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  © UWW David Benz

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"Gottes kleines Paradies" , so wird Bohol liebevoll von den Insulanern genannt und dies nicht zu Unrecht, denn auf der Insel finden sich die vielfältigsten Reize der Philippinen wieder: Weiße unberührte Strände, berauschender Farbenzauber und einzigartige Korallengärten, romantisch, verträumte Fischerdörfer, kleine Berge, überwachsen mit dichtem Dschungel. Ein Hochgenuss für Naturfreaks und Kulturinteressierte. Nadine Werner und David Benz nehmen Sie mit auf Entdeckungstour über und unter Wasser.

Bohol, vom Tourismus noch fast unberührt und "vergessen gegangen", vermittelt dem Besucher oftmals das Gefühl, er sei in eine neue Welt eingetaucht, in der die Zeit stehen geblieben ist. Bohol liegt zwischen den Nachbarinseln Cebu im Westen und Leyte im Nordosten und ist mit einer Größe von etwa 4200 Quadratkilometer die zehntgrößte Insel des Philippinen Archipels. Bohol wird den Zentralvisayas zugerechnet und besitzt in dieser Gruppe eine einzigartige Topografie. Fast die ganze Insel ist ein landschaftlich intensiv genutztes Plateau, das im Norden sanft, im Südosten dagegen abrupt zum Meer hin abfällt. Westlich, nördlich und nordöstlich sind dutzende kleine Eilande und hunderte von Sandbänken und Korallenriffen vorgelagert. Ein Paradies für Taucher und Naturverwöhnte.
Aber auch über Wasser finden sich Highlights, die erkundet werden wollen. Eine einzigartige Attraktion machen hierbei die Chocolate Hills, die sogenannten „Schokoladenhügel“ aus. Ein bizarres Gebiet aus 1268 kegelförmigen Kalksteinhügeln, deren Höhe zwischen 40 und 120 Metern variiert. Der Name ergibt sich aus der Abholzung der letzten Jahrhunderte. Seitdem hat sich widerstandsfähiges Ylang-Ylang-Gras, breit gemacht, das in der Trockenzeit verdörrt und die Hügel schokoladenbraun färbt. Es gibt drei Erklärungen für diese geologische Formation, die sich über einige Quadratkilometer erstreckt. Die erste erzählt vom Kampf zweier Riesen, die sich tagelang mit Steinen und Sand bewarfen, bevor sie müde und erschöpft Freundschaft schlossen und die Insel verließen. Aufgeräumt haben sie das Schlachtfeld aber nicht, sonst gäbe es heute keine Chocolate Hills. Die zweite ist romantischer. Arogo, ein junger und kräftiger Riese, verliebte sich in Aloya, eine ganz gewöhnliche Sterbliche und Tochter eines Eingeborenenhäuptlings. Ihr Tod brach ihm das Herz und Arogo weinte bitterlich. Der Beweis seiner tiefen Trauer sind die Chocolate Hills, denn die Tränen versteinerten und wurden zu Hügeln. Über die wahre Entstehungsgeschichte dieses geologischen Phänomens gibt es bislang nur Vermutungen, aber keine schlüssigen Beweise. Dennoch sind sich Wissenschaftler einig, dass sich vor einigen Millionen Jahren das ganze Gebiet in einem Flachwasserbereich befand. Korallen und andere Meeresbewohner lagerten in strömungs- und wachstumsbedingten Bereichen ihre Überreste ab. Nach Absinken des Meeresspiegels, diversen Hebungen und Senkungen des Bodens, bedingt durch Subduktion und sekundären vulkanischen Ereignissen gelangte das Material an die Oberfläche. Die Erosion begann ihr Spiel und schuf auf diese Weise die beeindruckende Hügellandschaft.
