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© Aire Eder

by Aire Eder (Fotos) und Michael Goldschmidt 3.11

© Aire Eder / UIWW

© Aire Eder / UIWW

© Aire Eder / UIWW

Die Revolution – sie fand in erster Linie Kairo statt. Nicht auf dem Land, nicht in den Touristenzentren Hurghada,  Safaga, Marsa Alam, Dahab oder  Sharm el Sheikh. Und trotzdem wurde durch die Reisewarnung des Auswärtigen Amts der gewohnte Touristenstrom lahm gelegt. UnterWasserWelt – Reise – und Technikredakteurin Aire Eder hatte wochenlang ein Ticket für den Flug am 3. März 2011 nach Marsa Alam in der Tasche, einen Flug, den es bei Condor gar nicht mehr gab.

Wir sitzen mehrfach zusammen und beraten in der Redaktion, wie wir nun planen sollen. Aire Eder will eine 9-tägige Safari in das nördliche und südliche Rote Meer antreten, es gilt neue UW-Fotos zu produzieren und Produkttests durchzuführen. Mit dabei sind neue Tauchanzüge von MARES und der Tauchcomputer von UEMIS  - wenn der Flug wieder zum Flug wird und nicht nur auf dem bezahlten Papier steht.
An sich sind wir uns schon nach kurzer Zeit einig, dass die in Ägypten erfolgte Revolution rasch einen demokratischen Ausgang haben wird. Und wir behalten recht, zu oft waren wir schon vor Ort, zu sehr sind wir mit den Menschen dort und ihrer Situation vertraut.
Und tatsächlich, als erster Flug nach Wochen geht die Condor am 3. März um 8:40 Uhr in München auf Südostkurs.
Bis zum Beginn der Safari bleiben noch ein paar Tage Zeit. Zeit, um in Hurghada  die aktuellen Situation zu recherchieren. Aire Eder ist bei der First Class Basis von Jasmin Diving angemeldet und hat ein Zimmer im dazugehörigen Hotel Grand Seas Resort Hostmark gebucht. Die 200 Zimmer sind bis auf 8 unbewohnt. Sie erhält als „Dankeschön“ für ihre Treue zu Ägypten eine Suite mit zwei Zimmern und einem Schlafzimmer so groß, dass die Wege von A nach B wirklich weit sind. Das ist angenehm, aber ein wenig mehr Leben rundum brächte auch mehr Urlaubsflair, was aktuell eher als Kuraufenthalt empfunden wird.
Die für den nächsten Tag geplanten Tauchgänge scheinen zunächst in weite Ferne gerückt zu sein, da mangels Gäste das Tagesboot nicht auslaufen wird. Doch es findet sich ein Weg am Rande einer Tauchausbildungsstunde dennoch und unspektakulär ins, unter Wasser zu kommen. Und eine erste, kleine Fotoausbeute gibt es auch.
Am nächsten Tag ist eine Ausfahrt angesetzt, mit ein paar Tauchschülern, die noch keine 10 Tauchgänge im Logbuch haben. Egal, jeder hat einmal klein angefangen und die Betreuung bei Jasmin ist einfach lobenswert.
Der Strand bleibt weiterhin leer und der erhöhte Sessel des Rettungsschwimmers unbesetzt. Unbesetzt sind auch viele Arbeitsplätze in den Tauchbasen, den Hotels. Die Mitarbeiter wurden nach Haus geschickt. Unbezahlter Urlaub. Das bringt viele mittlerweile in existenzielle Not.
Auch wenn die Aussicht auf unbelagerte Tauchplätze an den Wracks des nördlichen Roten Meers positiv stimmt, bleibt ein schaler Nachgeschmack, denkt man an die vielen, die arbeitslos wurden und nicht wissen, wie sie ihre Familien durchbringen sollen.
Zuhause, in Deutschland, da sind so unsinnige politische Entscheidungen wie der Superkraftstoff E10 oder immer noch die schräge Doktorarbeit des Freiherrn zu Guttenberg im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Es wird Zeit, sich auch in Deutschland der Realität zu öffnen: Die Touristenziele in Ägypten können genauso risikolos besucht werden, wie vor 8 Wochen und der Kraftstoff E10 war ein Irrtum vom Amt – vom Kanzleramt.

Es muss gehandelt werden. Ägypten wartet. Der Umbruch und Aufbruch war vom Vertrauen auf die Treue der vielen Urlaubsgäste begleitet worden, die von einer positiven Veränderung im Lande auch profitieren.   
 

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