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Zielgruppe

Zielgruppe Sporttauchen

AquaLung Tauchcomputer i300 © UWW

by Michael Goldschmidt 6.16

AquaLung Tauchcomputer i300 © UWW

AquaLung Tauchcomputer i300 © UWW

AquaLung Tauchcomputer i300 © UWW

AquaLung Tauchcomputer i300 © UWW

AquaLung Tauchcomputer i300 © UWW

AquaLung Tauchcomputer i300 © UWW

Um als Vollausrüster seine Kunden bedienen zu können, vertrieb das Label AquaLung eine Reihe von Jahren die Instrumente des finnischen Herstellers Suunto. Nachdem sich 2015 abzeichnete, dass sich Suunto wieder selbst auf den Verkauf seiner Tauchcomputer konzentrieren wollte, musste sich AquaLung einen neuen Partner suchen, um diese Sparte weiterhin bedienen zu können. Von Mike Hollis, dem Gründer von Pelagic Pressure Systems übernahm AquaLung im Mai 2015 dessen renommiertes Unternehmen, um eine eigene Tauchcomputerlinie zu schaffen. Jetzt kommen AquaLung Tauchcomputer aus Kalifornien, nahe von San Francisco. Wir haben das Modell i300 mit unter Wasser genommen, ein kostengünstiger Armbandrechner für Sporttaucher und Tauchschulen, aber auch für Freitaucher.

Wieviel Computer braucht ein Sporttaucher heute? Muss, um möglichst sicher zu gehen, viel Geld ausgegeben werden? Sind Tauchcomputer, die mit nur zwei Tasten in allen Funktionen bedient werden, im Handling unkomfortabel?

Der i300 räumt mit den gängigen Vorurteilen elegant auf und bedient gleichzeitig unterschiedliche Zielgruppen. Zunächst richtet sich AquaLung`s günstigster Rechner an ganz normale Sporttaucher, die keine Ambitionen haben, extreme Aktivitäten unter Wasser anzustreben. Er kann natürlich im Gauge Modus (digitaler Tiefen- und Zeitmesser) auch für technische Taucher bis 120 Meter die für die Runtimetabelle benötigten Daten liefern, was ebenso nicht uninteressant ist. Tektaucher investieren in einen Bottomtimer keine 900 oder mehr Euro, da sind die gut 200 Euro für den i300 ein guter Deal.
Keine Frage, im ganz normalen Sporttauchmodus könnte der i300 auch bis 120 Meter Tauchtiefe eingesetzt werden, die Deko würde gleichfalls berechnet, doch das macht in der Realität natürlich wenig  Sinn.
Vor dem Tauchgang können Sie wählen, ob normale Luft im Tank ist oder Nitrox. Bis zu 50% Sauerstoffanteil mit einem Partialdruck von 1,6 bar können Sie als Grundlage zur Tauchgangberechnung einstellen. Für Sporttaucher mit Nitrox – Brevet ist der Sauerstoffanteil im Atemgas auf 32% begrenzt und der Sauerstoff – Partialdruck auf 1,4 bar. Sie werden die Grenzen also nie ausloten, aber die nach oben vorhandenen Spielräume beruhigen.
Der i300 bietet Ihnen zur verbesserten Stickstoffentlastung in der Auftauchphase so genannte Deepstops an. Sie können das annehmen, müssen Sie aber nicht. Wird ein Deepstop ignoriert, zählt das nicht zu einem gravierenden Verstoß. Selbstredend erwartet der i300 einen im Display angezeigten Sicherheitsstopp vor dem Auftauchen.
Im Gegensatz zu seinem User schläft der i300 nie. Der Umgebungsdruck wird automatisch alle 30 Minuten abgefragt, um abzuklären, ob für die Dekoberechnung ein Bergseelevel anzuwenden ist. Ist der Computer aktiv, wird alle 15 Minuten der Umgebungsdruck aktualisiert. Bis 4270 Höhenmeter können Sie den i300 Ihre Tauchgänge berechnen lassen, darüber schaltet er ab.
Und weil wir schon beim Schalten sind, natürlich aktiviert sich der i300 bei Wasserkontakt automatisch – außer man hat die Funktion im Menü deaktiviert.
Beim Nachttauchgang spendet die Displaybeleuchtung auf Knopfdruck Licht, um das LC Display abzulesen.
Im Logbuch werden 24 Tauchgänge gespeichert (Dive und Gauge – Modus), dann geht’s von vorne los, in der Reihenfolge wird der älteste Tauchgang gelöscht, um neuen Daten Platz zu schaffen. Generellen Verlust von Tauchgangaufzeichnungen können sie mit Hilfe des optional erhältlichen Interface verhindern, mit dem der Logbuchspeicher auf einen PC oder Laptop übertragen werden kann. AquaLung liefert  auf der Anleitungs - CD die dafür erforderliche Logbuchsoftware gleich mit.
Im Freitauchmodus werden bis zu 99 Tauchgänge ins Logbuch geschrieben. Die Aufzeichnungsrate liegt bei 1 Sekunde. Erst nach dem überspielen der Daten auf einen PC oder Mac können die einzelnen geloggten Freitauchgänge grafisch und numerisch angesehen werden.  Die maximale Tauchtiefe im Apnoemodus ist auf 100 Meter festgelegt. Ein besonderes Feature ist die Möglichkeit, Geräte- und Freitauchgänge an einem Tag zu absolvieren. Die meisten Tauchcomputer des Wettbewerbs mit Freitauchmodus verlangen ein Intervall von mindestens 12 Stunden zwischen den unterschiedlichen Tauchgangarten. Beim i300 wird die Stickstoffsättigung im Verlauf von Freitauchgängen berechnet und abgespeichert. Auf aktive Stickstoffsättigungsdaten kann der i300 im Geräte- und Freitauchmodus zugreifen.
Für Anwender, die den i300 am Tag mehreren Tauchern zur Verfügung stellen möchten, ist das Löschen der Sättigungsdaten möglich.
Geht dem i300 die Power aus, kann die Batterie (Knopfzelle CR2450) vom User selbst gewechselt werden. Ein Werkzeug zum Öffnen des Batteriefachs gehört zum Lieferumfang.