Doch nicht nur die Flora, auch die Fauna weiß auf Bohol zu überzeugen. Die boholanische Tierwelt ist zweifellos reich an eigenartigen Kreaturen, die sonst nirgendwo auf der Welt vorkommen. 556 Vogel- und mehr als 180 Säugetierarten sind auf dem Inselstaat anzutreffen. Nicht wenige dieser endemisch genannten Arten sind echte Winzlinge. So haben nahe dem kleinen Örtchen Sikatuna die kleinsten Halbaffen Asiens ein sicheres Refugium gefunden. Versteckt im Grün des Dschungels lebt hier der Tarsier, wegen seiner langgliedrigen feinen Hände, seiner riesigen kreisrunden Augen und froschartigen Hinterbeine auch Kobold-Maki genannt. Leider sind die handtellergroßen Äffchen durch schwindenden Lebensraum und gedankenlose Jagd akut vom Aussterben bedroht. Noch immer werden die Tiere illegal gefangen und als Haustiere verkauft, wo sie meistens nach kurzer Zeit elendig zu Grunde gehen. Obgleich die Tarsier nachtaktive Tiere sind, hat man gute Chancen im Schutzgebiet des Tarsier Visitor Center einen Blick auf die scheuen, großäugigen Affenwinzlinge in ihrer natürlichen Umgebung zu werfen. Nach einem Besuch des Tarsier Visitor Center führt der Weg weiter Richtung Loboc, eine 25 Kilometer von Tagbilaran gelegene Kleinstadt mit knapp 16.000 Einwohnern. Loboc liegt am Ufer des wunderschönen smaragdgrünen Loboc River. Auf großen Flößen, den sogenannten "floating restaurants", kann man sich während der Floßfahrt zu den nahegelegenen Wasserfällen, den Tontonan Falls, an einem ebenso reichhaltigen wie köstlichen Buffet stärken. Ein Dinner auf dem smaragdgrünen Fluss auf dem Weg durch dichten Dschungel, vorbei an kleinen Hütten und den freundlichen Menschen entlang der Ufer machen diesen Ausflug zu einem Erlebnis der besonderen Art.
Wer Lust auf einheimisches Flair hat, ist auf dem kleinen und verträumten Wochenmarkt von Guindulman genau richtig. Jeweils sonntags und mittwochs findet das überschaubare Treiben im Ortskern von Guindulman statt. Im ersten Moment scheint es ein Markt wie tausend andere auch zu sein, doch mit den Blicken, die man als Tourist auf sich zieht, stellt man schnell fest, dass der Besuch hier etwas Besonderes ist. Die Attraktion ist aber nicht der Markt, sondern man selbst. Kreisrunde Kinderaugen starren von allen Seiten auf den Freund vom anderen Kontinent. Es wird gekichert, es wird gelacht. Viele, so scheint es, haben in ihrem Leben noch keinen Europäer zu Gesicht bekommen. Ohne aufdringlich zu wirken, bieten einem die Händler freundlich ihre Ware an. Vielleicht nicht jedermanns Geschmack, die Köstlichkeiten, die hier dargeboten werden. Die Waren sind fang- bzw. schlachtfrisch. Doch die Gerüche, die einem in die Nase steigen, sind hier etwas anders, als man das vom heimischen Wochenmarkt gewohnt ist. Intensiver eben. Besonders geruchsstark ist der Brei aus vergorenem Fisch, der auf den Philippinen zum Würzen allerlei Speisen benutzt wird. Etwas angenehmer empfindet man dann doch den Duft von frisch getrocknetem Tabak, der hier auf dem Markt kunstvoll zu Zigarren verarbeitet wird. Die Tabakhändler können genauso wie Männer beim Herstellen von Kokosraspeln während ihres Handwerks beobachtet werden. Doch sicherlich am interessantesten ist für den Touristen die Fischabteilung. Angeboten wird alles, was der Pazifik nach einem guten Fang hergibt. Ob Muscheln, Tintenfische, frische Hornhechte oder Seetang, Seafood ist und bleibt bei den Boholanos Nahrungsmittel Nummer eins.
Und eines ist gewiss: Nicht nur auf dem Teller weiß die maritime Welt Bohols zu überzeugen. Taucht man hinab in das durchweg 28°C warme Wasser, so wartet auf den Taucher hier eine Welt, die auch eingefleischte Unterwasserfanatiker verzücken kann. Ein Meer voller kreischbunter Farben und kurioser Kreaturen, damit ist das Inselreich der Philippinen für Taucher wie geschaffen. Die Unterwasserwelt ist wunderschön, vielfältig, gesund und ein Muss für jeden Fisch- und Farbfetischisten.
