diese Aluminiumhülse im Flascheninneren einen Rand und nach Austropfen des Wassers nach der Wasserdruckprüfung sammelt sich das noch vorhandene Wasser unterhalb der in die Flasche überstehenden Aluminiumhülse.
Wir haben festgestellt, dass bei unzureichender Trocknung dieses Wasser nicht entfernt werden kann. Zu schwach dimensionierte Gebläse, mit denen Flaschen aus Stahl ohne Probleme getrocknet werden können, sind für die Trocknung von Compositeflaschen mit Kunststoffliner nicht geeignet, da das Wasser unterhalb des Hülsenrands nicht genügend aufgewirbelt wird und somit nicht über die verbleibende Öffnung von nur
12mm am Innensechskant der Aluminiumhülse verdrängt werden kann.
Beim Aufstellen der Flasche läuft das noch vorhandene Restwasser an der Innenwand der Flasche herab und sammelt sich am Flaschenboden. Beim Benutzung der Flasche durch den Taucher (oder atemschutzpflichtigen Feuerwehrmann)  läuft dann das noch vorhandene Wasser im Inneren der Flasche, vom Flaschenboden zum Flaschenventil (Flaschenschulter) und kann in den Druckminderer (Atemregler) eindringen. Dies ist natürlich in Verbindung mit der EN 12021 „Druckluft für Atemschutzgeräte“, in der auch die Grenzwerte des Wassergehaltes in mg angegeben sind, nicht akzeptabel und erscheint sicherheitsrelevant als sehr bedenklich, da eine Vereisung (Versagen) der Lungenautomaten (Druckminderer und Lungenautomat) durch Feuchtigkeit in den Flaschen begünstigt wird.
 

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