Praxis

Wie schnell wird man mit einem Tauchcomputer vertraut, kann er intuitiv bedient werden, wie ist die Menüführung, sind die Anzeigen im Tauchmodus gut ablesbar und unmissverständlich angeordnet? Das sind immer wieder die wichtigsten Fragen bei Geräten der Einsteigerklasse. Wer liest schon gerne Anleitungen, möchte man nicht ans Eingemachte gehen oder herausfinden, warum etwas nicht wie erwartet funktioniert.
So bekam unsere Testtaucherin den i300 ohne viele Worte um den Arm gelegt. Dank des langen Armbands war die Anbringung an ihrem Trockentauchanzug kein Problem.
Das Feedback nach den Tauchgängen, die zum Teil bei sehr schlechter Sicht durchgeführt worden waren, bestätigt auch unseren Eindruck: Sehr gute Ablesbarkeit, gut gestaltetes Display, alle Daten sind zweifelsfrei zuordenbar.
Der Test der Menüsteuerung über nur zwei Tasten bringt ein weiteres positives Statement, einfache Navigation, durchdachte Ebenen, einfaches Auswählen und Speichern von Parametern.

Fazit

Der i300 ist sein Geld wert. In der Preisklasse um die 200 Euro findet sich kein Wettbewerbsmodell, das besser ausgestattet wäre. Sehr schön ist die Möglichkeit Freitauchgänge ohne deutliche Wartezeit mit Gerätetauchgängen kombinieren zu können. Und wer den i300 gewerblich nutzt, beurteilt die Löschfunktion des Sättigungsspeichers als vorteilhaft.


Fakten

Hersteller: AquaLung
Typ: i300
Ausführung: Armbandcomputer
Farben: schwarz /grau, schwarz / blau
Algorithmus: Bühlmann ZHL-16C basierter PZ+ Algorithmus
Tauchfunktion: Luft, Nitrox bis 50%, Deepstop optional, Sicherheitsstopp, Deko, Bergsee (automatisch), Tiefenmesser/Timer (Gauge), Freitauchmodus, Tauchgangplanung
Sättigungsspeicher: kann gelöscht werden
Drucksensor: Meerwasser – Süßwasser im Menü auswählbar
Maximaltiefe: Anzeige bis 120 Meter für Gerätetauchgänge, 100 Meter für Freitauchgänge
Messintervall: 1 Sekunde
Tauchzeit: bis 255 Minuten
Logbuch: Bis 24 Gerätetauchgänge – Freitauchen 99 Tauchgänge pro 24 Stunden
Batterie: CR 2450  3V
Schnittstelle für PC: optionales Interface
Besonderheit: Sättigungsspeicher reagiert auch auf Freitauchgänge, Geräte- und Freitauchgänge am gleichen Tag möglich
Preis i300, ca € 220,-
www.aqualung.de

 

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