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by Michael Goldschmidt 1.02

Seit Jahrzehnten hat sich die japanische Uhrenmarke CITIZEN, lange vor anderen Anbietern aus dem gleichen Land, einen Namen gemacht. Anfänglich war es nicht so einfach gegen die Produkte aus Deutschland oder der Schweiz zu bestehen und sich seinen Markt zu erobern. Heute zählt die fernöstliche Uhrenschmiede zu den Top – Marken, die immer wieder durch innovative Produkte auf sich aufmerksam macht. Seit langem gehört die Linie der Taucheruhren mit integriertem Tiefenmesser zu den auffälligen Angeboten, die man weltweit im Einsatz wiederfindet. Das neuestes Top – Modell, die voll digitale Cyber Aqualand, vereint die Konzepte moderner Uhren und Tauchcomputer in einem exklusiven Modell, das nicht nur schmückt, sondern auch seinen Preis hat.

Nimmt man die Cyber Aqualand in ihrer Verpackung entgegen, beschränkt sich diese nicht auf eine für Schmuckschatullen üblichen Größe, nein, hier ist es ein ordentliches Päckchen, das man in die Hand bekommt. Ein dickes Anleitungsbuch mit Software – CD findet man als erstes darin, dann wird der Blick freigegeben auf die einzelnen Komponenten des komplexen Zeit – und Tauchgangmessinstruments. Modell MG 0000-07E wird die Cyber Aqualand betriebsintern schlicht betitelt, die für 995 Euro (eher) an den Mann geht (das liegt an der Größe des Instruments). Angesichts des Preises ist man zunächst auf der Suche nach am im Gehäuse oder Armband versteckten Diamant, aber das Auge schweift vergebens. Sachlich schlicht und auf Funktionalität ausgerichtet offeriert sich die Cyber Aqualand – ohne ablenkenden Schnickschnack. Also müssen die wertvollen Kapazitäten unter der teil matt, teils poliert glänzenden Stahlhaut liegen.  Und dass da noch einiges geboten sein muss, das verrät allein der Blick auf die reichlichen Zubehörteile in der Styroporverpackung.

Natürlich ist die Cyber Aqualand zunächst einmal eine Uhr mit Datumsanzeige, aber ohne Zeiger. Das allein kann aber nicht den Preis einer Rolex begründen. Was kann sie also noch, außer die klassischen Informationen einer Uhr zu veröffentlichen? Um das mit einem Atemzug zu erklären, muss man schon einige Liter Lungenvolumen haben. Ausgestattet mit einem Quarz – Uhrwerk (32.768 hz) garantiert sie eine Ganggenauigkeit von +/+ 20 Sekunden im Monat, wird sie in einem Temperaturbereich von +5 ° bis + 35° C getragen. Sie zeigt in den Hauptmodi Stunden, Minuten und Sekunden an, dazu den Ort (Zeitzone), den Batterieladezustand und unter besonderen Bedingungen den Kalendertag, Wochentag und das Jahr. Dazu kann man eine tägliche Grafik, über den PC-Anschluss vorher eingestellt, anzeigen lassen, die z.B. auf besondere Termine oder Geburtstage aufmerksam macht. Für Fernreisende – zu denen Taucher ja vielfach zählen – ist der Modus „Reisezeit“ sehr interessant. Hier kann man schon im Vorgriff auf die Zeitzone im Zielgebiet die dortige Ortszeit vorgeben und die voraussichtliche Ankunftszeit programmieren. In Sekundenschritten zählt der Timer dann rückwärts, bis man endlich am Ziel angekommen ist. Natürlich ist alles mit bis zu 15 unterschiedlichen Alarmtönen zu unterlegen, damit man immer rechtzeitig an ein programmiertes Ereignis erinnert wird. Wer gerne mal die Anlaufzeit seines Jets mitstoppt, bis er endlich in der Luft ist, auch dafür ist die Cyber Aquqland vorbereitet, ein Chronograph erlaubt dies auf 1/100 Sek. genau zu messen. Wenn es ein wenig länger dauert, bis 99 Stunden hält die Stoppuhr mit. Ein Timer lässt sich zudem auf bis zu 99 Minuten vorprogrammieren und an einen Termin erinnern (z.B. die Parkuhr). Soviel zum Zeitmesser in der Cyber Aqualand.

Als Tauchgangbegleiter buhlt das gute Stück natürlich auch um Sympathien. Wer das vom Understatement geprägte Instrument mit seinen 4 integrierten Drucktasten und dem schon typischen Tiefensensor zur Abendgarderobe trägt, zieht sicher die Blicke auf sich. Denn wer die Cyber Aqualand trägt, der erlebt seine Abenteuer nicht allein angeschnallt in den Ledersitzen eines Ferrari, der setzt sich selbst auch den immer wieder überraschenden Erlebnissen der Welten unter Wasser aus. Was dem Finanzmakler sein Handheld in der Brusttasche ist dem bewussten Taucher seine Aqualand am Handgelenk. Und in der Datenverbindung via USB oder Infrarot zum großen Bruder PC sind sich beide Minicomputersysteme gleich. Mittlerweile ist es schon eine eingefleischte internationale Tauchgemeinde, die eine CITIZEN trägt und sich damit untereinander zu erkennen gibt. Trägt man eines der Multiinstrumente, nicht nur das Highend – Produkt, dann gehört man einfach dazu.