Zu Recht sind die 35.000 Kilometer Küstenlinie des Inselarchipels im westlichen Pazifik berühmt wegen ihrer traumhaften Tauchplätze. Eine maritime Schatzkiste, von der Forscher behaupten, dass sich hier mehr Spezies tummeln als am Great Barrier Reef und im Roten Meer zusammen. Bohol ist eine dieser 7107 Inseln mit einer unvergleichbaren Unterwasserwelt. Die Tauchgründe rund um das Inselparadies werden regelmäßig von den besten Fotografen der Welt besucht und das nicht ohne Grund. Bohol ist ein echtes Eldorado für Makrofans und biologisch interessierte Taucher, die sich für knallbunte Nacktschnecken, skurrile Anglerfische und putzige Seepferdchen begeistern.
Das Meer rund um die Ausläufer der Bucht von Guindulman ist tiefblau und warm, es umhüllt einen wie Seide. Das Wasser ist wie Magie, und man muss den Moment genießen, wenn der Kopf untergeht und das Hinabtauchen beginnt. Erst langsam, dann immer schneller. Und dann geschieht es, dass mit jedem Meter Tiefe die Eindrücke der Menschenwelt schwinden. Die Welt da oben löst sich auf. Sie verliert sich mit jedem weiteren Atemzug. Und irgendwann ist da nur noch Wasser und endlose Stille.
Die Tauchgänge am langgezogenen Saumriff des Bituon Beach Resort, das sich über einige Kilometer weit erstreckt, offenbaren sich nicht nur am Hausriff als Augenweide. Von Coralbleaching keine Spur. Selbst auf dem flachen Riffdach von Eden´s Garden oder Lumayag stehen dichtgedrängt die Weichkorallen. Am Hausriff wandelt sich die Steilwand nach etwa dreißig Meter in einen flachen Sandgrund, der sanft in der Tiefe und Dunkelheit des Ozean ausläuft. In zehn Metern Tiefe wachsen Hirnkorallen aus der Bläue, Tellerfarne und feinadrige Gorgonienzweige lugen hervor. Ein Gewühl aus Farben und Strukturen.
Aberwitzige Formen huschen über das Riff. Neugierige Augen bestaunen den Taucher von allen Seiten. Wuselige Einsiedlerkrebse, Schulen von Fledermausfischen, Feuerfische in allen Formen und Größen, Nacktschnecken soweit das Auge reicht. Perfekt getarnte Feilenfische, lebende Mirakel, schwimmen vor der Tauchermaske. Sogar der hochgiftige Blauring - Oktopus kommt für ein paar Sekunden aus seinem Versteck und demonstriert seine tödliche Schönheit. Seekobras, zwanzigmal giftiger als jede an Land lebende Schlange, schwimmen bis auf wenige Zentimeter an den Eindringling aus der Menschenwelt heran, um den ungewohnten Besucher zu bestaunen.
Natürlich saust auch Filmstar Nemo vorbei, ein orange – weiß gestreifter Anemonenfisch, der frech jeden verjagt, der seinem Territorium zu nahe kommt. Dass der Anemonenfisch und andere maritime Lebensformen in der Vergangenheit allerdings weniger geworden sind, hat Gründe. In den 80er und 90er Jahren wurde in den philippinischen Gewässern mit Cyanid und Dynamit gefischt. Doch inzwischen greifen die Bemühungen der Umweltschutzorganisationen und die Fischer haben gelernt, dass eine intakte Unterwasserwelt mehr bringt als eine tote.
Kaum hat man den Kopf am Hausriff unter Wasser gesteckt, schwimmt die erste neugierige Seekobra nur einen Flossenschlag entfernt vorbei und kann so manchen Taucher zu erhöhtem Luftverbrauch zwingen. Doch die Angst vor den Korallenriffbewohnern ist unbegründet. Seeschlangen sind bekanntlich zwar extrem giftig, für Menschen jedoch harmlos. Die Tiere sind in ihrem natürlichen Lebensraum nicht aggressiv und setzen ihren Giftbiss selten zur Verteidigung ein. Es ist bisher noch kein verbürgter Fall bekannt, bei dem eine Seeschlange einen Taucher unprovoziert angegriffen und gebissen hat.