Wer sich mit dem Gedanken trägt die Cyber Aqualand unter Verzicht auf einen eigenen Tauchcomputer zu Gerätetauchgängen einzusetzen, den belehrt der Hersteller in seinen Produktunterlagen eines anderen. Vielleicht mag man sich bei CITIZEN hier nicht einem zusätzlichen Risiko aussetzen, das mit jedem Gerätetauchgang aufs Neue entsteht. Aber unter Einhaltung der notwendigen Voraussetzungen, die einen einwandfreien Betrieb der Aqualand im Tauchgangmodus voraussetzt, kann dem Instrument doch durchaus vertraut werden. Wäre dem nicht so, wozu dann der gesamte Aufwand? Man muss sich also damit auseinandersetzen, dass die Cyber Aqualand, die nach dem kanadischen „Defense and Civil Institute of Environmental Medicine (DCIEM) die Stickstoffsättigung

berechnet als Ausganglage diese Werte benötigt:

Höhenlage des Tauchgewässers: Maximal 300 Meter – nicht umstellbar
Gewässertyp: Meer (Salzwasser) – wg. der Kalibrierung des Drucksensors
Wassertemperatur: 10°C – 35° C
Dekorechner: Für Pressluft

Das bedeutet, dass die Daten aller Tauchgänge im Meer zuverlässig verarbeitet werden. Von Seiten des Herstellers ist bereits eine akustische Tiefenwarnung bei 40 Metern eingestellt, die Anzeige der Tauchtiefe reicht bis 80 Meter, generell druckfest ist das Instrument bis 200 Meter. Dekostops werden bis maximal 9 Meter der tiefsten Stufe gerechnet, setzt man sich über diese Vorgabe hinweg, gibt es eine Error-Warnung. Aus den Werten ist erkennbar, dass bei der näheren Betrachtung auf den Einsatz bei Eistauchgängen über einem Trockenanzug getragen, verzichtet wurde, dafür wäre auch das Kunststoffarmband nicht lang genug.

Alle klassischen Anzeigen eines Tauchcomputers können auf dem LC-Display, das sogar per Tastendruck zu beleuchten ist, abgelesen werden, wie: Aktuelle Tauchtiefe, größte Tiefe, Restnullzeit, Dekostufe, Tauchzeit. In einem Balken grafisch dargestellt kann man sich sogar in einem Untermodus die Stickstoffsättigung anzeigen lassen oder auch die Wassertemperatur ablesen. Warnungen ertönen beim Überschreiten einer maximalen Auftauchgeschwindigkeit von 18 m pro Minute. Ein Diagramm zeigt zudem das Verhalten des Tauchers an, der sich auf einer Dekostufe oder einem Sicherheitsstop befindet. Anschaulich kann man erkennen, ob man sich an die vorgegebenen Tiefen hält.

Bis zu 100 Tauchgänge können im internen Speicher der Aqualand aufbewahrt werden, kommen neue hinzu, werden die ältesten automatisch gelöscht. Natürlich kann der Speicher auch vom User direkt entleert werden. Interessant ist bereits die grafische Darstellung eines Tauchgangs auf dem LC-Display der Cyber Aqualand, was später bei der Auswertung der Daten am PC noch wesentlich informativer ist.

Für die wachsende Gemeinde der Apnoe – Sportler bietet die Cyber Aqualand einen eigenen Modus, auf den sich die Uhr automatisch einstellt, hat sie nach automatischer Aktivierung erkannt, dass eine Tauchzeit von mindestens 3 Minuten in mehr als einem Meter Tiefe nicht erreicht wird. Die Logbuchdaten für diese Unternehmungen finden in einem eigenen Speicherbereich ihre Sicherung und können genau wie Tauchgangdaten grafisch sichtbar gemacht oder am PC ausgewertet werden.

Rundum ist die Cyber Aqualand ein Meisterwerk, das 5 elegant ins Gehäuse eingearbeitete Drucktasten zur Programmierung bzw. Beleuchtung bietet. Mit Energie wird sie durch die sog. Sekundär – Batterie versorgt, die der Uhr bei durchschnittlicher Beanspruchung (bezogen auf Tauchgänge und Beleuchtung) für einen Monat betriebsbereit hält. Zur Regenerierung muss die Aqualand in die Kommunikationseinheit eingesetzt werden, die gleichzeitig die Basisstation zur Verbindung mit dem PC darstellt. Diese Halterung wird mit vier 1,5 V Mignon - Batterien Typ AA bestückt, aus denen die Sekundärbatterie durch zwei außen am Gehäuse vorbereitete Kontakte ihre Ladeenergie bezieht. Eine kleine blaue Leuchtdiode zeigt die Durchführung der Ladung an, zusätzlich schaltet sich das Display der Uhr auf eine entsprechende Anzeige um. Somit wäre auch das langlebige Konzept der Dichtung angesprochen, es ist kein Batteriewechsel nötig und zum Einstellen der Uhr ist auch nicht die Bedienung einer Krone mit Durchführung ins Innere mit entsprechend aufwendiger Dichtung notwendig.