Die auf den Philippinen weit verbreitete Gelblippen - Seeschlange gehört der Unterfamilie der Seekobras an und lebt amphibisch. Sie ist also nicht nur an das Leben im Meer gebunden. Zur Eiablage verlassen die Kobras das Wasser und vergraben ihre 2 bis 8 Eier im Sand, wo sie durch die Sonnenwärme ausgebrütet werden. Seekobras wurden auch schon beim Sonnen beobachtet, in seltenen Fällen entfernen sie sich sogar bis zu 200 Meter vom Meer.
Eine kleine Gelblippen - Seeschlange kann problemlos eine große Muräne in 30 Sekunden töten. Bei einem derartigen Kampf löst sie ihren Biss erst, wenn sich die Muräne nicht mehr bewegt. Zu einer solchen Konfrontation kommt es, wenn Seeschlangen auf Beutesuche in Höhlen schwimmen, die von Muränen besetzt sind. Seekobras sind tagaktive Jäger und fressen meist Fische, speziell die am Boden lebenden Arten wie Grundeln und Röhrenaale oder Krebse.
Auch wenn es keinen Grund zur Panik gibt, wenn man sich unter Wasser einem Schlangenwesen gegenüber sieht, lässt man die Tiere am besten in Ruhe, denn immerhin verfügt die Gelblippen-Seeschlange über die 0,7fache Giftwirkung der Indischen Königskobra, die als Maßstab für tödliche Giftbisse gilt.

Verlässt man Bohol und unternimmt einen der zahlreichen Tagesausflüge, fährt man am besten über das offene Meer Richtung Leyte. Erreicht man Leyte, so findet man sich in einer Welt wieder, wo der Tourismus noch keinerlei Einzug erhalten hat. Die Insel erinnert stark an den Drehort von King Kong. Immer wieder lässt man deshalb die Blicke über den nebelverhangenen, dichten Dschungel schweifen. Jederzeit, so scheint es zumindest, könnte der Riesenaffe aus seinem Versteck hervorgesprungen kommen. Doch die wahren Riesen befinden sich auf Leyte unter Wasser.
Walhaie, die gleichzeitig größten aller noch lebenden Haie und die größten lebenden, zurzeit bekannten Kiemenatmer. Obwohl es auf Sichtungen beruhende Berichte von bis zu 18 oder sogar 20 Meter lange Exemplare geben soll, war das bisher längste gemessene Exemplar 13,7 Meter lang. Größere Längen werden wohl vor allem auf der besonders bei großen Tieren häufigen Größenüberschätzung sowie Übertreibungen beruhen. Walhaie können ein Gewicht von über 12 Tonnen erreichen. Trotz ihrer beachtlichen Größe sind sie absolut ungefährlich. Die sanften Riesen ernähren sich ausschließlich von Plankton und Kleinstlebewesen. Walhaie sind weltweit in fast allen warmen, tropischen und subtropischen Gewässern anzutreffen. Wie hier auf den Philippinen handelt es sich in der Regel um Gebiete mit saisonaler Planktonblüte oder Regionen, in denen planktonreiches kälteres Auftriebswasser zu beobachten ist. Ohne Zweifel gehören die Begegnungen mit Walhaien zu den jahrelangen Wunschträumen eines jeden Tauchers. Hier in den Gewässern vor der Insel Leyte können diese Träume nahezu garantiert realisiert werden, denn sobald sich die zahmen Riesen in Küstennähe befinden und von den einheimischen Fischern gesichtet werden, kann das Bangka, das große Auslegerboot vom Bituon Beach Resort, seine ca. 5-6 stündige Überfahrt von Guindulman in Richtung Leyte beginnen und die kühnsten Taucherträume wahr werden lassen.

Bunt, bunter, Bohol. Der Artenreichtum auf der exotischen Insel 10° über dem Äquator ist sowohl unter wie auch über Wasser schwer zu übertreffen. Umgeben von einer faszinierenden Vegetation verzaubert das Bituon Beach Resort seine Gäste mit einer atemberaubenden Vielfalt an Flora und Fauna. Leguane, kleine Echsen und Geckos, seltene Vögel, monströse Landkrabben und riesige Einsiedlerkrebse und je nach Jahreszeit bezaubernde Glühwürmchen, die nachts den Himmel erleuchten, sorgen für eine unvergessliche Urlaubsstimmung.
 

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