Der Anschluss an einen PC oder ein Laptop mittels USB stellt keinerlei Hürden dar. Der Treiber wird bei der ersten Verbindung der Aqualand mit dem PC automatisch gesucht und von der mitgelieferten CD – Rom ausgelesen. Die Installation der Bedienungssoftware verläuft ebenso unproblematisch. Leider und das ist wirklich ein Manko, in der vorliegenden Version beschränkt sich die Software auf die Kommunikation in englischer Sprache, ebenso ist die gesamte Oberfläche zum Auslesen der Logbuchdaten wie auch der Editierung der Daten nur englischsprachig. Hier sollte CITIZEN, auch angesichts des respektablen Preises, baldmöglichst die deutsche Version anbieten.

Komfortabel ist die Darstellung der Logbuchdaten, die u.a. auch als htm – Seite gespeichert und so noch weiter bearbeitet oder per eMail für jeden lesbar verschickt werden können - inklusive Tauchganggrafik. Denkbar für so eine Anwendung wäre im Falle eines Dekounfalls die Daten per Internet an einen Tauchmediziner zu senden, der anhand der dargestellten Werte Therapiemaßnahmen übermitteln kann. Dass die Tauchgangdaten zusätzlich zu den von der Aquqland übernommenen Daten umfangreich mit manuell einzugebenden Informationen, vom Tauchplatz, über die Begleiter, das Flaschenvolumen, den Luftverbrauch, die Wetterbedingungen, den Anzug und die verwendete Bleimenge ergänzt werden können, versteht sich fast von selbst. Die grafische Darstellung des Tauchgangverlaufs ist wahlweise 2 – oder 3-dimensional darstellbar, darüber hinaus bietet die Software die Freiheit, das gesamte Erscheinungsbild der Oberfläche individuell farblich zu gestalten.

Die Infrarot – Schnittstelle der Cyber Aqualand, eingelassen oberhalb des LC-Display, erlaubt nicht nur die Verbindung zu einem Laptop oder PC herzustellen, es ist auch die kommunikative Basis, um mit anderen Aqualand – Modellen in Kontakt zu treten. So ist auf diesem Weg beispielsweise der Abgleich und Austausch von Uhrzeit und Datum, der Alarmeinstellungen, Tauchalarmeinstellungen und der Grafik der Jahrestagsdaten mit Tauchpartnern sekundenschnell möglich.

Wir empfehlen aus den langjährigen Erfahrungen mit Aqualand – Modellen die Uhr während eines Tauchgangs nicht in unmittelbarer Nähe zu einem Tauchcomputer, insbesondere Tauchcomputer mit drahtloser Übermittlung des Flaschendrucks zu tragen. Hier können sich unter Umständen Beeinflussungen der angezeigten Werte ergeben!

Fazit

Die CITIZEN Cyber Aqualand ist eine Taucheruhr der Extraklasse. Sie ist kein Tauchcomputer, der grenzenlos überall eingesetzt werden kann, aber ein ausgefeiltes Instrument, das in mittleren Breitengraden, von Bordeaux bis zu den Bahamas, von Kapstadt bis San Francisco seine Heimat findet. Dazu ein bietet die Uhr eine Fülle einzigartiger Funktionen, die immer wieder zu neuem Gebrauch einladen. Wer für den Preis ein goldenes Gehäuse mit auffälliger Optik erwartet, ist nicht der richtige Kunde, wer das Understatement liebt und Freude an einem ungewöhnlichen Zeitmesser hat, der findet hier das richtige. Einzig, man sollte sich bei CITIZEN die Mühe machen die PC – Software zu adaptieren, damit auch Anwender ohne Englischkenntnisse ihre Freude daran haben.

Fakten

Typ: CYBER AQUALAND - Modell MG 0000 - 07E 
Hersteller: Citizen, Japan
Tauchtiefe: 200 Meter
Anzeige: Digital
Uhrwerk: Quarz
Stromversorgung: Sekundärbatterie von außen aufladbar
Laufzeit mit einer Ladung: Durchschnittlich 1 Monat
Uhrenfunktion: Zeit, Zeitzonen, Timer, Reisetimer, Alarmfunktionen, Jahrestage, Chronograph
Anzeige: Beleuchtbar
Moduseinstellung: 4 Drucktasten
Tauchcomputer: Maximale Anzeige bis 80 Meter
Alarm: Ab 40 Meter
Tiefste Dekostufe: 9 Meter
Höhenlage maximal: 300 Meter
Drucksensorabstimmung: Auf Meerwasser
Deko – Algorhythmus: DCIEM für Pressluft
Logbuch: Maximal 100 Einträge
PC-Anschluss: Infrarot oder USB
Besonderheit: Apnoe – Rechner mit Logbuchsicherung
Preis: ca. €  995

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